Die Suche nach dem mysteriösen Tier: Keine Löwin – aber was dann?
Das bei der Suche nach einer vermeintlichen Löwin gefundene Haar hat nach einer Untersuchung keine Eigenschaften eines Katzenhaares. Das teilte die Gemeinde Kleinmachnow am Montag in einem Zwischenergebnis der Spuren-Auswertung mit. „Das Labor schließt aufgrund der visuellen Inspektion daher darauf, dass es sich beim Untersuchungsgegenstand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um Katzenhaar handelt.“
Dem Labor hätten zum Vergleich keine Wildschweinhaare vorgelegen, Löwenhaare jedoch schon. Deren Struktur sei grundverschieden von der des Untersuchungshaares, genau wie die Struktur der Haare einer Hauskatze, das dem Löwenhaar sehr ähnlich sei, teilte die Gemeinde weiter mit.

Michael Grubert (SPD), Bürgermeister von Kleinmachnow, erklärt bei einem Pressegespräch anhand von Fotos, weshalb es sich bei dem gesuchten Raubtier um keine Löwin handelt.
Dass es ein Wildschweinhaar sei, lasse sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Das endgültige Ergebnis von Laboranalysen durch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung steht demnach noch aus, da es sich zum Teil um sehr komplexe und langwierige Untersuchungsvorgänge handele.
Es handelt sich um einen Pflanzenfresser
Auch die Analyse von Kot spricht den Angaben zufolge dagegen, dass es sich um eine Löwin handelte. Bei dem gesuchten Tier handle sich nach einer ersten Auswertung um einen Pflanzenfresser, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark am Montag.
Die Suche nach einem vermeintlichen Raubtier südlich von Berlin machte seit vergangenem Donnerstag bundesweit und international Schlagzeilen. Nach einer ersten Einschätzung von gesichteten Videobildern war die Polizei zunächst davon ausgegangen, dass wahrscheinlich eine Löwin im Wald frei herumläuft. Am Freitagnachmittag gab es Entwarnung. Experten hatten nach Auswertung der Videobilder erklärt, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein Wildschwein handele.
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