Trumps Sondergesandter Kellogg: Ist das der Mann, der den Ukraine-Krieg beendet?
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Der künftige US-Präsident Donald Trump hat einen Sondergesandten für die Ukraine und Russland nominiert, um den Krieg zu beenden: Keith Kellogg, Generalleutnant der US Army im Ruhestand. Der hat schon einen Plan.
Kellogg, schon 80 Jahre alt, ist ein erfahrener Militär und Vietnam-Veteran, der beeindruckende 26 Orden und Auszeichnungen vorzuweisen hat. Er war bereits während Trumps erster Amtszeit von 2017 bis Anfang 2021 Stabschef des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus und Sicherheitsberater des damaligen Vizepräsidenten Mike Pence. Derzeit ist er Ko-Vorsitzender des Zentrums für amerikanische Sicherheit am America First Policy Institute (AFPI), das von mehreren jetzt nominierten Mitgliedern der neuen Trump-Regierung geleitet wird.
Trump hat schon vor längerer Zeit angekündigt, den Krieg in der Ukraine an seinem ersten Tag im Oval Office zu beenden. Kellogg soll nun dem designierten Präsidenten einen 30-seitigen Plan zur Beendigung des Konflikts vorgelegt haben, der Trumps Zustimmung bekommen habe.
Ukraine soll „aus einer Position der Stärke“ verhandeln
Der Plan, den er mit dem ehemaligen Stabschef des Nationalen Sicherheitsrats unter Trump, Fred Fleitz, entworfen hat, sieht demnach vor, die Frontlinien an ihren aktuellen Positionen einzufrieren und die Regierungen in Kiew und Moskau an den Verhandlungstisch zu zwingen. Anders als von Trumps Gegnern behauptet und in den Medien kolportiert, wirft der Präsident die Ukraine jedoch nicht Putin zum Fraß vor, sondern will die Ukraine „aus einer Position der Stärke“ verhandeln lassen.

Ab 2017 diente Kellogg als Stabschef des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus.
Zuckerbrot und Peitsche: „Ihr müsst an den Verhandlungstisch kommen“
Dem Vorschlag zufolge würden die USA der Ukraine nur weitere Waffen liefern, wenn sie in Friedensgespräche eintritt. „Wir sagen den Ukrainern: ‚Ihr müsst an den Verhandlungstisch kommen. Sonst trocknet die Hilfe von den Vereinigten Staaten aus.‘“, sagte Kellogg in einem Interview mit Fox News. „Und wir sagen Putin: ‚Du musst an den Verhandlungstisch kommen. Sonst geben wir den Ukrainern alles, was sie brauchen, um dich auf dem Schlachtfeld zu erledigen.‘“
Die Vereinigten Staaten würden die Ukraine nach einem Waffenstillstand weiter mit Waffen zur Verteidigung und zur Verhinderung eines weiteren Vorrückens der russischen Truppen versorgen. Putin soll dafür zugesagt werden, dass die von Präsident Wolodymyr Selenskyj angestrebte Nato-Mitgliedschaft der Ukraine „für einen längeren Zeitraum“ vom Tisch sei.
Offenbar war auch Richard Grenell, Trumps ehemaliger stellvertretender Direktor des nationalen Nachrichtendienstes, im Rennen um den Posten des Sondergesandten. Bei einem Bloomberg-Rundtischgespräch im Juli hatte sich Grenell für die Schaffung „autonomer Zonen“ als Mittel zur Beilegung des Konflikts ausgesprochen.
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