Nach Klatsche bei Landtagswahl: SPD sagt kurzfristig Pressekonferenz ab
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Die Sozialdemokraten schlittern in die Krise: Nach der schweren Niederlage bei der Landhtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die SPD eine geplante Pressekonferenz abgesagt. Das berichtet Rasmus Buchsteiner von Politico. Eigentlich war für 11:15 Uhr eine Zusammenkunft mit Medien geplant gewesen.
🚨SPD sagt Pressekonferenz für heute ab. 11:15 Uhr Statement der beiden Parteivorsitzenden im Willy-Brandt-Haus. Keine Fragen @POLITICOEurope pic.twitter.com/7GCWW6IV80
— Rasmus Buchsteiner (@R_Buchsteiner) March 23, 2026
Die Absage dürfte Spekulation um mögliche personelle Konsequenzen nach der Niederlage nähren. Bei Table.Media hatte SPD-Chef Lars Klingbeil am Montagmorgen indirekt seinen Rücktritt angeboten. Wenn er das Problem sei, solle man es offen sagen. Es müsse Debatte über Kurs und Personal geben.
Bei der Wahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag musste die SPD deutliche Verluste hinnehmen und konnte nicht stärkste Partei werden, obwohl Spitzenkandidat Alexander Schweitzer als Favorit und Amtsinhaber ins Rennen gegangen war. Die Wahlschlappe schließt sich an ein historisch schlechtes Ergebnis in Baden-Württemberg, bei der die SPD nur 5,5 Prozent der Zweitstimmen geholt hatte. In München musste sich am Sonntag der Bürgermeister Udo Reiter (SPD) gegenüber dem grünen Bewerber Dominik Krause geschlagen geben.
++Table.Today++@spdde Chef @larsklingbeil bietet indirekt Rücktritt an in Präsidiumsschalte. Wenn er das Problem sei, solle man es offen sagen. Es müsse Debatte über Kurs und Personal geben.#LTWRheinlandPfalz
— Michael Bröcker 💎 (@MichaelBroecker) March 23, 2026
Was Jochen Ott vorschlägt
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Wie es bei den Sozialdemokraten nun weiter geht, scheint unsicher, sowohl die Parteispitze (Klingbeil und Bärbel Bas) als auch Generalsekretär Tim Klüssendorf stehen zur Disposition. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat eine Kandidatur für den Bundesvorsitz ausgeschlossen. „Ich glaube, es ist sinnvoll, das mit voller Kraft in Berlin auch zu tun“, sagte sie am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Als Ministerpräsidentin im Saarland wolle sie bleiben, der Parteivorsitz sei keine Aufgabe, die man „als Teilzeitkraft im Willy-Brandt-Haus“ erledigen könne.
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