Neue Kandidatin für Karlsruhe: SPD nomiert Sigrid Emmenegger fürs Bundesverfassungsgericht
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Nach dem gescheiterten ersten Wahlgang um die Nachfolge von Doris König im Bundesverfassungsgericht hat die SPD eine neue Kandidatin präsentiert: Dr. Sigrid Emmenegger.
In einem gemeinsamen Schreiben an die Abgeordneten der CDU/CSU- und SPD-Fraktion informierten die Parlamentarischen Geschäftsführer Steffen Bilger (CDU/CSU) und Dirk Wiese (SPD) über den Vorschlag. Emmenegger sei derzeit Richterin am Bundesverwaltungsgericht und verfüge über „eine lange und erfolgreiche Praxiserfahrung an verschiedenen Verwaltungsgerichten sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht“. Beide Fraktionen erklärten, sie hätten in persönlichen Gesprächen „ein sehr positives Bild“ von ihr gewonnen und seien von ihrer Eignung überzeugt.

Quelle: Justizministerium Rheinland-Pfalz
Zur Person
Sigrid Emmenegger wurde 1976 in Freiburg im Breisgau geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Uppsala, legte 2002 das erste juristische Staatsexamen ab und promovierte 2005 bei Andreas Voßkuhle. Nach dem zweiten Staatsexamen trat sie 2007 in die rheinland-pfälzische Verwaltungsgerichtsbarkeit ein.
Von 2009 bis 2013 arbeitete Emmenegger als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht. 2010 wurde sie zur Richterin auf Lebenszeit ernannt, ab 2014 war sie am Oberverwaltungsgericht Koblenz tätig, zuletzt als Vizepräsidentin des Verwaltungsgerichts Koblenz. Seit 2020 gehört sie dem Bundesverwaltungsgericht an, aktuell im 11. Revisionssenat (Energieleitungen).
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