Sorge um US-Präsident nach neuestem Sturz: Wie krank ist Biden wirklich?
- Nachdem US-Präsident Biden zum wiederholten Male in der Öffentlichkeit gestolpert und gestürzt ist, nimmt die Debatte um seine Gesundheit neue Fahrt auf.
- Biden ist der älteste US-Präsident aller Zeiten - und will bis zu seinem 86. Lebensjahr noch im Amt bleiben.
- Der Greis wird zunehmend zur Belastung für die US-Demokraten.
US-Präsident Joe Biden stolpert bei einer Abschlusszeremonie der amerikanischen Luftwaffe über einen Sandsack. Der 80-Jährige stürzt, ihm muss aufgeholfen werden.
Was jedem, gerade jedem Senioren mal passieren kann, ist für Biden längst ein Politikum. Denn es ist nicht das erste mal, dass der US-Präsident in der Öffentlichkeit stolpert, fällt und patzt. Die Opposition stellt den ältesten US-Präsidenten aller Zeiten gerne als senil, dement und amtsunfähig dar - und Biden liefert immer wieder Munition dafür. Die Liste an Stolper- und Sturzvorfällen ist lang. Wiederholt wurde zum Beispiel die Treppe der Air Force One zur Herausforderung für den Senioren: Diverse Videos zeigen, wie Biden beim Besteigen der Präsidentenmaschine stolpert oder ausrutscht. In der Vergangenheit nutzte er deswegen auch schon eine deutlich kürzere Treppe im Rumpfbereich des Flugzeugs.
Auch ein Video aus dem vergangenen Sommer sorgte für Diskussionen: Es zeigte den US-Präsidenten, wie er im Stand von einem Fahrrad fällt, nachdem er sich mit einer Radtour als besonders fit inszenieren wollte.
Oft wirkt der Präsident auch verwirrt - mehrere Videos zeigen, wie Biden zum Abschluss von Reden Hände schütteln will, die gar nicht da sind. Dazu kommen auch immer wiederkehrende sprachliche Ausrutscher.
Selbst Konkurrent Donald Trump äußerte sich nach dem jüngsten Sturz seines Amtsnachfolgers besorgt: "Ich hoffe, es geht ihm gut", erklärte der Republikaner, nachdem er auf den Vorfall angesprochen wurde.
Biden wird zur Belastung: Sind die Demokraten Geiseln eines Greises?
Mittlerweile ist die Frage nach Bidens Gesundheit nicht nur eine, die Trump, die Republikaner oder konservative Medien wie Fox News stellen: Auch mittig- und klar linksorientierte Medien wie CNN besprechen mittlerweile offen, ob Biden nicht zu krank oder einfach zu alt ist, um sein Amt fortzuführen. Der bereits jetzt älteste US-Präsident wäre, sollte er für eine zweite Amtszeit gewählt werden, mit 86 Jahren noch im Amt. Biden selbst sieht in seinem Alter kein Problem - im Gegenteil. „Ich habe verdammt viel Weisheit erlangt. Ich weiß mehr als die große Mehrheit der Menschen", sagte Biden im Mai in einem Interview im US-Fernsehen. Er sei die erfahrenste Person, die sich jemals für den Posten zu Verfügung gestellt habe.
Umfragen zeigen aber, dass die Mehrheit der Amerikaner der Meinung ist, dass Biden nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren sollte. Für viele ist sein Alter der Grund. Laut einer jüngsten Erhebung des Fernsehsenders ABC und der Washington Post halten 68 Prozent der Befragten Joe Biden für zu alt, um noch eine weitere Amtszeit als Präsident wahrzunehmen. Trump hingegen hielten nur 44 Prozent für zu alt. Er schafft es im Gegensatz zu Biden, sich ein Image von geistiger Schärfe und körperlicher Gesundheit zu bewahren. Das könnte zum Problem für die Demokraten werden: 2020 gewann Biden nur knapp gegen Trump. Bei der Wahl im nächsten Jahr könnte es umgekehrt ausgehen. Doch neben sich lässt Biden keine Alternativen zu: Seine Vizepräsidentin ist zu unbeliebt und blass, und andere Vertreter der Demokraten wagen sich nicht aus der Deckung.
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