„Schwierige Situation“: RTL streicht rund 600 Jobs!
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Massiver Stellenabbau! RTL Deutschland streicht 600 Jobs. Hintergrund sind vor allem die anhaltende Rezession und die schwachen TV-Werbemärkte.
„Es gibt zwei große Herausforderungen, die wir lösen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein“, sagte RTL-Deutschlandchef Stephan Schmitter am Dienstagvormittag. Eine davon sei der tiefgreifende Wandel im Medienmarkt, die andere die schwierige konjunkturelle Lage. Zuvor hatte die Wirtschaftswoche über einen großen Stellenabbau bei dem zum Medienkonzern Bertelsmann gehörenden Unternehmen berichtet.
Die 600 betroffenen Stellen umfassen RTL Deutschland zufolge sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. Gemeinsam mit den Betriebsräten sei ein spezielles Abfindungsprogramm entwickelt, um betroffene Beschäftigte zu unterstützen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen demnach möglichst vermieden werden.

Erst vor wenigen Tagen moderierte Wolfram Kons das 30-jährige Jubiläum des RTL-Spendenmarathons. Intern ist den Mitarbeitern des Senders nicht zum Feiern zumute.
Seit 2019 sind RTL zufolge die linearen TV-Werbeumsätze in Deutschland um mehr als 20 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe der Konzern massiv in den Ausbau des Streamingdienstes RTL+ investiert, dessen Abonnentenzahl auf über 6,6 Millionen gestiegen ist. „Diese Gesamtsituation macht es zwingend notwendig, dass wir uns jetzt strukturell neu aufstellen“, sagte Schmitter.
Der geplante Abbau soll laut Wirtschaftswoche über die gesamte deutsche Sendergruppe erstrecken. Neben RTL selbst wären damit auch Vox, n-tv und der Streamingdienst RTL+ betroffen. Mehrere Teilbetriebe sollen demnach komplett eingestellt werden – in diesen Bereichen sei mit betriebsbedingten Kündigungen zu rechnen.
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