Dünnhäutig. Gereizt. Genervt: Bundeskanzler Olaf Motz im Sommer-Interview
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Offenbar setzt Kanzler Olaf Scholz (SPD) die Null-Prozent-Zustimmung der Bevölkerung für die Ampel mächtig zu. Im ZDF-Sommerinterview zeigt er sich sichtlich genervt und gereizt. Die Nerven liegen beim Regierungschef immer mehr blank. Zugleich gibt sich Scholz jedoch sicher, 2025 erneut Kanzler zu werden.
Im ARD-Presseclub resümierte am Sonntag der Journalist Daniel Sturm vom Tagesspiegel: Scholz beklage sich darüber, dass Medien nach Schlagzeilen aus sind. „Das ist so naiv, als wenn man sagen würde, Politiker wollen Macht.“ Das zeige, dass Scholz' Nerven blank liegen. „Stand heute wird Herr Scholz einer der unbedeutendsten Bundeskanzler sein.“
Das ZDF-Politikmagazin Berlin direkt am Wochenende mit Olaf Scholz ein Interview. Zu Beginn fragte die Moderatorin Diana Zimmermann den Kanzler: „Werden Sie in irgendeiner Form ihre Gangart, ihren Stil ändern im nächsten Jahr?“ Mit wenig Elan antwortet Olaf Scholz. Immer wieder schaut er weg. „Wir haben dafür gesorgt, dass Deutschland eine Zukunft haben kann“, sagt der Kanzler wenig überzeugend.
So genervt reagiert Scholz
Wohl gehen Olaf Scholz mittlerweile die Argumente dafür aus, seine in den Umfragen abstürzende SPD sowie Ampel-Koalition noch mit einfallsreichen Worten zu verteidigen. Er bemühte sich nicht zu lächeln oder charmant zu wirken. Seine Laune wurde im Zuge des Interviews immer schlechter.

Hat die Nerven im ZDF-Interview verloren: Olaf Scholz (SPD).
Die ZDF-Moderatorin erwähnt ein Zitat des SPD-Politikers Mahmut Özdemir, der sagte: „Die Menschen vertrauen uns nicht“. Özdemir hätte viel Zuspruch innerhalb von Sozialdemokraten dafür erhalten.
Scholz: erneut sichtlich genervt. Sagt leicht verbittert in Richtung seiner eigenen Genossen: „Ich bin aus der Fraktionssitzung übrigens mit ausdrücklicher Unterstützung des Abgeordneten Özdemir rausgegangen, mit dem Gefühl, dass wir alle zusammenhalten und wissen, dass es darauf ankommt, alles dafür zu tun, dass wir ein neues starkes Mandat bei der Bundestagswahl kriegen. Und dass ich erneut die nächste Regierung führen kann.“
Scholz macht Moderatorin klar, dass ihre Fragen nerven
Doch bei diesem Seitenhieb bleibt es nicht. Dann setzt der Kanzler noch einen drauf, macht nun der Moderatorin klar, dass er von ihren Fragen verärgert ist. „Im Übrigen sind wir alle ja erfahren. Wir haben das ja schonmal geschafft, entgegen aller Fragen in vielen Sommerinterviews“, so Scholz. Schnell setzt er noch hinten dran „... die berechtigt gestellt werden, will ich ausdrücklich sagen“ – und lächelt verschmitzt dabei.

ZDF Journalistin Diana Zimmermann befragt Kanzler Scholz
Der Kanzler scheint seine Worte und Mimik nicht im Griff zu haben. Sehr ernst fragt die ZDF-Journalistin Zimmermann: „Fühlen Sie sich gerade sicher genug, um die Vertrauensfrage stellen zu können?“ Doch Scholz findet keine ruhige Antwort, kontert motzig zurück: „Das ist doch ein kleines Oppositions-Ideechen, das man mal immer so alle drei Wochen sagt. Die Regierung hat eine Mehrheit.“
Für die Moderatorin war es schwer, bei den genervten Motz-Olaf durchzudringen. Scholz' Körpersprache und Blicke machten deutlich, dass er null Bock auf kritische Fragen hatte.
Zimmermann: „Im Politbarometer sagen 77 Prozent, dass Sie sich in der Ampel nicht durchsetzen können. Irren die sich?“ Scholz antwortet grimmig: „Das ist kein Fakt. Ich habe ja für viele weitreichende Entscheidungen gesorgt ...“ – „Aber der Eindruck ist ja offensichtlich massiv“, redet die ZDF-Journalistin rein. „Es ist ja bestimmt kein Geheimnis, dass ich am liebsten eine alleinige Mehrheit für die SPD gehabt hätte“, entgegnet Scholz. Wenn man sich Wahlumfragen anschaue, werde das in den nächsten zwanzig Jahren nicht passieren, erklärt er mit hochgezogenen Augenbrauen. Die Stimmung am Tisch zwischen der ZDF-Moderatorin und dem Kanzler: immer schlechter.
„Es fängt an, mich zu empören“, motzt Scholz
Hartnäckig fragte Zimmermann: „Hängt der Vertrauensverlust nicht auch damit zusammen, dass Sie den Menschen nicht gesagt haben, die fetten Jahren seien vorbei?“
Doch Scholz ist erneut verärgert, über diese Frage. „Man spielt den falschen Leuten in die Hände, wenn man sagt, die Zukunft wird nicht gut“, meint Scholz, schaut dabei Zimmermann vorwurfsvoll in die Augen. „Nein, nicht mehr so gut“, sagt die ZDF-Journalistin verunsichert.

Motz-Kanzler Olaf Scholz
Gegen Ende des Interviews verliert Scholz dann völlig die Nerven! Es ging um das Thema Migration. Zimmermann fragt: „Haben Sie das Thema unterschätzt?“ DAS Thema scheint Scholz besonders lästig zu sein. Denn er behauptet daraufhin selbstsicher und zugleich echauffiert, die Ampel habe dafür gesorgt, irreguläre Migration zu begrenzen. Die Moderatorin will wissen, warum erst so spät gehandelt wurde und ob es Zurückweisungen, wie die Union es fordert, geben wird.
Scholz: wütend. „Ich will Ihnen sagen, warum diese Frage einen falschen Eindruck erweckt. Da ich das jetzt schon öfter erlebt habe, fängt es an, mich zu empören – nicht Ihnen gegenüber, sondern generell. Wir haben das größte Paket zur irregulären Migration durchgesetzt“, sagt Scholz mit erhobener Stimme. Es sei falsch, den Eindruck zu erwecken, dass die Ampel-Regierung jetzt erst handelt.
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