UKRAINE-KRIEG: Ukrainische Offensive zurückgeschlagen? Russen-Kommandeur widerspricht Kreml-Darstellung
Ein Beitrag von
- Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg gibt es hier in unserem News-Blog.
Montag, 5. Juni
8:50 Uhr: Ukrainische Offensive zurückgeschlagen? Russen-Kommandeur widerspricht Kreml-Darstellung
Der russische Feldkommandeur Alexander Chodakowski hat Moskauer Erfolgsmeldungen über das Scheitern einer ukrainischen Großoffensive im Donbass widersprochen. Bisher werde der Feind „von Erfolg begleitet“, schrieb Chodakowski am Montag auf seinem Telegram-Kanal. Seiner Darstellung nach handelt es sich bei den Angriffen westlich von Wuhledar um eine begrenzte taktische Operation der Ukrainer. Chodakowski leitete seit 2014 die Brigade „Wostok“ der Separatisten im Donbass-Gebiet. Seine Einheiten wurden nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine in die russische Nationalgarde eingegliedert.
Zunächst hätten die ukrainischen Truppen den Eindruck erweckt, den Druck auf den Frontabschnitt Welika Nowosilka zu verstärken, wo ihnen Sonntag bereits ein Durchbruch gelungen sei. Währenddessen sei ein Stoßtrupp fast unbemerkt weiter östlich bei der Ortschaft Nowodonezke vorgedrungen. „Traditionell den Funkverkehr störend, ist es dem Feind gelungen, uns in eine schwierige Lage zu bringen“, schrieb Chodakowski. Die Lage sei im Fluss.
In der Nacht zum Montag hatte Russland Armeesprecher Igor Konaschenkow erklärt, Moskau sei es gelungen, eine ukrainische Großoffensive im südlichen Teil des Gebietes Donezk zu vereiteln. Von Kiewer Seite wurden diese Berichte nicht bestätigt. Der Lagebericht des ukrainischen Generalstabs vermerkt am Montag keine besonderen Aktivitäten in der Region. Dort hieß es lediglich, dass Wuhledar und die anliegenden Ortschaften von russischer Seite beschossen worden seien.
Sonntag, 4. Juni
11:04 Uhr: Abgeordneter aus Putin-Partei kritisiert Kriegsverlauf: „Haben wir irgendwelche Fortschritte gemacht?“
Die Kritik an der Kriegsführung Russlands nimmt innerhalb des Landes zu, da die russischen Truppen keine militärischen Siege gegen die ukrainischen Streitkräfte erzielen können. Selbst aus den Reihen der Parlamentsfraktion der Putin-Partei „Geeintes Russland“ werden nun Anschuldigungen laut. Konstantin Satulin, ein prominenter Abgeordneter, äußerte öffentlich seine Unzufriedenheit und Kritik an den Fehlern Moskaus während einer Konferenz. Darüber berichten Focus und der BR.
Satulin argumentierte, dass die „militärische Spezialoperation" von Beginn an als "Krieg" hätte bezeichnet werden sollen. Er kritisierte, dass es eine Fehleinschätzung war zu glauben, der Krieg könnte in wenigen Tagen gewonnen werden undn beklagte, dass auch keines der vom Kreml gesetzten Kriegsziele erreicht wurde. „Erinnern Sie sich an die ursprünglichen Ziele, die wir zu Beginn der Militäroperation verkündet haben? Entnazifizierung, Entmilitarisierung, Neutralität der Ukraine und Schutz der Bewohner der Volksrepubliken Donezk und Luhansk, die ständig leiden", zitierte der Politiker. „Haben wir bei irgendeinem dieser Punkte Fortschritte gemacht? Bei keinem. Einige von ihnen sind sogar irrelevant geworden, wie die 'Neutralität der Ukraine'. Was bedeutet diese Forderung jetzt? Nichts. Sie wird nicht mehr neutral sein, wenn sie überlebt."
Solche Äußerungen von Abgeordneten sind ungewöhnlich. Dennoch unterstützt Satulin den Krieg, und ist voll auf Kreml-Linie. Auf die Frage, ob die Ukraine als Staat überleben werde, antwortete der Abgeordnete bejahend. „Unsere Kräfte reichen nicht aus, um das zu verhindern, angesichts der Unterstützung, die sie erhält", sagte er in Bezug auf die westliche Hilfe für die Ukraine. „Sie wird weiter existieren, das kann ich Ihnen sagen. Sie wird bestehen bleiben. Weil wir nicht genug Kraft haben, das angesichts der Unterstützung, die sie [aus dem Westen] erhält, zu ändern. Sie wird weiter existieren." Der Abgeordnete behauptete, der Kreml sei sich dessen völlig bewusst. Trotzdem könne sich Russland einen Waffenstillstand nicht leisten: "Wenn wir jetzt das Feuer einstellen, wäre dies das Scheitern dieses Vorhabens, dieses Plans, der von Anfang an bestand. Das ist offensichtlich."
Samstag, 3. Juni
5:39 Uhr: Pro-ukrainische Truppen rücken mit Panzern in Russland vor
Die pro-ukrainischen russischen Einheiten „Russisches Freiwilligenkorps“ und „Legion freies Russland“ haben schon mehrfach die Grenze zu Russland überquert, wobei sie kurzzeitig kleine Dörfer besetzten, bevor sie sich wieder zurückzogen. Nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Seit Freitag toben schwere Kämpfe in mehreren russischen Grenzdörfern, in denen sich die russische Armee und die ukrainefreundlichen Anti-Putin-Rebellen gegenseitig mit schweren Waffen bekämpfen.
Angriffe auf Schebekino: In Schebekino, einer kleinen Stadt mit 39.000 Einwohnern, haben nach russischen Angaben zahlreiche Raketen und Artilleriegeschosse eingeschlagen. Von russischer Seite wird behauptet, dass dies „willkürlich“ geschah, Bildmaterial zeigt jedoch, dass die Rebellen gezielt auf Regierungsgebäude und Polizeistationen feuerten. Hunderte von Einwohnern flohen aus der Stadt.
Zum ersten Mal rücken pro-ukrainischen Gruppierungen auch mit Panzern in diese Gebiete vor. Putin’s Truppen setzen Mehrfachraketenwerfer und sogar thermobarische Waffen ein, um den Vorstoß der von der Ukraine unterstützten Kämpfer um jeden Preis zu stoppen.
Drohnenbilder zeigen dichte Rauchwolken über den Städten Nowaja Tawolschanka und Titowka. Die Rebellen haben die Bewohner dazu aufgerufen, das Kampfgebiet zu verlassen oder in ihren Kellern Schutz zu suchen.
Mittwoch, 31. Mai
Nach Drohnenattacken: Moskau droht mit Vergeltung
Nach den Drohnenangriffen in Moskau hat Russland der Ukraine mit Vergeltungsschlägen gedroht. Neben Kremlchef Wladimir Putin, der Kiew Terror vorwarf und eine Reaktion ankündigte, schwor sein enger Vertrauter Ramsan Kadyrow Rache: Der Anführer der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus forderte die Verhängung des Kriegsrechts in Russland, um härter gegen die Ukraine vorzugehen. Die immer wieder von Russland angegriffene Ukraine hatte eine direkte Verantwortung für die Attacken gegen Moskau zurückgewiesen.
„Wir werden in der Zone der militärischen Spezialoperation bald zeigen, was Rache im ganzen Sinne des Wortes ist“, schrieb Kadyrow in seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram. Einmal mehr drohte er auch Westeuropa mit russischen Angriffen, Russland könne an die Türen zum Beispiel Deutschlands oder Polens klopfen, meinte er.
Während Moskau erst seit kurzem Schauplatz derartiger Drohnenattacken ist, berichten vor allem auch grenznahe Regionen zur Ukraine schon seit längerem immer wieder von Angriffen mit Artillerie und Drohnen aus dem Nachbarland. Der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkiw, meldete am Dienstagabend neuen Beschuss der Region von ukrainischer Seite. Es gebe einen Toten und Verletzte.
In der russischen Hauptstadt hatte die Flugabwehr am Dienstagmorgen mehrere Drohnen abgeschossen. Nach Angaben der Behörden wurden mehrere Häuser beschädigt und zwei Menschen verletzt. Woher die Drohnen kamen, blieb unklar. Bereits Anfang Mai war ein Drohnenangriff über dem Kreml abgewehrt worden. Kremlchef Putin lobte die Arbeit der Luftverteidigung, sagte aber auch, dass sie dichter und besser werden müsse.
Weißes Haus: Unterstützen keine Angriffe innerhalb Russlands
Die US-Regierung bekräftigte nach den Drohnenangriffen auf Moskau, sie unterstütze keine Angriffe innerhalb Russlands. „Wir haben uns nicht nur öffentlich, sondern auch privat gegenüber den Ukrainern klar geäußert, aber wir wollen uns nicht auf Hypothesen einlassen“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, in Washington. Man sammle derzeit Informationen, um herauszufinden, was genau passiert sei. Gleichzeitig machte sie deutlich: „Wir unterstützen keine Angriffe innerhalb Russlands. Punkt.“
Dagegen hat die Ukraine nach Meinung des britischen Außenministers James Cleverly das Recht, zum Zweck der Selbstverteidigung auch Ziele auf russischem Staatsgebiet anzugreifen. „Legitime militärische Ziele außerhalb ihrer eigenen Grenze sind Teil des Selbstverteidigungsrechts der Ukraine“, sagte Cleverly am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit seinem estnischen Amtskollegen Margus Tsahkna in Estlands Hauptstadt Tallinn. Zu den auf Moskau niedergegangenen Drohnen wollte sich Cleverly nicht äußern.
Selenskyj lobt Entschlossenheit von Kanzler Scholz
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würdigte unterdessen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für dessen „Entschlossenheit“ bei der Unterstützung seines von Russland angegriffenen Landes. Er habe Scholz bei einem Telefonat am Dienstag gedankt für die von Deutschland gelieferten Luftverteidigungssysteme, die das Leben von Ukrainern gerettet hätten, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. „Und ich danke Olaf, Herrn Bundeskanzler, für seine persönliche Entschlossenheit, die in vielerlei Hinsicht zur Bestimmung für ganz Europa wird.“
Auch lange nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 stand Deutschland wegen zögerlicher Hilfe in der Kritik. Die Kritik wurde leiser, als Berlin Rüstungsgüter wie schwere Kampfpanzer und Flugabwehrsysteme lieferte. Selenskyj bezifferte die militärische Gesamthilfe Deutschlands für sein Land auf inzwischen drei Milliarden Euro.
Der ukrainische Präsident machte deutlich, dass ein effektives Flugabwehrsystem zu den Hauptzielen seiner Verteidigungspolitik zähle. „Der russische Terror muss jeden Tag und jede Nacht besiegt werden, am Himmel jeder ukrainischen Stadt und jedes Dorfes“, sagte er. Die Ukraine erlebt in diesem Mai so viele Drohnen- und Raketenangriffe wie noch nie in einem Monat seit Kriegsbeginn. Weil es immer wieder auch Beschwerden über fehlende Schutzbunker gibt, forderte der Staatschef die Behörden zum Handeln auf: „Schutzräume müssen in allen Städten zugänglich sein.“ Es müssten auch mehr werden.
IAEA-Chef formuliert Sicherheitsregeln für ukrainisches Atomkraftwerk
Besorgt ist die Ukraine auch weiter um ihr von russischen Truppen besetztes Atomkraftwerk Saporischschja. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, nannte Richtlinien zum Schutz des größten europäischen Kernkraftwerks. „Es darf kein Angriff jeglicher Art von oder gegen die Anlage erfolgen, insbesondere gegen die Reaktoren, die Lager abgebrannter Brennelemente, andere kritische Infrastruktur oder das Personal“, sagte Grossi am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.
Er rief Russland und die Ukraine dazu auf, die Regeln zu befolgen, damit kein radioaktives Material freigesetzt wird. Zudem dürfe Saporischschja nicht als Militärbasis genutzt werden oder als Lager für Waffen wie zum Beispiel Panzer oder Artillerie, die von der Anlage aus eingesetzt werden könnten. Auch die externe Stromversorgung sei zu gewährleisten, das Werk müsse vor Sabotageakten geschützt werden. Sämtliche Verstöße würden durch ihn öffentlich gemacht, so Grossi weiter.
Das größte Atomkraftwerk Europas im Gebiet Saporischschja war im Zuge der russischen Invasion Anfang März 2022 unter russische Kontrolle geraten. Artillerieduelle um das Kraftwerksgelände lösten im vergangenen Sommer Sorge vor einer Atomkatastrophe aus. Die sechs Blöcke mit einer Gesamtnettoleistung von 5700 Megawatt sind deswegen heruntergefahren worden und werden nur noch gekühlt. Beobachter gehen davon aus, dass die Befreiung des Kraftwerks eines der Hauptziele der ukrainischen Großoffensive ist.
Was am Mittwoch wichtig wird
In der ostukrainischen Stadt Bachmut setzt der Chef der russischen Privatarmee Wagner, Jewgeni Prigoschin, nach eigenen Angaben den Abzug seiner Truppen fort. An diesem Donnerstag will er die eroberte, aber von der Ukraine nicht aufgegebene Stadt der Kontrolle der regulären russischen Armee überlassen. Zudem kommen die Außenminister der Nato-Länder in Oslo zusammen. Thema sollen der Krieg in der Ukraine und die Stärkung der Ostflanke sein.
Dienstag, 30. Mai
7:30 Uhr: Russische Bombardements auf Kiew in der Nacht, Drohnenangriff in Moskau
Nachdem die Ukraine in der Nacht unter massivem russischen Beschuss stand, wurde Moskau am Dienstagfrüh Ziel eines Drohnenangriffs. Wie die Nachrichtenagentur Nexta berichtet, seien laut Moskaus Bürgermeister Sobjanin mehrere Gebäude leicht beschädigt worden. Wie Sobjanin laut dpa auf Telegram schrieb, sei niemand „ernsthaft verletzt“ worden. Zu den Hintergründen werde noch ermittelt. Hausbewohner seien in Sicherheit gebracht worden, Sicherheitskräfte seien im Einsatz.
Die Ukraine war in der Nacht zuvor Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Fragmente der von der Luftabwehr abgeschossenen russischen Flugkörper sind laut Medienberichten unter anderem in ein Wohnhaus gestürzt und hätten dort einen Zivilisten getötet. Eine ältere Frau sei in ein Krankenhaus gebracht worden, so die Staatsagentur Ukrinform unter Berufung auf die Stadtverwaltung und den Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko. Der Wohnblock sei in Brand geraten. Die Sucharbeiten seien weiter im Gange, da möglicherweise noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen seien.
Nach Angaben der Militärverwaltung wurden mehr als 20 Drohnen von der ukrainischen Luftabwehr im Kiewer Luftraum zerstört.
Nachdem die Russen die Ukraine am Montag der schwerste Angriff dieses Monats, mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen, erfolgt war, hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj noch am Montagabend der Flugabwehr des Landes für die Rettung Hunderter Menschenleben gedankt. Er sagte: „Die Welt muss sehen, dass der Terror verliert“.
Montag, 29. Mai
11:10 Uhr: Kiew erschüttert durch schwere Detornationen
Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, wurde erneut Opfer intensiver russischer Luftangriffe, diesmal mitten am Tag - eine Abkehr von den bisher überwiegend nächtlichen oder frühen Morgenattacken. Berichten zufolge war die Luftabwehr am Montagnachmittag aktiv. Man konnte zahlreiche Abwehrraketen in den Himmel des Stadtzentrums aufsteigen sehen, die sich zur Neutralisierung von Flugobjekten erhoben.
Kiews Bürgermeister, Vitali Klitschko, berichtete auf Telegram von Explosionen in zentralen Stadtvierteln und zeigte ein Bild von brennenden Raketenteilen, die in der Obolon-Gegend auf einer Straße landeten. Aus anderen Stadtteilen wurden ebenfalls fallende Objekte gemeldet und Rettungsdienste waren vor Ort. Über mögliche Verletzte oder Tote ist bislang nichts bekannt.
Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. Trotzdem waren viele Menschen bei dem des frühsommerlichen Wetter auf den Straßen von Kiew unterwegs. Es fanden außerdem Straßenarbeiten statt, nachdem die Kiew am Sonntag ihren Stadtgeburtstag gefeiert hatte.
10:59 Uhr: Ukrainische Soldaten trainieren an Abrams-Panzer in Deutschland
Laut US-Verteidigungsministerium haben ukrainische Soldaten auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr, Bayern, mit dem Training an amerikanischen Abrams-Panzern begonnen. Dies wurde am Sonntag von einem Sprecher bestätigt, der auf einen Artikel des US-Militärmagazins Stars and Stripes verwies, wonach die Übungen mit den schweren Waffen am Freitag gestartet wurden. 200 ukrainische Einsatzkräfte werden in Grafenwöhr in Panzerhandhabung, Einsatzstrategien und medizinischer Versorgung geschult. Bereits Mitte des Monats waren 31 Abrams-Übungspanzer in Grafenwöhr angekommen
Im Rahmen eines Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein, Rheinland-Pfalz, Ende April, erklärte US-Generalstabschef Mark Milley, dass die USA zunächst Übungspanzer zur Verfügung stellen würden, die nicht kampftauglich seien. Die für den Einsatz auf dem Schlachtfeld vorgesehenen Abrams-Panzer würden noch gewartet. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin fügte hinzu, dass die USA die Lieferung beschleunigt hätten, um der Ukraine in den nächsten Monaten mehr gepanzerte Ausrüstung bereitstellen zu können.
Die US-Regierung hatte Ende Januar, parallel zur deutschen Zusage von Leopard-Panzern für Kiew, nach langem Zögern angekündigt, der Ukraine 31 M1 Abrams-Kampfpanzer zu liefern. Washington hatte damals darauf hingewiesen, dass es Monate dauern würde, bis diese in der Ukraine eintrafen. Ursprünglich hatte die US-Regierung aus verschiedenen praktischen Gründen die Bereitstellung dieses Kampfpanzers nicht für sinnvoll gehalten.
Sonntag, 28. Mai
9:02 Uhr: Massiver nächtlicher Beschuss auf ukrainische Städte
Russland hat in der vergangenen Nacht einen der massivsten Drohnenangriffe auf die Ukraine seit langer Zeit ausgeführt. Der Pressedienst der ukrainischen Luftwaffe vermeldete am Sonntagmorgen, dass eine beispiellose Zahl von 54 sogenannten Kamikaze-Drohnen abgefeuert worden sei. Trotz der Behördeninformationen, dass 52 dieser unbemannten Flugobjekte abgeschossen wurden, mussten ein Todesfall und eine Verletzung registriert werden.
Der Großteil des Angriffs zielte auf die Hauptstadt Kiew. Nach Angaben der Militärverwaltung in Kiew konnten 40 Drohnen über der Stadt zerstört werden. Dies ist der 14. Angriff seit Beginn des Monats Mai, wie Militärgouverneur Serhij Popko auf Telegram berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass eine 35-jährige Frau durch Trümmer einer herabstürzenden Drohne verletzt und ein 41-jähriger Mann getötet wurde. Mehrere Gebäude wurden beschädigt und es kam zu Bränden.
Schäden wurden auch in der Provinzhauptstadt Schytomyr, etwa 120 Kilometer westlich von Kiew, gemeldet. Es gab jedoch keine Todesfälle, wie Bürgermeister Serhij Suchomlyn auf seiner Facebook-Seite mitteilte.
Neben den Drohnenangriffen meldeten ukrainische Behörden auch Artillerieangriffe auf die Region Sumy an der russischen Grenze und auf die Stadt Nikopol im Gebiet Dnipropetrowsk. Nikopol, das am Nordufer des Dnipro gegenüber der von den Russen seit Kriegsbeginn besetzten Atomanlage Saporischschja liegt, ist daher seit Monaten immer wieder unter Beschuss.
Samstag, 27. Mai
16:36 Uhr: Russland weist hunderte deutsche Staatsbedienste aus
Hunderte von deutschen Staatsangestellten, darunter Diplomaten, Lehrer und Mitarbeiter der Goethe-Institute, werden gezwungen, Russland zu verlassen. Dies wurde vom Auswärtigen Amt auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung bekannt gegeben. Die Entscheidung, eine Höchstgrenze für das Personal der deutschen Auslandsvertretungen und Mittlerorganisationen in Russland ab Anfang Juni einzuführen, wurde vom russischen Außenministerium im April getroffen. Dies steht im Zusammenhang mit der Reduzierung der Präsenz der russischen Nachrichtendienste in Deutschland.
Am Samstag erklärte das Ministerium, dass diese Begrenzung „einen großen Einschnitt in allen Bereichen unserer Präsenz in Russland" erfordert. Es wurde als "einseitige, ungerechtfertigte und unverständliche Entscheidung“ Russlands bezeichnet.
Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums in Moskau, wies dies als „neue Lüge“ Berlins zurück. Sie erklärte, dass Russland nicht proaktiv solche Maßnahmen ergreift, sondern auf entsprechende Aktionen Deutschlands reagiert. Sie behauptete gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, es gäbe zahlreiche Aktionen gegen Russland mit „russophobem Inhalt“.
Freitag, 26. Mai
16:12 Uhr: Ukraine meldet Tote und Verletzte bei russischem Beschuss auf Klinik
Ukrainische Behörden berichten, dass ein Krankenhaus in der ukrainischen Stadt Dnipro durch russische Angriffe mittels Raketen und Kamikaze-Drohnen getroffen wurde, wobei zwei Menschen getötet und fast zwei Dutzend verletzt wurden. Unter den 23 Verletzten seien auch zwei Kinder, teilten die Behörden mit. „Die russischen Terroristen bestätigen einmal mehr ihren Status von Kämpfern gegen alles Menschliche und Ehrliche“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Telegram-Kanal. Medien verbreiten Bilder von einem zerstörten und brennenden Gebäude. Die ganze Nacht gab es auf mehrere Städte, darunter Kiew, massiven Beschuss von russischer Seite.
Donnerstag, 25. Mai
7:54 Uhr: Ukraine wehrt alle russischen Drohnenangriffe während der Nacht ab
Die ukrainischen Streitkräfte haben Berichten zufolge in einer nächtlichen Aktion sämtliche Drohnenangriffe russischer Herkunft erfolgreich abgewehrt. Wie der Befehlshaber der ukrainischen Luftwaffe, Mykola Oleschtschuk, auf seinem Telegram-Kanal am Donnerstag mitteilte, wurden alle 36 Angriffe erfolgreich abgewehrt – eine hundertprozentige Abwehrquote. Oleschtschuk drückte seine Anerkennung für die Leistung der Flugabwehr aus.
Es wurde berichtet, dass Russland im Laufe der Nacht wiederholt Drohnen auf die Ukraine losgelassen hat. Laut Kiewer Quellen wurden iranische Shahed-Drohnen in diesen Angriffen eingesetzt. Verschiedene Medien berichteten, dass die Drohnen sowohl von Norden als auch von Süden in Richtung der Ukraine gestartet wurden. Offensichtlich zielte Russland auf Schlüsselinfrastrukturen und militärische Einrichtungen im Westen der Ukraine, teilten ukrainische Militärvertreter mit.
Mittwoch, 24. Mai
13:08 Uhr: Wagner-Chef warnt vor Niederlage Russlands
Jewgeni Prigoschin, der Leiter der russischen Privatarmee Wagner, hat seine Missbilligung gegenüber dem Vorgehen im Krieg gegen die Ukraine noch einmal betont und dabei auf die Möglichkeit einer Niederlage hingewiesen. Er äußerte sich in einem Interview mit dem Kreml-nahen Polittechnologen Konstantin Dolgow, das am Mittwochabend veröffentlicht wurde: „Wir sollten uns auf einen äußerst intensiven Krieg einstellen“. Prigoschin betonte, Russland müsse den Kriegszustand ausrufen und die Produktion auf Munition fokussieren, um eine Niederlage zu verhindern. Der Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin fügte hinzu: „Wir sollten neue Mobilisierungsmaßnahmen ergreifen“. Dabei stellte er klar, dass jeder ausschließlich für den Krieg arbeiten sollte.
Prigoschin verwies erneut auf die vielen Rückschläge, die die russischen Streitkräfte erlitten hatten, insbesondere in Kiew und Cherson. Der 61-Jährige stellte fest, dass er nicht die „militärische Spezialoperation“ gestartet habe, sondern andere, unter Anweisung von Präsident Putin am 24. Februar 2022. Dennoch betonte er die Notwendigkeit, den einmal begonnenen Kampf zu Ende zu führen. Prigoschin äußerte sich auch über das vom Kreml definierte Kriegsziel der „Entmilitarisierung“ der Ukraine, und stellte fest, dass die Ukraine jetzt tatsächlich mehr und schwerere Waffen und mehr kämpfendes Personal habe als vor dem Krieg. Er lobte die ukrainische Armee als eine der besten der Welt, die „hohe Organisationsstandards, eine hohe Ausbildungsqualität, einen hohen Grad an geheimdienstlicher Aufklärung und eine Vielfalt an Waffen“ besitze.
Montag, 22. Mai
13:42 Uhr: Pro-ukrainische Einheiten erobern erste russische Orte
Berichte häufen sich, dass Truppen der pro-ukrainischen Gruppierungen „Russisches Freiwilligenkorps“ und „Legion freies Russland“ in das russische Territorium eingedrungen sind. Sie haben offenbar mehrere Dörfer in der Region Belgorod besetzt, in der sie nun gegen die russische Armee kämpfen.
Die „Legion freies Russland“ teilte über eine Video-Nachricht mit, dass sie die russische Bevölkerung dazu aufruft, für ein Putin-freies Russland zu kämpfen. Sie richtete sich an die Bewohner an der russischen Grenze mit der Botschaft, sie sollten zu Hause bleiben, keinen Widerstand leisten und keine Furcht haben. Sie betonte dabei, dass sie nicht der Feind der Zivilbevölkerung sei und im Gegensatz zu „Putins Zombies“ würden sie die Zivilbevölkerung nicht schaden oder für ihre eigenen Zwecke nutzen.
Von offizieller Seite gab der Gouverneur des Oblasts Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bekannt, dass der Stadtbezirk Grayvoron am Morgen angegriffen worden war. Zivilisten seien dabei nicht verletzt worden. Er informierte außerdem darüber, dass die Truppen der Russischen Föderation eingehende Haus-zu-Haus-Überprüfungen durchführen.
Samstag, 6. Mai
14:20 Uhr: Wagner-Anführer will Kadyrows Ablöseangebot für Bachmut annehmen
Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, trifft eigenen Angaben zufolge konkrete Vorbereitungen für den baldigen Abzug seiner Kämpfer von der Front in der Ostukraine. Er wolle ein Ablöseangebot des Chefs der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, annehmen, teilte Prigoschins Pressedienst am Samstag auf Telegram mit. Kadyrow hatte zuvor öffentlich erklärt, Männer seiner Truppe Tschenen-Gruppe könnten in Bachmut die Stellungen der Wagner-Söldner übernehmen.
Nun veröffentlichte Prigoschin auch ein Schreiben an Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, in dem er diesen auffordert, einen Befehl zur Übergabe der Stellungen an Kadyrows Männer zu erteilen. Bis zum kommenden Mittwoch um 0.00 Uhr solle diese Operation abgeschlossen sein, hieß es weiter.
Russlands Armee, die in der Region Bachmut bislang gemeinsam mit den Wagner-Truppen in äußerst verlustreichen Gefechten kämpft, äußerte sich weiter nicht zu Prigoschins Drohungen und Anschuldigungen. Schon am Freitag hatte das Verteidigungsministerium zu dem Thema geschwiegen.
Donnerstag, 11. Mai
20:00 Uhr: Gerüchten zufolge Russische Einheiten in Bachmut eingekesselt, Alarm unter russischen Militärbloggern!
Angesichts der ukrainischen Angriffserfolge an den Flanken der in der Stadt kämpfenden Söldnertruppe Wagner drohe eine umfassende Einkesselung, schrieb der russische Blogger Jewgeni Poddubny (900.000 Abonennten auf Telegram) am Donnerstag auf Telegram. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin hatte zuvor mehrfach vor einem drohenden Kessel aufgrund ungesicherter Flanken gewarnt. Kiew habe „eine Operation zur Einkreisung unserer Kräfte“ begonnen. Es habe Durchbrüche in zwei Richtungen gegeben, „unsere Truppen zogen sich aus ihren Stellungen zurück“. heißt es von Poddubny.
Poddubny berichtete auch von ukrainischen Durchbrüchen bei Kämpfen in der Umgebung von Soledar, das nur wenige Kilometer nordöstlich von Bachmut liegt. Dort sei es ukrainischen Kampfgruppen gelungen, die russischen Linien zu durchbrechen. „Die Lage ist schwierig“, schrieb Poddubny. Die russischen Streitkräfte hatten Soledar erst Ende Januar nach wochenlangen schweren Kämpfen eingenommen. Seit Wochen kämpfen ukrainische und russische Soldaten um die Stadt. Russische Militärblogger und Propagandisten sprechen jetzt von dem Beginn der ukrainische Gegenoffensive und schlagen Alarm.
17:19 Uhr: Kampf in Bachmut im vollen Gange
Laut Berichten aus Moskau gehen die russischen Angriffe auf die umstrittene ostukrainische Stadt Bachmut weiter. "Unsere Sturmeinheiten setzen ihre Angriffe im westlichen Teil der Stadt Artjomowsk (der sowjetische Name für Bachmut) in der Region Donezk fort. Unsere Luftlandetruppen leisten Unterstützung, indem sie die ukrainischen Streitkräfte an den Flanken binden", erklärte Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Donnerstag. Laut seinen Angaben wurden dabei 230 Gegner getötet und mehrere Militärfahrzeuge, darunter eine Haubitze, ausgeschaltet.
Gleichzeitig erhob der Söldnerchef Prigoschin erneut Vorwürfe gegen das Militär wegen angeblicher mangelnder Unterstützung in Bachmut. Der 61-Jährige bestritt zudem die Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dass Kiew noch Zeit für den Beginn seiner Offensive benötige. Nach seinen Worten sei die Offensive in Bachmut bereits in vollem Gange. „Die ukrainischen Einheiten machen in Bachmut an den Flanken Fortschritte - und haben dabei leider teilweise Erfolg“, sagte er auf dem Telegram-Kanal seines Pressedienstes und widersprach damit den Angaben aus Moskau.
Selenskyj hatte zuvor angekündigt, die Ukraine würde noch Zeit benötigen um zur Gegenoffensive zu wechseln.
10:02 Uhr: Drohnenattacke auf Tanklager in russischer Grenzregion
Laut offiziellen Berichten wurden in der russischen Grenzregion nahe der Ukraine ein Tanklager und ein Verwaltungsgebäude von Drohnen angegriffen. Der Gouverneur der Region Brjansk, Alexander Bogomas, gab auf Telegram bekannt, dass eine Drohne einen Sprengsatz über dem Lager abgeworfen habe, was zu einer teilweisen Beschädigung eines Öltanks führte. Details zu dem Verwaltungsgebäude wurden nicht weiter ausgeführt.
In den sozialen Medien wurde behauptet, dass es sich um einen militärischen Standort handelte. Es wurde berichtet, dass bei beiden Angriffen niemand verletzt wurde. Bogomas machte die Ukraine für die Angriffe verantwortlich, eine Antwort aus der Ukraine stand zu diesem Zeitpunkt noch aus.
Mittwoch, 10. Mai
10:16 Uhr: Ukrainische Truppen erzielen Erfolge im Kampf um Bachmut
In der Ostukraine ist es südwestlich von Bachmut zu intensiven Gefechten zwischen ukrainischen und russischen Truppen gekommen, wie beide Konfliktparteien berichten. "Die Angriffe erstreckten sich über eine Breite von drei Kilometern und eine Tiefe von 2,6 Kilometern", äußerte Andrij Bilezkyj, Gründer des umstrittenen ukrainischen Asow-Regiments, in der Nacht zum Mittwoch auf Telegram. Er behauptet, das Gebiet sei nun vollständig von russischen Soldaten befreit. Mindestens zwei Kompanien der russischen Armee seien demnach zerschlagen und Gefangene gemacht worden.
Jewgeni Prigoschin, der Leiter der russischen Söldnergruppe Wagner, hatte zueltzt das Nachgeben der regulären Armee an der Flanke seiner Truppen bemängelt. „Sie haben alles zurückgelassen, sind geflohen und haben die Front über eine Breite von fast zwei Kilometern und eine Tiefe von fünfhundert Metern entblößt“, kritisierte der 61-Jährige in einem Video--Statement. Prigoschin warnte vor weiteren ukrainischen Vorstößen an den Flanken seiner Truppen in der Nähe von Bachmut.
08:45 Uhr: Russlands Militärparade zeigt Schwächen auf
Die Parade zum „Tag des Sieges“ über Nazideutschland am Dienstag in Moskau hat nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten die Schwächen des russischen Militärs offenbart. Der seit 15 Monaten andauernde Angriffskrieg Russlands in der Ukraine stelle die Russen vor Herausforderungen hinsichtlich Material und strategischer Kommunikation, hieß es im täglichen Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London am Mittwoch. Von den 8000 an der Parade teilnehmenden Militärangehörigen seien die meisten Angehörige von Hilfstruppen und paramilitärischen Verbänden sowie Kadetten gewesen. Die einzigen einsatzbereiten regulären Truppen seien Kontingente der Eisenbahntruppen und der Militärpolizei gewesen.
Dass Russland auf die Zurschaustellung von Panzern weitgehend verzichtete, hatte nach Ansicht der Briten aber einen anderen Grund. In den sozialen Medien wurde belächelt, dass an der Parade nur ein einziger historischer T-34-Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg teilnahm. So schlecht stehe es aber noch nicht, so die Briten: „Trotz heftiger Verluste in der Ukraine hätte Russland mehr gepanzerte Fahrzeuge aufbringen können“, so heißt es in dem Bericht. Es sei daher wahrscheinlich, dass die russischen Behörden Vorwürfe von der eigenen Seite vermeiden wollte, sie priorisierten Paraden gegenüber militärischen Einsätzen.
Dienstag, 9. Mai
20:50 Uhr: USA kündigen weitere Milliarden-schwere Unterstützung an
Die Regierung der Vereinigten Staaten hat angekündigt, weitere militärische Unterstützung für die Ukraine im Umfang von 1,2 Milliarden US-Dollar (etwa 1,1 Milliarden Euro) bereitzustellen. Wie das US-Außenministerium am Dienstag erklärte, zielt diese Hilfe insbesondere darauf ab, die Luftverteidigungskapazitäten der Ukraine zu verbessern und den Bedarf an Munition zu decken. Weitere Artilleriegeschosse und Unterstützung für die Wartung bestehender Waffensysteme werden ebenfalls geliefert. Dieses Mal stammt die Militärhilfe nicht aus US-Militärbeständen, sondern wird aus der Industrie bezogen.
Die USA sind essentiellster Verbündeter der Ukraine in ihrem Kampf gegen die russische Invasion. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die USA seit Kriegsbeginn Militärhilfen im Wert von über 36,9 Milliarden US-Dollar (etwa 33,7 Milliarden Euro) bereitgestellt. Das neue Hilfspaket zielt nicht nur darauf ab, den kurzfristigen Bedarf der ukrainischen Streitkräfte zu decken, sondern auch darauf, die Verteidigungsfähigkeit des Landes langfristig zu stärken, so das US-Außenministerium.
19:16 Uhr: Schwere Kämpfe in der Ostukraine halten an
Am Dienstag kam es wieder zu intensiven Auseinandersetzungen zwischen ukrainischen Verteidigungsstreitkräften und russischen Invasoren im Osten der Ukraine. Laut dem Abendbericht des ukrainischen Generalstabs war die Stadt Bachmut, die seit Monaten heftig umkämpft ist, erneut der Brennpunkt des Konflikts. Neben Bachmut rückten russische Einheiten auch in den Gebieten von Liman, Awdijiwka und Marjinka vor. Es wurde berichtet, dass dort in den letzten Stunden etwa 30 Angriffe zurückgeschlagen wurden.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte griffen im Laufe des Tages in die Kämpfe ein und nahmen russische Truppenkonzentrationen und Luftabwehrsysteme ins Visier. Spezifische Ortsangaben wurden jedoch nicht gemacht.
09:35 Uhr: Vor Militärparade- Russland feuert Raketen auf ukrainische Gebiete
In der Nacht zum sogenannten „Tag des Sieges“, einer Gedenkfeier für den sowjetischen Triumph über Nazi-Deutschland, hat Russland etwa zwei Dutzend Raketen auf die Ukraine abgeschossen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe konnten jedoch 23 der insgesamt 25 Raketen am Dienstag abgewehrt werden. Schäden durch Raketenreste wurden von den Behörden der Hauptstadt Kiew sowie den Regionen Dnipropetrowsk und Tscherkassy gemeldet. Informationen über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.
Der 9. Mai ist ein Feiertag in Russland, an dem traditionell der sowjetische Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg geehrt wird. Bei der diesjährigen großen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau nahmen auch russische Soldaten teil, die seit über 14 Monaten im Krieg gegen die Ukraine im Einsatz sind. Mychajlo Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidialamts, bezeichnete dies als „Mörderparade“.
Montag, 8. Mai
11:46 Uhr: China warnt EU vor Sanktionen gegen nach Russland exportierende chinesische Unternehmen
China hat die Europäische Union mit deutlichen Worten vor dem Verhängen von Sanktionen gegen chinesische Firmen aufgrund ihrer Geschäftsbeziehungen mit Russland gewarnt. Als Reaktion auf einen Artikel in der "Financial Times" zu den neuen Strafmaßnahmen aufgrund des Krieges in der Ukraine äußerte Wang Wenbin, Sprecher des Außenministeriums, am Montag: "Das ist äußerst riskant. Wir appellieren an die EU, diesen Irrweg nicht zu beschreiten." Sollte die EU dies ignorieren, würde China "entschiedene Schritte" einleiten, um seine rechtmäßigen Rechte und Interessen zu wahren.
Gemäß dem Bericht der "Financial Times" hat die EU-Kommission vorgeschlagen, im neuen Sanktionspaket auch Maßnahmen gegen sieben chinesische Unternehmen zu verabschieden. Es wird ihnen vorgeworfen, Ausrüstung an Russland zu liefern, die zur Unterstützung der Kriegsführung beiträgt und möglicherweise in Waffensystemen verwendet werden könnte. Am Mittwoch sollen die ständigen Vertreter der 27 EU-Mitgliedsländer in Brüssel über das weitere Vorgehen beraten. Das Ziel ist, das elfte Sanktionspaket noch in diesem Monat zu verabschieden.
06:34 Uhr: Luftangriffe auf Kiew und Odessa
Zu Beginn der Woche wurden aus der Ukraine russische Luftangriffe auf mehrere Regionen des Landes gemeldet, einschließlich der Hauptstadt Kiew. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, berichtete am Montagmorgen, dass durch den nächtlichen Angriff mindestens fünf Menschen verletzt worden seien. Trümmer von Drohnen seien unter anderem auf ein Wohngebäude gestürzt. Laut der Militärverwaltung wurden im Luftraum der Hauptstadt insgesamt 30 unbemannte Fluggeräte entdeckt und abgeschossen.
Die ukrainischen Behörden meldeten auch Beschuss in Odessa - durch russische Marschflugkörper vom Typ Ch-22. Dabei sei ein Lebensmittellager in Brand geraten.
Samstag, 6. Mai
14:20 Uhr: Wagner-Anführer will Kadyrows Ablöseangebot für Bachmut annehmen
Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, trifft eigenen Angaben zufolge konkrete Vorbereitungen für den baldigen Abzug seiner Kämpfer von der Front in der Ostukraine. Er wolle ein Ablöseangebot des Chefs der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, annehmen, teilte Prigoschins Pressedienst am Samstag auf Telegram mit. Kadyrow hatte zuvor öffentlich erklärt, Männer seiner Truppe Tschenen-Gruppe könnten in Bachmut die Stellungen der Wagner-Söldner übernehmen.
Nun veröffentlichte Prigoschin auch ein Schreiben an Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, in dem er diesen auffordert, einen Befehl zur Übergabe der Stellungen an Kadyrows Männer zu erteilen. Bis zum kommenden Mittwoch um 0.00 Uhr solle diese Operation abgeschlossen sein, hieß es weiter.
Russlands Armee, die in der Region Bachmut bislang gemeinsam mit den Wagner-Truppen in äußerst verlustreichen Gefechten kämpft, äußerte sich weiter nicht zu Prigoschins Drohungen und Anschuldigungen. Schon am Freitag hatte das Verteidigungsministerium zu dem Thema geschwiegen.
Freitag, 5. Mai
19:30 Uhr: Kadyrow bietet Ersatz für Söldnertruppe Wagner an
Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hat angeboten, seine eigene Truppe „Achmat“ in die ostukrainische Stadt Bachmut zu schicken, wenn sich der russische Söldnerführer Jewgeni Prigoschin und seine Leute aus dem Ort zurückziehen. „Ja, wenn der ältere Bruder Prigoschin und 'Wagner' gehen sollten, dann verliert der Generalstab eine erfahrene Einheit und an ihre Stelle könnten dann der kleine Bruder Kadyrow und 'Achmat' treten“, so Kadyrow am Freitag auf Telegram.
16:00 Uhr: Wagner-Chef Prigoschin kündigt Abzug aus Bachmut an
Der Chef der mächtigen Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, hat den Rückzug seiner Söldner aus dem umkämpften Bachmut angedroht. Er und seine Truppe fühlen sich im Stich gelassen – Prigoschin beklagt unter anderem fehlenden Munitionsnachschub. „Ohne Munition werden meine Jungs keine unnötig hohen Verluste tragen. Darum ziehen wir uns ab dem 10. Mai 2023 aus der Ortschaft Bachmut zurück“, sagte Prigoschin in einem Freitag auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Video, das ihn in Kampfmontur bei seinen Söldnern zeigt.
Donnerstag, 4. Mai
11.30 Uhr: US-Institut: Kreml inszenierte Drohnen-Attacke selbst
Nach Einschätzung internationaler Militärexperten hat Russland zwei angebliche ukrainische Drohnenangriffe auf den Kreml wahrscheinlich selbst inszeniert. Damit sollten der russischen Öffentlichkeit der Krieg näher gebracht und die Voraussetzungen für eine breitere gesellschaftliche Mobilisierung geschaffen werden, schrieb das in Washington ansässige Institut für Kriegsstudien (ISW) in seinem Bericht am Mittwoch (Ortszeit). Mehrere Indizien deuteten darauf hin, dass der Angriff von innen geführt und gezielt inszeniert worden sei.
Laut der US-Denkfabrik haben die russischen Behörden in letzter Zeit Schritte unternommen, um die Luftverteidigung zu verstärken, auch innerhalb Moskaus selbst. Es sei daher äußerst unwahrscheinlich, dass zwei Drohnen mehrere Luftverteidigungsringe hätten durchdringen und direkt über dem Herzen des Kremls detoniert oder abgeschossen werden können - und das laut Bericht auf eine Art und Weise, die von einer Kamera gut eingefangen werden konnte, um spektakuläre Bilder zu liefern.
Laut ISW deutet die sofortige und koordinierte russische Reaktion auf den Vorfall darauf hin, dass der Angriff intern so vorbereitet wurde, dass seine beabsichtigten politischen Auswirkungen die Peinlichkeit überlagert, die ein Einschlag am Kreml bedeuten würde. Mit der Aktion kurz vor dem „Tag des Sieges“ am 9. Mai solle der Krieg für das heimische Publikum als existenziell dargestellt werden.
6.50 Uhr: Doch kein Deutschland-Besuch?
In Holland ist Selenskyj schon. Ob er wie geplant auch nach Deutschland kommt, ist laut The Pioneer jetzt aber wieder offen. Das Kanzleramt hatte alles akribisch geplant.
Doch der Plan wurde, mit allen genannten Details, am Mittwoch über Medien öffentlich. Und weil Selenskyj zu einer der am meisten gefährdeten und geschützten Personen weltweit gehört, steht nun alles infrage. In Kiew sei man sehr verunsichert, heißt es. Im Kanzleramt auch.
Der Besuch galt ohnehin als wackelig. Auch weil die militärisch-strategische Lage in der Ukraine für die kommenden Wochen überhaupt noch nicht einschätzbar ist.
6.00 Uhr: Selenskyj in Holland angekommen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge überraschend zu einem Besuch in den Niederlanden eingetroffen. Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, landete Selenskyj am späten Mittwochabend auf dem Flughafen Schiphol in Amsterdam. Demnach plant der ukrainische Präsident einen Besuch am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag und Gespräche mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte sowie Parlamentsabgeordneten.
3.30 Uhr: Drohne setzt russisches Tanklager in Brand
Im Süden Russlands ist zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit ein Großbrand in einem Tanklager nahe der Halbinsel Krim ausgebrochen. Das Feuer sei durch einen Drohnenangriff ausgelöst worden, berichtete die russische Staatsagentur Tass am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Rettungskräfte. Getroffen wurde demnach das Tanklager einer Ölraffinerie in der Ortschaft Ilski.
Mittwoch, 3. Mai
15.35 Uhr: Kiew weist Verantwortung für Drohnenangriff zurück
Die Ukraine verneint, für den Angriff auf den Kreml verantwortlich zu sein. Der Berater des Ukrainischen Präsidialamtes, Mychaljo Podolyak, weist die Vorwürfe aus Moskau zurück. „Zunächst einmal führt die Ukraine einen reinen Verteidigungskrieg und greift keine Ziele auf dem Gebiet der Russischen Föderation an. Wozu auch? Damit wird keine militärische Frage gelöst." Russland wolle diesen Akt als Möglichkeit nutzen, Angriffe auf Zivilisten zu rechtfertigen, so Podolyak weiter.
14.05 Uhr: Russische Staatsmedien melden ukrainischen Angriff auf Kreml
Die Ukraine soll den Kreml, den Amtssitz des russischen Präsidenten, in der Nacht mit zwei Drohnen attackiert haben. Das berichtet die russisch-staatliche Nachrichtenagentur TASS.
„Heute Abend hat das Kiewer Regime einen Drohnenangriff auf die Kreml-Residenz des russischen Präsidenten versucht", erklärte der Kreml. Nach Angaben des Pressedienstes des Präsidenten waren zwei Drohnen an der Attacke beteiligt. „Dank der rechtzeitigen Maßnahmen der Militär- und Spezialdienste, die Radarkontrollsysteme einsetzten, wurden die Drohnen funktionsunfähig gemacht", erklärte der Kreml. Es habe keine Opfer gegeben, hieß es weiter. „Der Präsident der Russischen Föderation wurde durch den Terroranschlag nicht verletzt. Sein Arbeitsplan hat sich nicht geändert und geht wie gewohnt weiter", hieß es in der Erklärung.
„Der Kreml betrachtet den versuchten Anschlag des Kiewer Regimes als einen geplanten terroristischen Akt und ein Attentat auf den russischen Präsidenten“, so TASS weiter. Russland behalte sich das Recht vor, auf den versuchten Anschlag auf den Kreml zu reagieren, wo und wann es dies für richtig halte, fügte der Kreml hinzu.
13.40 Uhr: Selenskyj kommt nach Deutschland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll am 13. Mai in Berlin empfangen werden. Das berichten die Zeitungen B.Z. und Tagesspiegel am Mittwoch. „Der Präsident wird auf Einladung des Bundespräsidenten nach Deutschland kommen“, berichtete die „B.Z.“ unter Berufung auf Sicherheitskreisen.
Eine Polizeisprecherin bestätigte dem Tagesspiegel den Besuch. Sie konnte zu den geplanten Sicherheitsmaßnahmen zunächst keine Details nennen, die Vorbereitungen hätten begonnen. Selenskyj soll auf dem militärischen Teil des Flughafens BER landen.
Laut B.Z. soll der ukrainische Präsident dann am 14. Mai mit militärischen Ehren durch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) offiziell empfangen werden. Es seien Gespräche, unter anderem mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, sowie eine Pressekonferenz geplant. Danach soll Selenskyj nach Aachen weiterreisen, wo er mit dem Karlspreis geehrt wird.
7.50 Uhr: Selenskyi: Habe nicht vorab von US-Datenleck erfahren
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben nicht zuerst von der US-Regierung über das brisante Datenleck mit im Internet kursierenden Geheimdokumenten informiert worden. Das geht aus dem Auszug eines Interviews der Washington Post mit Selenskyj hervor, den die Zeitung am Dienstag auf ihrer Webseite veröffentlichte. „Ich bin vorab nicht aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon informiert worden“, sagte Selenskyj demnach. „Wir hatten diese Informationen nicht, auch ich persönlich hatte sie nicht.“ Das sei eindeutig eine schlechte Sache. In dem Bericht der Washington Post heißt es, Selenskyj habe aus den Nachrichten davon erfahren.
US-Medien hatten kurz vor Ostern erstmals über das Leck berichtet. Schon seit Wochen kursierten damals geheime Dokumente von US-Stellen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Internet - mit Informationen zu Waffenlieferungen, Einschätzungen zum Kriegsgeschehen und auch Details zu angeblichen Spähaktionen der USA gegen Partner. Ein 21 Jahre alter Angehöriger des US-Militärs steht im Verdacht, diese in einem geschlossen Chat-Raum veröffentlicht zu haben. Von dort aus verbreiteten sie sich weiter, bis auch Behörden und Medien darauf aufmerksam wurden. Der Mann muss sich vor Gericht verantworten. Die US-Behörden ermitteln weiter.
Selenskyj bezeichnete die Enthüllungen in dem Interview mit der «Washington Post» als unvorteilhaft für Kiew. Sie seien auch nicht gut für den Ruf des Weißen Hauses und der Vereinigten Staaten, sagte er.
Dienstag, 2. Mai
8.45 Uhr: Große russische Verluste in Bachmut
Bei Kämpfen um die ostukrainische Stadt Bachmut sind nach Schätzung von US-Geheimdiensten auf russischer Seite seit Dezember mehr als 20.000 Soldaten getötet worden. Bei etwa der Hälfte von ihnen handle es sich um Söldner der Wagner-Truppe, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Montag in Washington.
Nach unbestätigten Angaben aus Kiew hat Russland seit Kriegsbeginn im Februar des Vorjahres gar Gesamtverluste von 200.000 Mann in der Ukraine erlitten, wie es am Montag im täglich aktualisierten Lagebericht hieß. Dennoch setzt das russische Militär seine Angriffe fort - und die ukrainischen Truppen bereiten ihre Offensive zur Rückeroberung der besetzten Gebiete vor.
Montag, 1. Mai
18.45 Uhr: Russland baut gewaltige Abwehranlagen auch im eigenen Land
Im Krieg gegen die Ukraine hat Russland nach Angaben britischer Geheimdienste starke Verteidigungsanlagen an der Front, aber auch in besetzten ukrainischen Gebieten und teils tief im eigenen Land errichtet. „Bilder zeigen, dass Russland besondere Anstrengungen unternommen hat, um die nördliche Grenze der besetzten (ukrainischen Halbinsel) Krim zu befestigen“, teilte das britische Verteidigungsministerium am Montag mit.
Zudem seien Hunderte Kilometer Schützengräben auf international anerkanntem russischen Territorium ausgehoben worden, darunter in den Gebieten Belgorod und Kursk, die an die Ukraine grenzen. In London wurden zwei mögliche Begründungen für die Defensivanlagen genannt. „Die Abwehranlagen unterstreichen die tiefe Besorgnis der russischen Führung, dass die Ukraine einen großen Durchbruch erzielen könnte“, hieß es.
17 Uhr: Zug nach Sprengung nahe der Grenze zur Ukraine entgleist
Vor der erwarteten Frühjahrsoffensive der Ukraine gegen die russischen Besatzer ist im westrussischen Gebiet Brjansk nahe der Grenze ein Güterzug nach einer Schienensprengung entgleist. Der Zug hatte Medienberichten zufolge Öl- und Holzprodukte geladen. Damit ereignete sich innerhalb weniger Tage eine zweite Sprengstoffattacke, die den russischen Nachschublinien gilt. Der Chef der russischen Söldnereinheit Wagner, Jewgeni Prigoschin, hatte zuvor bereits aufgrund mangelnder Versorgung mit dem Abzug seiner Truppen aus der umkämpften Stadt Bachmut gedroht.
13.35 Uhr: Ausgewiesene deutsche Diplomaten haben Russland verlassen
Gut eine Woche nach ihrer Ausweisung aus Russland hat eine Gruppe deutscher Diplomaten am Montag das Land verlassen. Dies teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit – ohne eine Zahl zu nennen. Die Regierung in Moskau hatte vergangene Woche angekündigt, mehr als 20 Deutsche müssten ihre Koffer packen. Begründet wurde das mit einer erzwungenen Ausreise russischer Diplomaten aus Berlin.
Das Auswärtige Amt erklärte dazu: „Mit dem Ziel, die Präsenz russischer Nachrichtendienste in Deutschland zu verringern, war die Bundesregierung in den vergangenen Wochen in Kontakt mit der russischen Seite. In der Folge sind Mitte des Monats Angehörige der russischen Vertretungen in Deutschland ausgereist.“ Deren Tätigkeit habe nicht im Einklang mit ihrem diplomatischen Status gestanden. Anders als die Russen hätten sich die deutschen Kolleginnen und Kollegen stets im Einklang mit ihrem diplomatischen Status verhalten.
Mehr NIUS:
Horror-Tat in Hamburg: Inder (31) schlachtet REWE-Mitarbeiter mit Kampfmesser ab
Straßenbahn in Berlin entgleist – 20 Verletzte
Gericht entscheidet: Görlitzer Park muss nachts offen bleiben
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Mehr NIUS:
Drohne am Münchner Flughafen? Abflüge am Samstag verzögert
Bundespolizei verweigert Sprecher der deutschen Identitären die Ausreise nach Portugal
Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt
Hamburg: Gewalt-Eskalation in Hochhaussiedlung – ein Toter
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen wegen Körperverletzungs-Vorwürfen
Bis zu 35 Euro mehr! ADAC erhöht Mitgliedsbeitrag drastisch
Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt – Frau tot, zwei Vermisste
Ungarns Regierungschef Magyar will Präsident Sulyok zum Rücktritt zwingen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare