Ludwig-Erhard-Büste aus Habecks Wirtschaftsministerium entfernt
- Seit 2007 steht eine Büste des ersten Wirtschaftsministers Ludwig Ehrhard im Foyer des Wirtschaftsministeriums.
- Der Besitzer der Skulptur hat sie nun zurückgefordert - aus Protest gegen die Politik Robert Habeck.
- Denn was heute im Wirtschaftsministerium geschieht, hat nichts mehr mit den Ideen des Vaters der Sozialen Marktwirtschaft zu tun.
Ludwig Ehrhard verlässt das Wirtschaftsministerium. Seit 2007 steht eine Büste des ersten Wirtschaftsministers der Bundesrepublik im Foyer des Ministeriums - jetzt nicht mehr. Das bronzene Abbild hatte der damalige Wirtschaftsminister Michael Glos zu Erhards 110. Geburtstag aufstellen lassen. Der heute 92 Jahre alte Leihgeber Herbert B. Schmidt hatte nun die Rückgabe verlangt - aus Protest gegen die Politik von Robert Habeck. Als er die Büste 2007 ans Wirtschaftsministerium übergab, sagte Schmidt: „Er ist wieder zu Hause.“ Ein Zuhause, dass Habeck unbewohnbar gemacht hat - die Skulptur, für die Ludwig Ehrhard noch selbst Modell gesessen hatte, ist nun wieder in der Privatwohnung des Besitzers. Das berichtet das Magazin Tichys Einblick.
Denn der erste grüne Wirtschaftsminister verordnet seinem Haus Maßstäbe, die mit der Idee der sozialen Marktwirtschaft, wie Erhard sie maßgeblich prägte, nichts mehr zu tun. Eine „sozial-ökologische Marktwirtschaft“ will Habeck durchsetzen. Er wünscht sich ein „nachhaltiges Wirtschaftsmodell“, das die „planetaren Grenzen“ umfassend berücksichtigt. Auf dem Weg zu „nachhaltigem Wohlstand“ im Sinne der Grünen gelten neue Indikatoren. Marktpreise? Die soll es nur „ohne negative Begleiterscheinungen“ geben. Das ist vieles - aber keine Marktwirtschaft. Schon gar nicht im Sinne Ehrhards.
Herbert Schmidt war unter anderem sächsischer Wirtschaftsminister und Chef der Treuhandanstalt. Er wirkte in den 90ern auch maßgeblich an der erfolgreichen Transformation der Wirtschaftsordnungen der baltischen Staaten in Richtung Marktwirtschaft mit. Estland zeichnete ihn dafür mit dem höchsten Verdienstorden aus. Sein Leben sei „ein Leben für die soziale Marktwirtschaft“, urteilte der renommierte Ökonom Joachim Starbatty.
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