Nach Sprengstoffdrohung gegen Oktoberfest: Wiesn wieder geöffnet
Ein Beitrag von
Großalarm in München! Das Oktoberfest blieb am Mittwoch wegen einer akuten Bedrohungslage vorerst geschlossen. Seit 17:30 sind die Tore der Wiesn nun aber wieder geöffnet, die Gefährdung ist vorüber. Zwischenzeitlich waren über 750 Beamte und 30 Spürhunde im Einsatz.
Nach einem Familiendrama im Stadtteil Lerchenau gab es in den heutigen Morgenstunden eine Sprengstoff-Drohung in Form eines Briefes gegen die Wiesn. Seit dem Morgen durchsuchte die Polizei mit einem Großaufgebot das Gelände. Wie die Beamten mitteilten, seien die Maßnahmen nun aber abgeschlossen und keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden. Seit 17:30 Uhr ist das Gelände daher wieder für Besucher geöffnet.
Nachdem zwischen den Veranstaltern, der Stadt und der Polizei beraten worden war, gab Bürgermeister Reiter die Wiedereröffnung bekannt. Er schrieb dazu auf Instagram: „Die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher hat für mich oberste Priorität. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte für ihren schnellen und professionellen Einsatz. Ich freue mich, dass wir die Wiesn ab heute Abend wieder gemeinsam genießen können“.
Um 18 Uhr teilte die Polizei München mit: Nur noch die Glockenblumenstraße zwischen der Waldmeisterstraße und Adlerfarnstraße seien betroffen. „Die übrigen Anwohner können in ihre Häuser zurückkehren.“

Die Schlangen vor den Eingängen sind bereits lang.
Die Polizei durchsuchte im Zusammenhang mit dem laufenden Großeinsatz die Wohnung des Drohbrief-Verfassers in Starnberg. In einer Mitteilung der Sicherheitskräfte hieß es zuvor: „Im Rahmen der ersten Ermittlungen wurde zudem im Umfeld des Tatorts ein vom Tatverdächtigen verfasstes Schreiben aufgefunden. Dieses enthielt eine unspezifische Sprengstoffdrohung mit Bezug zum Oktoberfest.“
In der Wohnung sollen Handgranaten, Stolperdraht und Sprengfallen gefunden worden sein. Wegen dem Verfasser des Briefes sind Polizei, Feuerwehr und Spezialeinheiten seit dem frühen Mittwochmorgen auch im Stadtteil Lerchenau im Einsatz. Dort soll der 57-jährige Tatverdächtige Martin P. aus Starnberg seinen Vater erschossen haben, seine Mutter (81) und eine 21-Jährige verletzt haben. „Sie befinden sich zur Behandlung im Krankenhaus“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.
Ein Wohnhaus brannte, es gab drei Explosionen und Schüsse fielen. Den Zeugen zufolge sei eine Person gesehen worden, die mit Gegenständen geworfen habe, die dann im Anschluss explodiert seien. Mindestens drei Fahrzeuge brannten im direkten Umfeld aus. In den frühen Morgenstunden wurde so bereits ein Großaufgebot der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes entsendet.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie die durch Schüsse verletzte Mutter des Täters im Garten, im ersten Stock fanden sie eine 21-Jährige, die ebenfalls verletzt war. Laut dem Polizeipräsidenten Thomas Hampel gehe man aktuell davon aus, dass sich die Leiche des 90-jährigen Vaters ebenfalls im Haus befindet, sicher wisse man dies jedoch aufgrund der Hitze in der Wohnung noch nicht. Auch Sprengfallen müssen erst beseitigt werden.
Unweit des Brandortes wurde der Tatverdächtige mit Schussverletzungen tot aufgefunden – Suizid. „Der Tatverdächtige führte einen Rucksack mit sich, in dem sich nach jetzigem Stand eine Sprengvorrichtung befindet, die zunächst entschärft werden muss“, teilte die Polizei mit.

Polizist an einem Fahrzeug in Lerchenau, dass zuvor gebrannt hatte.
Alarm im Wohngebiet: Polizei entschärft Sprengfallen
Offenbar hat Martin P. sein Elternhaus in der Glockenstraße im Norden der Stadt mit Sprengsätzen präpariert und in Brand gesetzt. Anschließend tötete er sich selbst. Mittwochmittag wurde bekannt, dass zwei weitere Personen in dem Haus im Münchener Norden verletzt aufgefunden und geborgen wurden.
Die Polizei hatte am Mittwoch auch gegenüber NIUS von „Familienstreitigkeiten“ als Hintergrund des Dramas im Wohngebiet gesprochen. Demnach habe der Tote sein Elternhaus in Brand gesetzt, nach NIUS-Informationen könnten Erbstreitigkeiten Hintergrund der Tat sein. Auch der Van von P. stand im Wohngebiet in Flammen.
Bisher sei P. polizeilich noch nicht auffällig gewesen, einzig eine selbst eingegangene Anzeige verzeichneten die Behörden. In dieser bestritt er jedoch lediglich die Vaterschaft zu seiner Tochter abstritt.
80 Bewohner im Umkreis des brennenden Hauses können noch immer nicht in ihre Wohnungen zurück, weil es noch keine Sicherheitsentwarnung. Sie wurden zwischenzeitlich evakuiert.

Der Transporter gehörte dem Tatverdächtigen Martin P.
„Antifa heißt Angriff“
Mittwochmittag hieß es dann zudem, die Polizei prüfe einen Zusammenhang mit der Antifa. Auf der Website indymedia.org war am frühen Morgen eine Erklärung gepostet worden. Titel: „Antifa heißt Angriff“ (siehe Foto unten). Darin hieß es: „In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus.“

Bei dem Toten soll es sich nach NIUS-Informationen um Martin P. aus Starnberg handeln. Nach NIUS-Informationen könnte P. Erbstreitigkeiten mit seinen Eltern gehabt haben.

Polizeipräsenz am Mittwoch vor dem Oktoberfest. Es gab eine Sprengstoff-Warnung.

Diese Erklärung der Antifa wird derzeit von Ermittlern geprüft. Stecken Linksextremisten hinter den aktuellen Ereignissen in München?
Inzwischen behauptet die Münchner Polizei laut Münchener Merkur: In Verbindung mit dem Großeinsatz in der Lerchenau wird NICHT gegen die Antifa ermittelt. Zunächst waren entsprechende Ermittlungen allerdings von der Polizei bestätigt worden. NIUS hakte nach, eine Polizeisprecherin antwortete ausweichend: „Dazu kann ich Ihnen leider nichts sagen.“
Auf X erklärte die Polizei München anschließend final: „Nach aktuellem Stand der Ermittlungen handelt es sich bei dem Post auf Indymedia um Trittbrettfahrer. Seitens des Tatverdächtigen besteht kein Bezug zur Antifa.“
Fakt ist: Das Oktoberfestgelände soll nun so schnell wie möglich von einer großen Anzahl Sprengstoffspürhunden abgesucht werden. Die Tiere müssen das Gelände mehrfach absuchen, teilte die Polizei mit.
Am Mittwochvormittag veröffentlichte Münchens Oberbürgermeister ein Videostatement zur aktuellen Lage.
Reiters dramatische Erklärung im Video:
Polizei warnte Bürger vor „extremer Gefahr“!
Fast zeitgleich ließ die Polizei München eine amtliche Gefahrenmeldung auf Smartphones verschicken. Der Hinweis sprach von „extremer Gefahr“! In einer späteren Mitteilung erklärten die Beamten: „Aktuell gibt es keine Hinweise, dass an anderen Orten in München eine Gefahr besteht.“


Polizisten riegeln weite Teile Münchens ab.
Erklärung eines Polizeisprechers am frühen Mittwochmorgen:
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte am frühen Mittwochmorgen erklärt, es liege ein Brief des Täters vor, den man ernst nehmen müsse. Sicherheit habe Vorrang, daher bleibe die Wiesn bis mindestens zum Nachmittag geschlossen.
Rund um den Einsatzort Lerchenauer Straße ist das Gebiet weiträumig abgesperrt. Anwohner und Autofahrer werden gebeten, den Bereich zu meiden. Auch die nahegelegene Grund- und Mittelschule an der Toni-Pfülf-Straße bleibt heute geschlossen.
Mehr NIUS:
Horror-Tat in Hamburg: Inder (31) schlachtet REWE-Mitarbeiter mit Kampfmesser ab
Straßenbahn in Berlin entgleist – 20 Verletzte
Gericht entscheidet: Görlitzer Park muss nachts offen bleiben
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Mehr NIUS:
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Bis zu 35 Euro mehr! ADAC erhöht Mitgliedsbeitrag drastisch
Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt – Frau tot, zwei Vermisste
Ungarns Regierungschef Magyar will Präsident Sulyok zum Rücktritt zwingen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare