Trauerfeier in Offenburg: Deutschland nimmt Abschied von Wolfgang Schäuble
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Am zweiten Weihnachtsfeiertag starb Wolfgang Schäuble in seiner Heimatstadt in Offenburg im Alter von 81 Jahren im Kreise der Familie. Heute wird er dort zu Grabe getragen. Spitzenpolitiker und Normalbürger nehmen seit Freitagvormittag im Rahmen einer großen Trauerfeier Abschied.
Schäubles Familie hatte den Kreis der Eingeladenen nicht eingegrenzt, große Namen der deutschen Politik trauern zur Stunde Seite an an Seite mit Normalbürgern um den verstorbenen Ex-Minister und CDU-Parteivorsitzenden Wolfgang Schäuble. Den öffentlich übertragenen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche leitet die Landesbischöfin von Baden, Heike Springhart.

CDU-Chef Friedrich Merz am Freitagvormittag in Offenburg
Als Redner sind Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und der CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz angekündigt. Sprechen werden auch CDU-Landeschef Manuel Hagel, Oberbürgermeister Marco Steffens (CDU) und Schäubles Tochter, ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, wie die Stadt Offenburg berichtete.
Schäuble war am 26. Dezember im Alter von 81 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben.

Witwe Ingrid Schäuble und Tochter Christine Strobl auf dem Weg in die Kirche
Im Vorfeld der Trauerfeier wurde bekannt, dass Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht an der Trauerfeuer teilnehmen wird. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67) wird nicht teilnehmen. Stattdessen ordnete er einen Trauerstaatsakt in Berlin an, der am 22. Januar stattfinden wird.

Auch Bundesinnenminsterin Nancy Faeser (SPD) reiste zur Trauerfeier nach Offenburg
Das politische Berlin wird sich am 22. Januar von Schäuble verabschieden. An diesem Tag wird der Bundestag den Trauerstaatsakt im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes ausrichten. Es werden die Spitzen des deutschen Staates – voran Steinmeier – und Hunderte Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will dem Trauerstaatsakt ebenfalls beiwohnen. Das bestätigte der französische Élyséepalast.

Der Ex-Kanzlerkandidat und Ex-CDU-Vorsitzende Armin Laschet
Schäuble prägte in zahlreichen hochrangigen Ämtern die Politik der Bundesrepublik, so unterschrieb er den Einigungsvertrag für die Bundesrepublik. In seiner politischen Laufbahn war der Badener Minister, CDU-Chef, Fraktionsvorsitzender und Präsident des Deutschen Bundestages. Niemand gehörte dem Parlament länger an als er. Sein Wirken wurde zuletzt über die Parteigrenzen gewürdigt. Steinmeier nannte Schäuble einen „Glücksfall für die deutsche Geschichte“.

Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (SPD) auf dem Weg zur Trauerfeier
Schäuble wurde am 18. September 1942 in Freiburg geboren. Den studierten Juristen zog es früh in die Politik. 1965 trat er in die CDU ein. 1972 errang er erstmals ein Mandat für den Bundestag, dem er über ein halbes Jahrhundert bis zu seinem Tod angehörte. Jedes Mal holte er in seinem Wahlkreis Offenburg das Direktmandat.
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