Umfrage: Deutsche glauben nicht mehr an sichere Rente
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Viele Deutsche haben den Glauben an das Renten-Versprechen verloren. Ganze 72 Prozent bezweifeln, dass die Rente in Deutschland noch sicher ist.
Bitter: Nur 20 Prozent verlassen sich laut aktueller Insa-Umfrage für Bild noch darauf, dass der Staat ihnen die erarbeitete Altersversorgung wie geplant auszahlt. Und: 38 Prozent erwarten, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter schon bald auf 69 Jahre steigen wird. 29 Prozent befürchten, dass sie sogar bis 70 oder noch länger arbeiten müssen.

Seniorin holt sich Lebensmittel bei der Berliner Tafel – Supermarktpreise werden sich in Zukunft wohl immer weniger Menschen leisten können.
Zur Verunsicherung trägt sicher auch der wochenlange Streit in der Ampel-Regierung bei: Die FDP wollte die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Berufsjahren abschaffen, um Geld zu sparen. Ältere sollten mehr arbeiten. Die SPD lehnte Änderungen an der Rente mit 63 jedoch ab.
Jenseits der Ampel-Kämpfe schlagen Experten Alarm: Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats, warnte kürzlich: „Wir können es uns nicht leisten, einfach die Renten weiter so steigen zu lassen wie bisher.“
Für den Staat wird die Rente langsam unerschwinglich. Die Ausgaben sind laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung im März auf 4,3 Milliarden Euro pro Monat gestiegen. Das waren 667 Millionen Euro mehr als im Vorjahresmonat und somit ein Plus von 18,4 Prozent! Rechnet man das auf die nächsten Jahre hoch, fällt es tatsächlich schwer, den Glauben an die einst versprochene „sichere Rente“ zu bewahren.
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