Rot-grüne Idee gegen Wohnungsmangel: Münchens Studenten haben keinen Bock auf Camping-Wohnheim!
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Wohnen in München ist richtig teuer! Mieter zahlen in der bayerischen Hauptstadt im Schnitt 17,26 Euro pro Quadratmeter.
Studenten treffen die hohen Mieten besonders hart, viele stehen in diesem Semester ohne Wohnung da. Die rot-grüne Lösung hieß: Kommt doch auf den Campingplatz. Doch kaum ein Student ging hin.
Unfassbare sechs Semester – also drei Jahre – beträgt die Wartezeit für ein WG-Zimmer im Studentenwohnheim. Auf der Warteliste stehen über 12.000 Studenten – so viele wie im Eifel-Städtchen Monschau leben. Freie Plätze gibt es aber nur 9.000!

Ein aktuelles WG-Angebot in München. Ein neun Quadratmeter großes Zimmer für 720 Euro – Wahnsinn!
Kostengünstige Lösung: Campingplatz
SPD und Grüne hatten deshalb die Idee, Studenten vorübergehend und kostengünstig auf einem Campingplatz unterzubringen. Die Studenten könnten sich dann einen Camper ausleihen und auf dem Campingplatz Thalkirchen wohnen, so der Plan. Betreiber des Platzes ist die Münchener Raumentwicklungsgesellschaft. SPD-Stadträtin Simone Burger bezeichnete die Idee damals bereits als „Notlösung“.

Seit 2019 wird das ehemalige olympische Dorf in München als Studentenwohnheim genutzt.
Im Prinzip eine romantische Idee, doch auch ziemlich naiv. Denn die Studenten hatten ganz offnsichtlich keine Lust auf das Angebot. Wie mehrere Lokalmedien berichten, ist auf dem Campingplatz kaum ein Student anzutreffen.
Ein Grund dafür könnten die aktuellen Temperaturen sein – nachts ist es teils schon recht frostig. Ein anderer Grund: die Entfernung. Der Campingplatz ist 15 Kilometer vom Englischen Garten entfernt.
Das Campingplatz-Drama von München: ein weiteres Beispiel für wirklichkeitsferne rot-grüne Politik. Seit 1946 wird München – mit wenigen Ausnahmen – von einer SPD-geführten Stadtratsmehrheit regiert. Für ausreichenden sozialen Wohnungsbau fehlte offenbar die Zeit.
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