Ricarda Lang meldet sich nach Rücktritt zu Wort – und warnt ihre Partei vor Robert Habeck!
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Dass der Rücktritt der Grünen-Spitze auf Druck von Robert Habeck erfolgte, liegt auf der Hand. In einem Interview behauptet Ricarda Lang nun das Gegenteil – und schießt trotzdem gegen den Vizekanzler!
In der ARD-Sendung „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Ricarda Lang“, die am Montagabend ausgestrahlt wird, weist Lang entschieden zurück, dass Habeck sie zum Rücktritt gedrängt habe: „Nein, das stimmt nicht“, behauptet sie. Es sei unpassend, so zu tun, als ob eine junge Frau für so einen Entschluss einen Strippenzieher brauche. „Ich treffe meine Entscheidung schon alleine.“
Warnung vor Machtmensch Habeck

Lang und Nouripour bei der Verkündung ihres Rücktritts vergangene Woche
Lang beteuert in der Sendung, ihr Verhältnis zu Habeck sei weiter kollegial. Doch dann warnt sie ihre Partei vor Machtmensch Habeck! Die Partei, so Lang, dürfe den Teamgedanken nicht vernachlässigen, um nur auf einen einzelnen starken Mann an der Spitze zu setzen. „Ich glaube, das wäre der falsche Weg.“
Baerbock: „Er ist auf jeden Fall der richtige Mann für uns.“
Habeck will die Kanzlerkandidatur der Grünen zur Bundestagswahl. Offiziell ist die Entscheidung noch nicht gefallen, doch Außenministerin und Konkurrentin Annalena Baerbock stellte sich bereits hinter ihn. „Er ist auf jeden Fall der richtige Mann für uns in diesem herausfordernden Bundestagswahlkampf“, sagte Baerbock im ARD-Bericht aus Berlin.
Lang zeigt sich in dem Interview auch emotional: „Ich habe die letzten Jahre unfassbares Herzblut in diesen Laden gesteckt. Dieser Schritt war schmerzhaft für mich, der war hart für mich, der war emotional für mich.“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Grünen stärker als je zuvor als „Elitenprojekt“ wahrgenommen würden. „Wir werden niemals in die Breite der Gesellschaft kommen, solange wir so wahrgenommen werden“, so Lang.
Am Wochenende hatte Lang auch auf X ein Lebenszeichen nach dem Rückzug gegeben: „Danke für die vielen lieben Nachrichten in den letzten Tagen! Ich habe mir das Wochenende ein bisschen Zeit mit bei meiner Mutter auf der schwäbischen Alb genommen, um den Kopf frei zu bekommen.“ Dazu zeigte sie sich mit ihrem Ehemann.
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