Macron setzt Zeichen: Muslimische Roben in französischen Schulen verboten
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- Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verbietet die traditionelle Abaya in Schulen.
- Die Entscheidung folgt einem Verbot muslimischer Kopftücher in Schulen seit 2004.
- Kritiker argumentieren, das Verbot stigmatisiere Muslime und sei unbegründet.
Nach dem Verbot muslimischer Kopftücher in Schulen im Jahr 2004 hat die Regierung von Emmanuel Macron nun auch die Abaya, das Überkleid vieler muslimischer Frauen, verboten. Präsident Emmanuel Macron betonte, dass Schülerinnen, die in langen Gewändern zur Schule kommen, nicht durch die Tür kommen würden.
„Schulen in unserem Land sind säkular, kostenlos und verpflichtend. Aber sie sind säkular. Denn das ist die Grundvoraussetzung, die Zusammenleben ermöglicht und daher haben religiöse Symbole jeglicher Art keinen Platz darin. Und wir werden diesen Säkularismus energisch verteidigen“, bemerkte Macron nach einem Besuch einer Schule im Süden Frankreichs.
Abayas sind lange und luftige Übergewänder und gelten als traditionelles islamisches Kleidungsstück. In Frankreich war zuletzt eine Debatte darüber entfacht, ob die Gewänder eindeutig religiös sind und deshalb in der Schule verboten werden sollten.
Frankreich versteht sich als laizistisches Land, in dem eine strikte Trennung von Staat und Religion herrscht. In dem Land mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern leben Schätzungen zufolge zwischen 3,5 und 6 Millionen Muslime.
Bereits 1994 trat ein Gesetz in Kraft, dass in Schulen nur noch diskrete – nicht aber auffällige – religiöse Symbole erlaubte. Zehn Jahre später wurden Kopftuch und Kippa in Schulen vollständig verboten – ebenso auffällig große Kreuze. 2010 folgte das Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit.
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