Entgegen aller Umfrage-Ergebnisse: Grünen-Fraktionschefin behauptet, Mehrheit wolle „Wärmewende“
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- Habecks Heizungsgesetz spaltet Deutschland.
- Die Grünen wollen das Gesetz trotzdem vor der Sommerpause im Bundestag durchpeitschen. Denn: Die Mehrheit der Deutschen sei ja für das Vorhaben.
- Umfragen zeigen das Gegenteil – aber die Grünen zeigen sich davon unberührt.
Die Grünen erwarten, dass der Bundestag das „Heizungsgesetz“ von Wirtschaftsminister Habeck noch vor der Sommerpause verabschieden wird. Sie gehe davon aus, dass der Entwurf für die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in der kommenden Woche in den Bundestag eingebracht werde, sagte die Co-Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, der taz. „Dann können wir endlich sachlich darüber reden.“
Trotz der massiven öffentlichen Kritik ist die Politikerin überzeugt: Die Deutschen seien für die Pläne zum Heizungstausch. „Die Mehrheit der Menschen ist ja für eine Wärmewende“, behauptete Dröge. Dabei zeigen Umfragen das Gegenteil: Die übergroße Mehrheit der Deutschen lehnt das Vorhaben von Robert Habeck ab. Überhaupt unterstützen nur 43 Prozent der Menschen laut einer Umfrage vom Donnerstag die Pläne der Regierung, Öl- und Gasheizungen schnell durch „klimafreundliche“ Alternativen zu ersetzen. 49 Prozent halten das Vorhaben der Ampelkoalition für falsch. Zwei Drittel der Menschen in Deutschland sorgen sich, dass die geplanten Maßnahmen sie finanziell überfordern.
„Das Gesetz ist pragmatisch und sozial“, meint Grünen-Fraktionschefin Dröge hingegen. „Ich bin überzeugt, dass alle Interesse daran haben, wieder zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zu kommen“, sagte sie weiter angesichts heftiger Auseinandersetzungen um das Gesetz auch innerhalb der Koalition mit der SPD und der FDP. „Und dann werden wir das Gebäudeenergiegesetz gemeinsam beschließen.“
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