Getrennte Stände für Männer und Frauen: Islamisten werben vor der Ruhr-Uni Bochum Nachwuchs an
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Die Nachwuchsorganisation der vom Verfassungsschutz beobachteten Furkan-Bewegung spricht vor dem Campus Erstsemester an, um sie für die Errichtung einer „islamischen Zivilisation“ zu gewinnen.
Den „Muslimstudents NRW“, einem Rekrutierungsorgan der türkischen Furkan-Bewegung, sind Aktivitäten auf dem Hochschulgelände untersagt, daher bauten sie auf der Unibrücke in unmittelbarer Nähe des Campus ihre Stände auf. Ihre Aktion war offiziell angemeldet worden – unter dem Motto „Aufklärung über den Islam – Information, Dialog und Austausch“.
An zwei Pavillons – einem für Männer, einem für Frauen – wurden Erstsemester abgefangen. Die „Muslimstudents NRW“ (nicht zu verwechseln mit der Islamischen Studierendenvereinigung) wollen auch mit einem „Ersti-Brunch“ an der Ruhr-Uni in Bochum (RUB) und einem Auftaktevent in Dortmund, wo die Furkan-Bewegung ihren Vereinssitz hat, Interessenten anwerben.

Antiisraelische Kundgebung der Furkan-Bewegung in der Türkei.
Islamisten machen sich an Hochschulen breit
Die Islamisten werben auch mit einem dreijährigen Islamstudium, in dem die Ideologie und Methoden der Furkan-Bewegung gelehrt werden sollen. Da sie auf dem Uni-Gelände seit Jahren nicht aktiv sein dürfen, gehen sie mitunter trickreich vor, um trotzdem Präsenz zu zeigen. So meldeten sie sich im vergangenen Jahr als Buchclub an, um ihre Stände aufbauen zu können. Die Aktion war nur von kurzer Dauer, weil die Universitätsverwaltung einschritt.
Die Furkan-Bewegung lehnt die Demokratie ab und sieht den Islam als Grundlage für alle Lebensbereiche, was im Widerspruch zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht.
An deutschen Hochschulen kommt es seit einiger Zeit immer wieder zu bedenklichen Vorfällen islamistischer Prägung. So wurde im Mai dieses Jahres eine Islamwoche an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) veranstaltet, bei der männliche und weibliche Studenten aufgefordert wurden, durch separate Eingänge den Hörsaal zu betreten und dort getrennte Plätze einzunehmen (NIUS berichtete).
Bei Feierlichkeiten zum Semesterauftakt saßen selbst an der renommierten Berliner Charité Frauen und Männer strikt getrennt voneinander im Hörsaal. Auch an der Uni Siegen hielt die Muslimische Hochschulgruppe Veranstaltungen ab, bei denen eine Geschlechtertrennung im Hörsaal durchgeführt wurde, und beim Gebet der muslimischen Hochschulgruppe Göttingen wurden Männer und Frauen ebenfalls strikt getrennt.
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