Fethullah Gülen gestorben: Erdogans größter Feind ist tot
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Der radikale einflussreiche Prediger Fethullah Gülen, der als Drahtzieher des Putschversuchs gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 gilt, ist tot. Gülen, der seit Jahren im Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania lebte, starb am 20. Oktober in einem Krankenhaus, wie türkische Medien berichten.
Eine Webseite, die seiner Bewegung nahesteht, bestätigte die Nachricht.In einer offiziellen Mitteilung auf X erklärte die Gülen-Organisation: „Fethullah Gülen Hodscha ist heute (20. Oktober) zu seinem Seelenhorizont gegangen. Detaillierte Informationen über die Modalitäten der Beerdigung werden mit der Öffentlichkeit geteilt.“

Zu Beginn von Erdogans politischer Laufbahn war Gülen einer seiner wichtigsten Unterstützer, dann wurden sie Feinde.
„Alles andere als demokratisch“
In den frühen Jahren von Erdogans politischer Laufbahn war Gülen einer seiner wichtigsten Unterstützer. Doch mit der Zeit entwickelte sich ein Machtkampf zwischen den beiden. Gülen, der über zahlreiche Mitstreiter in Militär, Justiz und Polizei verfügte, strebte zunehmend nach größerem Einfluss.
Der Türkei-Experte Eren Güvercin kommentiert auf X: „Gülen war lange Jahre ein wichtiger Partner von Erdogan. Ohne seine Anhänger im Justiz- und Polizeiapparat hätte Erdogan die Demokratie in der Türkei nicht so massiv schwächen können.“ Und weiter: „Gülens Bewegung war alles andere als demokratisch.“

Dieses Foto soll Gülen im US-Exil zeigen.
Der Bruch zwischen Erdogan und Gülen führte schließlich zu einem offenen Machtkampf. Schließlich wurde Gülen für den gescheiterten Putschversuch am 15./16. Juli 2016 auf Erdogan verantwortlich gemacht. Die türkische Regierung stufte die Gülen-Bewegung daraufhin als Terrororganisation ein.
Seit 1999 lebte Gülen im US-Exil, während die Türkei wiederholt vergeblich seine Auslieferung forderte.
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