Sie stürmten empört von der Tanzfläche! „Döp-dö-dö-döp“ vergrault Gäste von CDU-Hoffest in Berlin
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Das Hoffest des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner (CDU), nahm gestern kurz nach 2 Uhr nachts ein abruptes Ende. Linke Gäste flüchteten vor „Döp-dö-dö-döp“! Und alle anderen hatten offenbar auch Angst, zum stigmatisierten Song zu tanzen.
Was war passiert? Der DJ hatte im Keller des Roten Rathauses die Originalversion des Songs „L‘Amour toujours“ aufgelegt. Mehr nicht! Doch das reichte laut Tagesspiegel zum Party-Crash.
Der Titel hatte vor Kurzem in einer von Rechtsextremen umgedichteten Version („Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“) für jede Menge Aufregung gesorgt, woraufhin aus unerfindlichen Gründen auch die harmlose Originalversion von Gigi D’Agostino – ein Liebeslied – fast überall in Deutschland gecancelt wurde.

Kreuzbergs Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) empörte sich: „Das geht GAR NICHT!“
Hier können Sie den Skandal um den Song noch mal nachlesen:
- Nach Gesängen der Sylt-Schnösel: „L’Amour toujours“-Verbot beim Oktoberfest
- Deutschland mach dich locker! Der Sylt-Hit ist ein Meme
„Das geht GAR NICHT!“
Als am späten Dienstagabend die berüchtigten Anfangsakkorde auf der Tanzfläche des Hoffests (4000 geladene Gäste) erklangen, gab es laut Tagesspiegel Buh-Rufe. Dann verließen Gäste voller Empörung die Tanzfläche! Unter anderem soll die grüne Kreuzberger Bürgermeisterin Monika Herrmann aus Protest gegangen sein. Im Hof soll sie erst mal eine Wut-Zigarette geraucht haben. „Das geht gar nicht!“, sagte sie zum Tagesspiegel. „Kai kann nichts dafür, er ist schon weg. Aber was soll das?!“
Berlins Regierender hat den Döp-dö-dö-döp-Skandal auf seiner Party also gar nicht mehr mitbekommen. Der DJ verteidigte seine Musikauswahl laut Tagesspiegel aber noch in der Nacht. Er sagte: „Das ist ein großartiger Song, den lasse ich mir von Nazis nicht verderben.“ Dennoch blieb die Tanzfläche leer – und zehn Minuten später war die Party dann ganz vorbei.
Wegner will den DJ feuern
Am Tag danach äußerte sich Kai Wegner zum Döp-Skandal im Roten Rathaus: „Solche Musik gehört nicht ins Rote Rathaus – weder dieses noch nächstes Jahr“, sagte er gegenüber Bild. Er sei, als das Lied lief, gerade draußen gewesen und habe es nicht mitbekommen. Die Stimmung beim Hoffest sei zwar gut gewesen, den Song fände Wegner aber „absolut geschmacklos“.
Der Regierende ist scheinbar richtig sauer auf den DJ. Wegner kündigte an: „Wir müssen ja nicht zwingend jedes Jahr den gleichen DJ Musik machen lassen.“
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