Immer weniger Menschen wollen zur Bundeswehr
Die Bewerberzahlen bei der Bundeswehr zeigen einen weiteren Rückgang!
Zwischen Januar und Ende Mai 2023 haben sich deutlich weniger Männer und Frauen für den Soldatenberuf beworben als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerber belief sich laut einer internen Tabelle des Wehrressorts auf 23.414 Personen bis Ende Mai 2023 – ein Rücgang im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent.
Ein Sprecher der Bundeswehr erklärte, dass dieser Rückgang hauptsächlich auf den demografischen und gesellschaftlichen Wandel sowie die zunehmend verschärfte Arbeitsmarktlage zurückzuführen sei. Um diesem Trend entgegenzuwirken, plant Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Untersuchung der Personalgewinnung der Bundeswehr und besuchte dazu das Karrierecenter der Bundeswehr in Stuttgart.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zu Besuch bei der Bundeswehr.
Das Ziel der Bundeswehr, bis 2031 203.000 Soldatinnen und Soldaten zu haben, wird in Frage gestellt, da derzeit nur etwa 183.000 Soldaten dienen. Pistorius führt den Rückgang der Bewerberzahlen teilweise auf die Corona-Pandemie zurück, betont aber auch die hohe Priorität, die dem Thema Personalgewinnung neben der Materialbeschaffung zukommt.
Um mehr Interessenten für eine Karriere bei der Bundeswehr zu gewinnen, plant die Bundeswehr, den Bewerbungsprozess zu verbessern, um den Bewerbern schneller und verbindlicher Klarheit über den Einstiegstermin zu geben. Zudem sollen verstärkt Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund als Zielgruppen angesprochen werden.
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