Mangelndes Interesse! Transgender-Schwimmen beim Weltcup in Berlin abgesagt
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Die Wellen schlugen hoch, doch das Becken bleibt leer.
Die als Sport-Revolution angekündigte Premiere der offenen Kategorie für Transfrauen und Transmänner beim Schwimm-Weltcup in Berlin am kommenden Wochenende wird nicht stattfinden. Grund: Es gab keine Anmeldungen.
Erst vor wenigen Wochen hatte der Weltschwimmverband World Aquatics seine Weltneuheit mit großen Worten angekündigt: „Dieses bahnbrechende Pilotprojekt unterstreicht das Engagement der Organisation für Inklusion, die Schwimmer aller Geschlechter und Geschlechtsidentitäten willkommen heißt.“
Stell dir vor, es ist Wettkampf – und keiner geht hin
Die offene Kategorie wird es beim Weltcup am Wochenende aber nicht geben – weil sich kein Mensch dafür angemeldet hat! Das gab der Verband nun bekannt.

Trans-Schwimmerin Lia Thomas unterzieht sich einer zweijährigen Umwandlung vom Mann zur Frau. Ihre Erfolge im Frauen-Schwimmsport sorgten für Diskussionen und schließlich zum Ausschluss aus dem Frauensport.
Die offene Kategorie sollte mit 50-Meter- und 100-Meter-Wettkämpfen in allen Schwimmarten an den Start gehen, nachdem US-Transschwimmerin Lia Thomas nach ihrer Geschlechtsumwandlung von Mann zu Frau von den College-Meisterschaften 2022 ausgeschlossen worden war. Transaktivisten kochten vor Wut, Thomas gab zahlreiche Interviews zur angeblichen Diskriminierung von Transfrauen im Sport.
Der Verband wollte nicht als „transkritisch“ gelten
Um nicht als „transfeindlich“ zu gelten, wurde vom Schwimmverband World Aquatics schließlich die neue Kategorie für Transmenschen erfunden – in der nun niemand antreten will.
Auch andere Verbände schlagen sich mit Transaktivismus und Debatten um biologische Männer in Frauen-Wettkämpfen im Leistungssport herum. Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics, der sich mit Debatten um die südafrikanische Läuferin Caster Semenya konfrontiert sieht, hat eine Arbeitsgruppe zum Thema ins Leben gerufen, die demnächst das erste Mal zusammentreten soll.
Andere Verbände, wie der Radsport-Weltverband UCI und der Schachweltverband FIDE, haben ihre Regeln für Transsportlerinnen verschärft.
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