Das X hat schon den Twitter-Vogel ersetzt: Musk plant Super-App mit neuen Funktionen
Ein Beitrag von
- Twitter-Chef Elon Musk versucht, X als neuen Namen für den Kurznachrichten-Dienst zu etablieren.
- Musk hat bereits in der Vergangenheit behauptet, er wolle Twitter zu einer großen Plattform mit allen möglichen Funktionen ausbauen.
- Anders als seine Vorgänger setzt Musk vermehrt auf das Anzeigengeschäft.
Wird Twitter bald zu einer Super-App mit zahlreichen neuen Funktionen? Wenn es nach Elon Musk und CEO Linda Yaccarino geht, könnte es schon bald so weit sein.
Am Montag waren zunächst nur kleine Schritte der Erneuerung sichtbar: Beim offiziellen Profil von Twitter wurden der Name und das Logo zu einem X geändert, zudem wurde der Buchstabe auf die Firmenzentrale in San Francisco projiziert.
In der Desktop-Version erblickten die User am späten Montagvormittag bereits das X anstelle des bekannten Vogel-Symbols.

Der Account-Name des Profils lautete aber weiterhin „@twitter” und das bekannte Twitter-Logo mit dem blauen Vogel war überall auf der Website und in der App zu finden.
Musks Idee: Eine Super-App mit vielen neuen Funktionen
Musk hatte schon früher immer wieder mal behauptet, er wolle Twitter zu einer großen Plattform ausbauen, einer Super-App mit allen möglichen Funktionen, von Messaging bis hin zu Bezahldiensten. Bis auf die Gewährung von Lizenzen für Geldtransfers in drei US-Bundesstaaten wurden jedoch kaum Schritte in diese Richtung bekannt.
In der Nacht auf Montag twitterte Yaccarino nun etwas konkretere Details dazu, welche Funktionen geplant sind. So soll in Zukunft „unbegrenzte Interaktivität – mit Schwerpunkt auf Audio, Video, Messaging, Zahlungen/Banking” herrschen und ein „globaler Marktplatz für Ideen, Waren, Dienstleistungen und Möglichkeiten entstehen.” Künstliche Intelligenz (KI) soll laut Yaccarino eine wichtige Rolle einnehmen.
Musk zeigt sich entschlossen
Mit einer Umbenennung würde Musk eine mehr als 15 Jahre alte Marke mit weltweiter Bekanntheit und hohem Erkennungswert fallenlassen. Er zeigte sich jedoch entschlossen, das Vorhaben durchzuziehen. Als der Youtuber Marques Brownlee schrieb, er werde den Dienst weiter Twitter nennen, entgegnete Musk: „Nicht mehr lange.”

In Musks Profil ist das X bereits zu sehen.
Musk hatte Twitter im vergangenen Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Er brachte den Online-Dienst im Frühjahr bereits in ein neues Unternehmen mit dem Namen X Corp. ein. Die Website x.com leitet seit Sonntag zu Twitter um. Das funktioniert auch, wenn man zur Website-Adresse einzelne Profilnamen hinzufügt - und könnte der erste Schritt sein, um von twitter.com zu x.com umzuziehen.
Der Tech-Milliardär hatte am Wochenende angekündigt, man werde „der Twitter-Marke bald Adieu sagen” . Zugleich provoziert er generell gern und ließ bereits im April das Twitter-Logo für wenige Tage durch das Symbol der Digitalwährung Dogecoin ersetzen.
Werbeeinnahmen seit Übernahme halbiert
Musk räumte jüngst ein, dass sich die Werbeeinnahmen von Twitter seit der Übernahme halbierten. Dabei sind die Anzeigenerlöse traditionell die zentrale Geldquelle des Dienstes. Einige große Werbekunden verließen den Dienst, weil sie unter Musk ein negativeres Umfeld für ihre Marken befürchten. Er setzt derweil stärker auf das Abo-Geschäft.
Zugleich holte er für den Chefposten die erfahrene Managerin Linda Yaccarino, die zuvor das Anzeigengeschäft beim Medienriesen NBCUniversal verantwortete. Sie unterstützte in der Nacht zum Montag in einer Serie von Tweets die Umbenennung.

Twitter-CEO Linda Yaccarino verantwortete bei NBC Universal das globale Anzeigengeschäft. Zum Konzern gehören unter anderem die US-Senderkette NBC und der Streamingdienst Peacock.
Mehr NIUS:
Horror-Tat in Hamburg: Inder (31) schlachtet REWE-Mitarbeiter mit Kampfmesser ab
Straßenbahn in Berlin entgleist – 20 Verletzte
Gericht entscheidet: Görlitzer Park muss nachts offen bleiben
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Mehr NIUS:
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Bis zu 35 Euro mehr! ADAC erhöht Mitgliedsbeitrag drastisch
Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt – Frau tot, zwei Vermisste
Ungarns Regierungschef Magyar will Präsident Sulyok zum Rücktritt zwingen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare