Massive Proteste im Iran halten an: Teils solidarisieren sich Polizisten, Schah schaltet sich ein
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Es sind wohl die bislang gewaltigsten Proteste im Iran: Die seit Ende Dezember 2025 anhaltenden Massendemonstrationen im Iran setzen sich auch am 11. Tag fort und haben sich zu einer der schwersten innenpolitischen Krisen der letzten Jahre entwickelt.
Nach verifizierten Angaben wurden Demonstrationen inzwischen in mindestens 88 Städten aus 27 von 31 Provinzen registriert, wobei landesweit mehr als 1.200 Menschen festgenommen worden sein sollen.
Die Protestbewegung, die sich an ökonomischen Problemen der Bevölkerung entzündete, hat sich zu einem massiven politischen Aufstand gegen die Führung und die herrschende theokratische Ordnung ausgeweitet.
Die soziale Plattform X ist voller Videos, die riesige Menschenmengen auf den Straßen zeigen. In einem Video sieht man die Polizei, wie sie sich mit den Demonstranten solidarisiert:
Mehr noch. In einem anderen Video sieht man einen Polizisten, der seine Marke in die Kamera hält, und sagt: „Verlasst unter keinen Umständen die Straßen. Sehr bald werden wir uns euch – dem Volk – anschließen und das Land von den korrupten Ayatollahs säubern.“
Ein weiteres Video zeigt die 25.000-Einwohner-Stadt Abdanan im Westen des Iran, die sich für befreit erklärt haben soll. Hier sollen sogar die Häuser der Revolutionsgarden brennen.
Heute: Eine Großstadt im Südosten Irans mit über 500 000 Einwohnern, Kerman, demonstriert gegen islamistische Regime.
A major city, Kerman, in southeastern Iran, with a population of over 500,000, has risen up against the Islamist Khamenei regime.
— Visegrád 24 (@visegrad24) January 7, 2026
🦁☀️ pic.twitter.com/v4ZNr7v0Cs
Auch das Regime mobilisiert
Gleichzeitig gibt es Pro-Regime-Demonstrationen, die ebenfalls in sozialen Medien dokumentiert werden. Diese Kundgebungen unterstützen die bestehende Führung und stellen sich ausdrücklich gegen Aufrufe zum Sturz des Systems.

Auch das gehört zur Wahrheit: Das Mullah-Regime mobilisiert große Menschenmengen.

Auch hier sieht man: Viele Iraner sind pro Regime eingestellt.
Der Schah schaltet sich aktiv ein
Parallel hat sich Reza Pahlavi, Sohn des letzten iranischen Schahs, erstmals direkt an die Bevölkerung gewandt. In einem Aufruf über soziale Medien bat er die Bevölkerung, am 8. und 9. Januar jeweils um 20 Uhr im ganzen Land gleichzeitig Slogans zu rufen, sowohl auf der Straße als auch von zu Hause aus. Abhängig von den Reaktionen kündigte er weitere Schritte an.
Dem US-Sender Fox News gab Reza Pahlavi ein kurzes Interview. Darin kündigte er den Übergang von der „Tyrannei zur zukünftigen Demokratie“ an. Er sprach davon, dass ein „nationales Referendum“ und eine „verfassungsgebende Versammlung“ stattfinden sollen, deren Ergebnis eine „säkulare Demokratie“ sein möge.
US-Intervention denkbar
Inzwischen sind auch westliche Interventionen von außen nicht mehr auszuschließen. Das Regime selbst bereitet sich auf Luftangriffe vor, wie militärische Radarsysteme zeigen:
Trump hatte vor Tagen bereits geschrieben: „Wenn der Iran friedliche Demonstranten erschießt und brutal tötet, was dort üblich ist, werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihnen zu Hilfe kommen. Wir sind ‚geladen und entsichert‘ und bereit loszulegen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit!“
Die Situation bleibt insgesamt schwer zu fassen. Es sind sowohl Zeichen von wachsenden Rissen im Staat sichtbar als auch klassische Muster autoritärer Repression. Wie die Lage ausgehen wird, ist derzeit nicht abzusehen.
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.
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