Gab es Asyl gegen Geld? Razzia in Münchener Ausländeramt – fünf Verdächtige in U-Haft
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- Razzia bei der Ausländerbehörde in München!
- Die Ermittler sichern Beweise: Gab es hier Asyl gegen Geld?
- Fünf Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ausländerbehörde im Kreisverwaltungsreferat (KVR) München durchsucht – wegen Bestechungsverdacht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft München I sollen insgesamt sieben Beschuldigte geplant haben, „im Wege arbeitsteiligen Zusammenwirkens und im Gegenzug für die Gewährung von Vorteilen, Ausländern die Möglichkeiten zu rechtswidrigen Aufenthalt in Deutschland zu verschaffen“. Im Zuge der Razzia sollen sieben Personen festgenommen worden sein, fünf sitzen in U-Haft.
Der Vorwurf: Verdacht des unerlaubten Einschleusens von Ausländern und Bestechlichkeit
Die Täter in der Behörde gingen dabei wie folgt vor: Bereits im Jahr 2022 verabredete man das Vorgehen. In Zusammenarbeit unter den Verdächtigen wollte man Ausländern die Möglichkeit einräumen, rechtswidrig einen Aufenthalt in Deutschland genehmigt zu bekommen. Ein Mitglied der Bande war explizit für die Akquise entsprechender „Kunden“ verantwortlich. Im Austausch für Bargeld, Eintrittskarten, Reisen und Handtaschen gab es dann eine Duldung oder einen Aufenthaltstitel. Eine lukrative Einnahmequelle neben dem Job, schreiben die Ermittler laut Bild-Zeitung.
Den Angaben zufolge soll es sich um insgesamt 32 Fälle handeln. Die erste Tat geschah am 13. Mai 2022. Damals habe eine Frau aus Mazedonien eine Fiktionsbescheinigung erhalten, hieß es. Und das, obwohl die Ausländerbehörde nicht einmal zuständig gewesen wäre. Im Zusammenhang mit der Aufenthaltsgenehmigung für mehrere Menschen aus Albanien oder dem Kosovo sei immer wieder die Summe von 150 Euro genannt worden.
Nach Informationen des Merkur soll eine Anzeige Auslöser der Razzia gewesen sein. Das KVR selbst habe Unregelmäßigkeiten bemerkt und Anzeige erstattet.
Zuständige Kreisverwaltungsreferentin ist seit Juli 2022 Hanna Sammüller-Gradl von den Grünen.
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