KLM in Sorge: Niederlande reduzieren Flüge auf Flughafen Schiphol
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Es wäre eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen für die Fluggesellschaft KLM. Vom viertgrößte Flughafen in Europa sollen künftig weniger Flugzeuge fliegen.
Die niederländische Regierung will die Flugbewegungen auf Amsterdam Schiphol deutlich verringern. Statt jährlich 500.000 soll es im kommenden Jahr maximal 452.500 Flüge geben, kündigte die Regierung in Den Haag an. Durch die Reduzierung soll die Lärmbelästigung für die Anwohner kleiner werden. Die Regierung muss noch auf eine Reaktion der EU-Kommission warten, bevor endgültig entschieden wird.

Ein Flugzeug der Royal Aviation Company (KLM) steht am Flughafen Schiphol. Der Amsterdamer Großflughafen Schiphol hat einen Kurswechsel angekündigt. So soll es bis spätestens Ende 2025 keine Nachtflüge mehr geben, und es sollen auch Privatjets verboten werden.
Die niederländische Fluggesellschaft KLM hofft auf eine Abkehr dieser Idee. Sie kritisiert die Entscheidung. „Wir finden das unbegreiflich“, teilte das Unternehmen mit. Dies schade den Niederlanden. Die Lärmziele könnten auf bessere Weise erreicht werden mit neuen Flugzeugen, die „sauberer, stiller und sparsamer“ flögen.
Die Sorge der Airline ist berechtigt, denn Schiphol ist das zentrale Drehkreuz der KLM. Alle wichtigen Verbindungen der Fluggesellschaft gehen über den Flughafen. Bei Passagieren aus Deutschland ist die KLM besonders bei Südamerika-Strecken beliebt.

Ein Passagierflugzeug der niederländischen Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines ist vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) in Richtung Amsterdam Schiphol unterwegs.
Die geplante Reduzierung fällt geringer aus als zunächst angekündigt. Die Regierung hatte zunächst eine Obergrenze von 440.000 Flugbewegungen in Aussicht gestellt. Nun soll der Lärm um 15 Prozent verringert werden, statt der zunächst angepeilten 20 Prozent.
Auch der nächtliche Flugverkehr soll eingeschränkt werden. Aber eine totale nächtliche Schließung und ein Verbot für Privatflugzeuge soll es vorerst nicht geben. Das hatte der Großflughafen selbst vorgeschlagen. Der Flughafen bedauerte, dass nicht alle Pläne umgesetzt würden. Doch Schiphol begrüßte die Reduzierung der Flüge: „Wir stehen voll hinter dem Ausgangspunkt, Behinderungen für Anwohner zu verringern.“
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