Paris eröffnet Olympia mit Trans-Abendmahl: Vor 12 Jahren kam noch James Bond mit dem Fallschirm
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Riesen Aufregung um die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Paris! Nachdem eine Gruppe von Drag Queens das ikonische Bild des letzten Abendmahls nachgestellt hatte, empören sich zahlreiche User und Kommentatoren über die Verhöhnung der eigenen Kulturgeschichte und die Anbiederung an einen woken Zeitgeist.
Dabei formieren sich 18 Personen hinter einem langen Laufsteg, auf dem ein DJ-Pult stand. Die Anordnung der Personen erinnert viele Kommentatoren an Leonardo da Vincis „Das letzte Abendmahl“ – allerdings sind Jesus und seine Jünger in dieser Version nur leicht bekleidet, tragen Drag-Kostüme, sind stark geschminkt.
Die Drag Models heißen Nicky Doll, Paloma und Piche, die Aufführung ist Teil des Blocks „Festivity“. Schon zuvor küssten sich bereits zwei Männer, ein Transmodell führte eine Tanzaufführung auf. Diese Teile der Eröffnungsfeier, die vom Art Director und Schauspieler Thomas Jolly entworfen worden ist, sollten dabei die LGTBQ+-Community sichtbar machen. Nach eigenen Aussagen geschah dies mit „der Absicht der Organisatoren, Vielfalt und Inklusion bei dem wichtigsten Sportereignis der Welt zu zeigen“, berichtet die spanische Zeitung Marca.
Offiziell, so der Account der Olympischen Spiele, sei die Aufführung an den griechischen Gott Dionysos angelehnt. Sie solle die Absurdität der Gewalt zwischen Menschen vor Augen.
Das Bild „Das Letzte Abendmahl“ Leonardo Da Vincis zeigt im Original Jesus mit seinen Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung. Jesus sagte damals: „Einer von euch wird mich verraten.“ In der Bibel ist die Geschichte im Evangelium nach Matthäus überliefert. Bei der Eröffnungsfeier wird das Abendmahl von Drag Queens und halbnackten Darstellern nachgestellt, deren Geschlechtsteile sogar kurzzeitig sichtbar werden.

Ein bisschen zu viel Nacktheit?
Einst James Bond und Muhammed Ali – heute Drag
Neben der „Respektlosigkeit“, die einige User bei der Inszenierung beklagen, merkten viele Beobachter an, wie sehr sich Eröffnungsfeiern verändert haben. Die Zeremonien gehören mitunter zu den ikonischen Momenten der nachfolgenden Olympischen Spiele. 1996 in Atlanta übergab im Rahmen der Zeremonie etwa Janet Evans das olympische Feuer an den Boxer Muhammad Ali, der damals bereits an Parkinson litt und Olympia inaugurierte. US-Präsidenten Bill Clinton zeigte sich damals zu Tränen gerührt. 2012 trat die Queen gemeinsam mit James Bond auf, um die Spiele zu eröffnen.
Doch nicht nur die Abendmahl-Szenen irritieren, sondern auch ein Werbeclip bei France 2, der am Abend der Eröffnungsfeier gezeigt wurde. Dort wurde eine erotische Szene einer Dreiecksbeziehung gezeigt. Dabei küssen und berühren sich bunt gekleidete Personen, ein schwarzer Mann kommt hinzu. Es wehen Regenbogenflaggen, laszive Musik läuft. Viele Kommentatoren fühlten sich dabei an Pornografie erinnert. Offiziell soll die Arbeit die Werke der französischen Dramaturgen Pierre Carlet de Marivaux und Alfred de Musset in die Neuzeit überführen.
Kommentatoren sehen „woke Dystopie“
Der unabhängige Journalist Kyle Becker schrieb, die Olympischen Spiele hätten sich einer „woken Dystopie“ hingegeben. Die Eröffnungszeremonie zeige, dass „christliche Werte nicht mehr willkommen sind“. Der deutsche Finanzexperte Marc Friedrich schrieb auf X: „Ich war mal naiv, weil ich dachte, bei Olympia geht es um Fitness, Gesundheit und darum, in seinem Körper glücklich zu sein.“
Die französische Rechtspolitikerin Marion Maréchal teilte mit: „Allen Christen auf der ganzen Welt, die die Eröffnung schauen zuschauen und sich durch diese Drag-Queen-Parodie des letzten Abendmahls beleidigt fühlen, sei gesagt: Hier spricht nicht Frankreich, sondern eine linke Minderheit, die zu jeder Provokation bereit ist.“ Der Autor und Aktivist Olli London schrieb, der Westen sei „gefallen“.
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