Deutsche Grundschüler lesen immer schlechter
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- Jeder vierte deutsche Viertklässler kann nicht richtig lesen.
- Das zeigte nun die aktuelle internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu), an der insgesamt 65 Länder teilnahmen.
- Sie wurde am heutigen Dienstag veröffentlicht.
Der Abwärtstrend ist alarmierend. Deutschland belegt in der jüngsten Lese-Studie gerade einmal Platz 26 und liegt damit zum Beispiel hinter Bulgarien, Tschechien und Russland.
25 Prozent der deutschen Kinder in der letzten Grundschulklasse erreichen nicht das Mindestniveau beim Textverständnis, das sie für die weiterführende Schule bräuchten. Im Vergleich: Bei der letzten Iglu-Erhebung 2017 waren es nur 19 Prozent.
Im Zuge der miserablen Studien-Ergebnisse äußerte sich auch Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und forderte eine „bildungspolitische Trendwende.“
Die neuen Daten sind nicht die ersten, die nahelegen, dass Deutschland ein ernsthaftes Problem im Bildungssektor hat. Erst im November 2022 stellte die ifo-Studie fest, dass 23,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen grundlegende Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen fehlen. Einer der Gründe ist die Corona-Pandemie und das damit verbundene „Home-Schooling“.
Seit 2001 führt das Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund alle fünf Jahre die Iglu-Test durch. Es wird vom Bildungsministerium und von der Kultusministerkonferenz gefördert. Bei der aktuellen Erhebung haben 4600 Schüler aus Deutschland und etwa 400.000 Schüler aus 65 Ländern mitgemacht.
Der Spitzenreiter ist Singapur. Südafrika belegt den letzten Platz und Deutschland befindet sich im Mittelfeld – im EU-Schnitt.
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