Katastrophenfall im Südharz, Oldenburg bereitet Evakuierung vor
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Das Hochwasser hält Deutschland weiter in Atem! Während der Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt den Katastrophenfall ausgerufen hat, bereitet sich die Stadt Oldenburg in Niedersachsen auf eine mögliche Evakuierung vor.
In Mansfeld sei die Entscheidung durch die Dauer der Abwehrmaßnahmen gegen die Hochwasserlage begründet. Die Talsperre Kelbra an der Landesgrenze zu Thüringen wird seit einigen Tagen kontrolliert abgelassen, weil sie drohte überzulaufen. Dadurch ist der Wasserstand des Flusses Helme stark angestiegen. Am Donnerstagabend öffneten die Behörden einen Deich des Flusses, so dass das Wasser auf freie Felder in Richtung Thüringen ablaufen kann. Aktuell würden konkrete Schutzmaßnahmen für die Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner umgesetzt, so der Landrat André Schröder.

Der Fluss Helme bedeckt ganze Landstriche.
Bei einem Katastrophenfall geht die Zuständigkeit für die Koordination der Abwehrmaßnahmen auf den Landkreis über. Dadurch kann auch überörtliche Hilfe, beispielsweise von der Bundeswehr, angefordert werden. „Der Landkreis will alle seine Möglichkeiten nutzen, um die Schäden auf etwa einem Drittel der Landkreisfläche, verteilt auf vier Städte und Gemeinden, so gering wie möglich zu halten.“

Spielgeräte auf dem Spielplatz Mönchpfiffel-Nikolausrieth stehen im Hochwasser.
Evakuierungspläne und Notunterkünfte in Oldenburg
Im niedersächsischen Oldenburg wird derweil eine mögliche Evakuierung vorbereitet. Die Deiche seien unverändert einem hohen Druck ausgesetzt, teilte die Stadt mit. Pegelstände würden höchstens marginal sinken.

Ein Hubschrauber ist bereit, Sandsäcke abzutransportieren.
Besonders betroffen ist der Bereich Achterdiek, wo der Küstenkanal in die Hunte mündet. „Es handelt sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme – eine konkrete Evakuierung ist derzeit nicht vorgesehen“, heißt es in einer Mitteilung. Eine Notunterkunft stünde betroffenen Bürger zu Verfügung, hieß es. Unabhängig davon gelte weiter ein Betretungsverbot für die Deiche.
Höchststand an der Weser, Entwarnung in NRW
Die Lage in den Hochwassergebieten in Deutschland bleibt insgesamt auch am Samstag kritisch. Besonders betroffen sind unter anderem Teile Niedersachsens und der Süden Sachsen-Anhalts an der Grenze zu Thüringen. Im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen hat sich die kritische Hochwasserlage dagegen leicht entspannt. Pumpen auf dem Gelände hätten es geschafft, große Wassermengen hinter den Deich Richtung Meiße zu drücken, sagte eine Sprecherin des Freizeitparks nördlich von Hannover. Auch in NRW gaben viele Kommunen bekannt, dass die Pegelstände zurückgingen.

Blick auf das Hochwasser von der Weserbrücke
Andernorts hingegen wurde Höchsstände erreicht. An der Weser etwa überschritt der Wasserstand am Samstagmorgen bei Drakenburg mit 835 Zentimetern den bisherigen Höchstwert aus 1981 um einen Zentimeter, wie der Überregionale Hochwasserdienst am Samstag mitteilte. Zahlreiche Landkreise appellierten erneut, Deiche nicht zu betreten, da diese aufgeweicht seien und beschädigt werden könnten.
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