Tote und Verletzte nach Schüssen an der Karls-Universität: Das soll der Amokläufer von Prag sein
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An der Karls-Universität in der Innenstadt von Prag hat ein Attentäter mindestens zehn Menschen getötet und über 30 Personen verletzt. Der Schütze ist nach Angaben der Polizei bereits tot. „Der Schütze wurde eliminiert! Das gesamte Gebäude wird derzeit evakuiert, es gibt mehrere Tote und Dutzende von Verletzten“, teilte die Polizei bei X mit. Beim Täter soll es sich um einen 24jährigen tschechischen Staatsbürger namens David Kozak handeln.
Die Angaben sind von den Behörden noch nicht verifiziert. Er soll sich nach seinem Amoklauf selbst umgebracht haben. In den sozialen Netzwerken kursieren Chats von Kozak, in denen er ankündigt, dass er die Welt hasst und sie mit so viel Schmerz wie möglich verlassen will.
„Im Moment gibt es elf Tote am Tatort, einschließlich des Schützen“, bestätigte die Sprecherin des Rettungsdienstes, Jana Postova, dem tschechischen Fernsehen. In der Zwischenzeit ist in der Region Mittelböhmen ein erschossener Mann gefunden worden. Bisher unbestätigten Angaben zufolge soll es sich bei dem Toten um den Vater des Schützen handeln, welcher offenbar zuerst umgebracht worden ist, berichet die Bild.

Die Polizei sperrte die Straßen rund um die Universität ab.
Nach ersten Informationen soll es zu dem Amoklauf an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität am Jan-Palach-Platz gekommen sein. Ein zweiter Schütze sei nicht bestätigt worden und es bestehe keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit, sagte Innenminister Vít Rakušan. Berichten zufolge handelte es sich bei der Tatwaffe um ein ziviles AR-15-Gewehr mit 5,56 mm Kaliber und Zielfernrohr.
Auf Videos aus den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie die Menschen angsterfüllt fliehen:
Der Jan-Palach-Platz befindet sich nur wenige hundert Meter von der bekannten Karlsbrücke entfernt, dem Wahrzeichen der Stadt an der Moldau. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und sperrte die Straßen rund um die Universität. Sie rief dazu auf, die Gegend weiträumig zu meiden. Anwohner sollten nicht aus dem Haus gehen.

Studenten verstecken sich auf dem Dach der Universität.
Auf Fotos war zu sehen, wie Studenten das Universitätsgebäude mit erhobenen Armen verlassen. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Nova soll sich der Schütze zuletzt auf dem Dach des Fakultätsgebäudes aufgehalten haben. Auch eine Explosion sei demnach zu hören gewesen.
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