Schwere Schäden nach Jahrhundert-Sturmflut an der Ostsee
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Die Sturmflut an der Ostsee hat schwere Verwüstungen angerichtet. Der Katastrophenschutz rechnet mit einem Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Mit dem Abflauen des Sturms sind die Wasserstände an der Ostseeküste am Samstag morgen wieder gesunken.
In Schleswig-Holstein wurden am Freitag rund 2.000 Personen evakuiert. In Eckernförde hatten die Behörden gegen 23:30 Uhr am Freitag Abend die Menschen in Teilen der Altstadt von Eckernförde aufgerufen, freiwillig ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Teile der Stadt standen zeitweise unter Wasser.
Auch in der Gemeinde Maasholm im Kreis Schleswig-Flensburg mussten zahlreiche Menschen ihre Häuser verlassen. Einsatzkräfte hatten am Freitagabend den Deich in dem 600-Einwohner-Ort aufgegeben. In vielen Orten wurde aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet, teilte das Kieler Innenministerium mit.

Ein Sperrschild steht im ansteigenden Hochwasser.
In Flensburg verzeichneten die Behörden einen Jahrhundertwasserstand. Gegen Mitternacht kletterte der Pegel in der Stadt an der Förde auf 2,27 Meter über dem mittleren Wasserstand, wie das Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Rostock meldete.
„Zuletzt gab es dort ein solches Hochwasser im Jahr 1904“, erklärte eine Sprecherin des BSH. Die Stadtwerke stellten aus Sicherheitsgründen auch hier in Teilen des Hafens den Strom ab. Gegen 6:00 Uhr lag der Pegel am Samstag noch 1,63 Meter über dem Normalwert.

Das Wasser aus der Schlei überschwemmt einen Bootshafen.
Auf der Insel Fehmarn kam unterdessen eine Frau ums Leben. Ein Baum stürzte auf ihr Auto.
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