Nix Klimakleber-Trend: Immer mehr junge Menschen haben ein Auto
Sie sitzen in Talkshows, treffen Minister oder kleben sich auf die Straße – Klima-Aktivisten bestimmen medial die Debatte darüber, was junge Menschen (angeblich) denken und wie sie mit dem Klimawandel umgehen wollen. Doch offenbar sprechen „Fridays for Future“ und die sogenannte Letzte Generation gar nicht für „die jungen Menschen“ im Land.
Denn junge Menschen scheinen die Verkehrswende gar nicht so sehr zu wollen, wie oft behauptet wird: Sie wollen sich nicht auf die Straße kleben, um den Verkehr aufzuhalten, sie wollen immer selbst häufiger Auto fahren: Denn immer mehr junge Menschen besitzen ein Auto. 188 von 1000 Deutsche zwischen 18 und 24 Jahren besitzen ein eigenes Auto – 2016 waren es noch 164. Das ist ein Plus von knapp 15 Prozent in nur sieben Jahren. Das zeigen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg, über die Bild berichtet.
„Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache. Sie bestätigen unsere Erkenntnisse und unsere Verkehrspolitik. Jede Form der individuellen Mobilität ist und bleibt wichtig für eine freiheitliche Gesellschaft“, schrieb Verkehrsminister Volker Wissung (FDP) dazu bei X (früher Twitter). Ein Plädoyer für ein Angebot unterschiedlicher Mobilitätsformen.
Doch nicht nur bei jungen Menschen ist von einer Auto-Phobie keine Spur: Auch eine Allensbach-Umfrage für den Verband der Automobilindustrie, die die Zeitung zitiert, zeigt, dass fast drei Viertel (74 Prozent) der Bevölkerung das Auto für ihren privaten Alltag für unverzichtbar hält. 49 Prozent sagten das in Bezug auf das Fahrrad und nur 41 Prozent in Bezug auf den öffentlichen Nahverkehr. Nur drei Prozent der Autofahrer sagten, dass sie problemlos auf ihren Pkw verzichten könnten.
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