Exklusiv! Die Akte Görlitzer Park: Geheimes Video von Gruppen-Vergewaltigung aufgetaucht!
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Im Sommer sollen drei abgelehnte Asylbewerber (21-22 Jahre alt) über eine junge Frau, Esmer T. (27), hergefallen sein und sie gemeinschaftlich unter Anwendung von Gewalt missbraucht haben.
NIUS hat Zugang zu einem Bild-Dokument im brisanten Fall der Vergewaltigung im Görlitzer Park, das auch während der Verhandlung – der Prozess beginnt am heutigen Donnerstag vor dem Berliner Landgericht – Fragen aufwerfen wird: Eine junge Frau kniet auf dem Boden. Sie hat Oralverkehr mit einem Mann. Daneben stehen weitere Männer und schauen zu. Ein Unbekannter filmt mit seinem Handy die Szene.
Was war geschehen? Am 21. Juni 2023 hat das mutmaßliche Opfer Esmer T. gemeinsam mit ihrem Ehemann den Park betreten. Sie wollten Drogen kaufen und dann offenbar Sex miteinander haben. Das taten sie hinter einem Busch. Gegen 5 Uhr morgens seien sie von mehreren Männern umringt worden. Esmer T. wurde nach eigenen Angaben von drei Tätern vergewaltigt.

Der Görlitzer Park zählt zu den Problemzonen der Hauptstadt.
Kriminalbeamte sehen Widersprüche
Doch bald hatten die Ermittler Zweifel an der Aussage und den geschilderten Geschehnissen der Georgierin. Die Kriminalbeamten halten in ihrem Bericht fest, dass sich Esmer T. „trotz mehrmaliger Nachfrage“ in Widersprüche verwickelte:
Widerspruch 1: Mal soll der Drogendealer auch einer ihrer Vergewaltiger sein. Minuten später war er es dann laut ihrer Aussage wieder nicht. Esmer T. konnte offensichtlich auch keinen ihrer Peiniger in der behördlichen Lichtbild-Vorlage wiedererkennen. Es sei dunkel gewesen, sagte sie. Sie hätte Drogen genommen und möchte sich nicht mehr erinnern, sagte die Mutter zweier Kinder aus.
Widerspruch 2: Laut Aussage von Esmer T. sei ihr Mann weggeschleppt worden. Er hätte geschrien. Doch das Video, das die Tat zeigen soll, zeigt ihren Mann Oleg T., der mit seinem Handy die Szene gefilmt haben soll.
Widerspruch 3: Esmer T. sagte weiter aus, dass ihr Mann Oleg T. „die gesamte Zeit“ mit Stöcken misshandelt worden sein. Wo, wisse sie nicht mehr. Sie hätte „keine konkreten Erinnerungen“.
Video aufgetaucht, das Fragen aufwirft
Im Zuge der Ermittlungen tauchte das Video von der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung auf, das Fragen aufwirft. Auch die Ermittler nehmen das Video nach NIUS-Informationen sehr ernst. Die Kriminalbeamten begaben sich zum Görlitzer Park, um den Tatort aufzusuchen. Wo genau der war, erinnert das Opfer Esmer T. selbst nicht mehr. Anhand der Bilder, die das Verbrechen zeigen sollen, identifizieren die Beamten mittels Bäumen und Sträuchern den Ort des Verbrechens und stellen die Szene nach.
Der Handyfilm und die Nachbetrachtung der Kripo sollen nach Informationen von NIUS im Prozess vorgeführt werden. Damit wird das Gericht die Zeugenaussagen von Esmer T. vergleichen – falls die Georgierin sich dem Gerichtsverfahren stellen wird. Bleiben sie und ihr Mann Oleg dem Termin fern, könnten schon am ersten Prozesstag die mutmaßlichen Vergewaltiger aus der Haft entlassen werden.
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