Habeck will jetzt ausgerechnet Kohlekraftwerke als Reserve weiterlaufen lassen
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- Wirtschaftsminister Habeck kündigte in Brandenburg an auch im Winter 2023 die Kohlekraftwerke in Reserve zu halten.
- Deutschland benötige eine „zusätzliche Kapazitätsreserve“.
- Der Weiterbetrieb von Atomkraft, den auch die Mehrheit der Deutschen befürworten, scheint aber keine Option zu sein.
Wirtschaftsminister Robert Habeck hat während seines Besuchs in Brandenburg, einem Bundesland, das für seine Braunkohle bekannt ist, eine bemerkenswerte Ankündigung gemacht. Obwohl Habeck das Ziel verfolgt, bis 2030 den Braunkohleabbau zu beenden, plant er als Wirtschaftsminister, die Reservekraftwerke, die mit Kohle betrieben werden, im kommenden Winter wieder in Betrieb zu nehmen. „Die Reserveblöcke der Kraftwerke sollen Ende Juni stillgelegt werden“, erklärte der Minister in der Staatskanzlei von Potsdam. Dann lässt er die Bombe platze: „Danach können sie mit einer Sondergenehmigung über den Winter wieder genutzt werden.“
Heißt: Der grüne Klimaminister lässt die schmutzige Kohle laufen - auch noch im nächsten Jahr, wenn es im Winter mit dem Strom wieder eng wird.
Habeck plane einen entsprechenden Antrag bei der EU in Brüssel einzureichen. „Ich muss die weitere Nutzung begründen“, sagte er. „Wir benötigen eine zusätzliche Kapazitätsreserve für den Winter.“ Denn im Winter, so Habeck, brauchen wir „eine zusätzliche Kapazitätsreserve für den Winter.“ Bedeutet: Habeck sieht ein, dass voll gefüllte Gasspeicher und Strom aus Wind- und Sonnenenergie nicht ausreichen, um uns den Winter über zu versorgen.
Auf die Idee, die weitesgehend sauberen Kernkraftwerke einfach laufen zu lassen, wie es die FDP forderte, statt auf die klimaschädliche Kohle zu setzen, kommt man aber scheinbar nicht - das passt offensichtlich nicht in die Ideologie. Ein Weiterbetreiben der Atomkraftwerke würde nebenbei auch die Mehrheit der Deutschen befürworten: Sechs von zehn Befragten (59 Prozent) gaben Anfang April als die letzten drei Atomkraftwerke vom Netz gingen an, den Atomaussteig als falsch zu erachten.
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