NIUS-Reporter kritisiert Wolfsgruß von Türkei-Fans: „Graue Wölfe sind nationalistisch, extremistisch, antisemitisch“
Ein Beitrag von
„Die Ampel steht auf Gelb“ – so begann die Diskussion in der aktuellsten Ausgabe von NIUS Live.
Was bedeutet, dass sich die Granden der Ampelkoalition in einer Nachtsitzung zumindest auf eine Haushaltsidee einigen konnten, wie NIUS-Reporter Julius Böhm treffend beschrieb, als er „Wasser in den Wein“ hineinschüttete. „Erstmal gibt es keinen Haushalt, es gibt eine Einigung der drei Ampelspitzen“, setzte er uns ins Bild und erklärte, dass es aber einen sogenannten Nachtragshaushalt von 11 Milliarden gäbe. Mit dem sich locker 3000 weitere Radwege in Peru finanzieren ließen, möchte man nach kurzem Kopfrechnen hinzufügen.
„Es wurde zwar getrickst, aber verfassungskonform“, fasste Moderator Alex Purrucker das Ende des Dilemmas (bzw. den Anfang eines neuen) treffend zusammen und leitete gleich weiter zum nächsten Thema bzw. Desaster.

NIUS-Reporter Julius Böhm
Das Fleisch ist schwach, wird aber teurer
Die Besteuerung von Fleisch soll nämlich um 43 Prozent teurer werden, wie Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ausgerechnet beim Grillen auf dem Dach des neuen Springer-Gebäudes zum Besten gab, um sich dann einen absoluten (aber mit Sicherheit vegetarischen) Klops zu leisten: „Das merken sie kaum“, sagte er über seine Bürger und somit Arbeitgeber, die sehr wohl merken, dass man inzwischen mit mehr Geld weniger im Supermarkt erwerben kann.
„Wir erleben ja gerade, dass ganz viele Bürger den Cent dreimal umdrehen müssen“, konstatierte NIUS-Reporterin Pauline Voss, was ihr Kollege Julius Böhm gleich sekundierte, indem er den Bogen zur bevor besprochenen Haushaltsdebatte zeichnete. Denn irgendwo muss das Geld für die Wohltaten der Regierung ja herkommen.

NIUS-Reporterin Pauline Voss
Weiterhin verwies Böhm auf den doktrinären Politikstil der Regierung, die „die Art des Reisens, die Art des Sprechens“ gerne durchregulieren möchte, während Voss darauf aufmerksam machte, dass wohl niemand im Lande gegen das Tierwohl sei: „Wenn die Kühe glücklicher sind, profitieren wir alle davon“, sagte sie, worauf Böhm entgegnete, sich auch gerne das teurere Huhn kaufen zu wollen. „Aber besser sollte es schon schmecken.“
Mittelfinger wäre besser gewesen
Koscher sollte es weitergehen, da wir inzwischen in einer Staatskrise mit der Türkei zu stecken scheinen, bei der es um den türkischen Nationalspieler Merih Demiral geht, dessen Jubelgeste – der sogenannte Wolfsgruß – nicht gerade politisch korrekt und unerwünscht war. Pauline Voss erklärte die Geste perfekt, dezidiert und mit gewohnter Perfektion – der Kürze zuliebe sagen wir an dieser Stelle aber einfach, dass besagte Geste dem Hitlergruß in vielen Aspekten nahekommt.

Türkische Fans am Samstagabend mit Wolfsgruß im Stadion
„Frau Faeser hat richtigerweise benannt, dass es ein Symbol der Rechtsextremen ist“, sagte Julius Böhm, der unserer Innenministerin unerwartet Recht gab (auch eine stehengebliebene Uhr zeigt zweimal am Tag die korrekte Zeit), legte aber schmissig nach: „Ich sag‘s mal so: bei den Partybildern auf Sylt hat auch keiner gefragt, ob das jetzt ein Rechtsextremer ist“ und wies weiter darauf hin, dass die Grauen Wölfe die größte rechtsextreme Vereinigung in Deutschland darstellten.
Beide Kommentatoren waren vernichtend im Urteil zu besagter Vereinigung: „Nationalistisch, extremistisch, antisemitisch“, war Voss prägnantes Urteil, während Böhm darauf hinwies, dass diese „Minderheitenfeindlich, undemokratisch“ sei und einen Anspruch darauf erhebe, die Welt zu islamisieren.
Wie „nuttig“ darf man ins Parlament?
Das letzte Thema des Tages musste mit Samthandschuhen angefasst werden, weil es um ein angeblich „nuttiges Outfit“ einer Parlamentarierin ging. Die ein männliches Geschlechtsorgan zwischen den Beinen trägt. Aber dennoch, dass muss hier klar gesagt werden, eine Frau ist – sonst drohen bis zu zehntausend Euro Strafe.

Tessa Ganserer (Grüne) im Parlament
Ob man das Outfit von Frau Tessa Ganserer unbedingt als „nuttig“ bezeichnen muss, wie es der bekennend schwule Mike Dick (genialer Name, übrigens) tat und es gleich mit dem Staatsschutz zu tun bekam, hinterfragte der immer höfliche Julius Böhm schon, kam aber zu dem Schluss dass hier Maß und Mittel ein wenig verwirbelt wurden.
Vortrefflich brachte es Pauline Voss auf den Punkt: „Ganz viele von diesen Transpersonen leben die Karikatur einer Frau“, sagte sie treffsicher und richtig und wird möglicherweise bald Besuch von der Bundespolizei bekommen.
Gestritten, gelacht und diskutiert wird Montag wieder ab 8 Uhr bei NIUS Live, der Nummer Eins Podcast auf Spotify. Die ganze Episode sehen Sie hier:
Mehr NIUS:
Horror-Tat in Hamburg: Inder (31) schlachtet REWE-Mitarbeiter mit Kampfmesser ab
Straßenbahn in Berlin entgleist – 20 Verletzte
Gericht entscheidet: Görlitzer Park muss nachts offen bleiben
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Mehr NIUS:
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Bis zu 35 Euro mehr! ADAC erhöht Mitgliedsbeitrag drastisch
Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt – Frau tot, zwei Vermisste
Ungarns Regierungschef Magyar will Präsident Sulyok zum Rücktritt zwingen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare