Union überholt AfD laut ZDF-Politbarometer
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Im jüngsten ZDF-Politbarometer hat die Union die AfD erneut abgelöst. CDU und CSU steigern sich in der Umfrage um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent, während die AfD mit einem Minus von einem Punkt bei 25 Prozent landet. Die Umfrage wurde von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Vor zwei Wochen hatte die AfD mit 26 Prozent noch gleichauf mit der Union gelegen.
Bei einer hypothetischen Bundestagswahl am kommenden Sonntag würde die SPD stabil bei 15 Prozent bleiben. Die Grünen legen um einen Punkt zu und erreichen 11 Prozent, während Linke und FDP unverändert bei 11 bzw. 3 Prozent liegen. Die repräsentative Erhebung des Instituts umfasst 1.300 wahlberechtigte Personen und wurde vom 29. September bis 1. Oktober telefonisch sowie online durchgeführt.

Parallel dazu nimmt die Hoffnung in der Bevölkerung ab, dass die Bundesregierung die Wirtschaft beleben kann. Nur noch 46 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Regierung hierzu einen entscheidenden Beitrag leistet – gegenüber 50 Prozent, die das bezweifeln. Beim Regierungsstart im Mai waren hingegen 64 Prozent optimistisch gewesen, nur 32 Prozent skeptisch.
Mehrheit im Osten sieht anhaltende Herausforderungen nach Wende
Zum bevorstehenden Tag der Deutschen Einheit am Freitag erkundigte sich das Politbarometer auch nach der Einstellung zur Wiedervereinigung: Überwiegend halten die Deutschen diesen Schritt für richtig: 90 Prozent in den ostdeutschen Ländern und 92 Prozent im Westen stimmen zu. Dennoch meinen 35 Jahre nach dem Mauerfall 57 Prozent der Ostdeutschen und 47 Prozent der Westdeutschen, dass viele Probleme der Einheit weiterhin ungelöst sind.
Bezüglich des persönlichen Lebens berichten 62 Prozent der Ost-Befragten von positiven Effekten der Wiedervereinigung, 9 Prozent von negativen und 26 Prozent von kaum spürbaren Veränderungen. Im Westen sieht es anders aus: 64 Prozent empfinden keine nennenswerten Auswirkungen, 29 Prozent positive und nur 3 Prozent negative.
Haseloff appelliert für Zusammenhalt gegen AfD-Aufstieg
Anlässlich des bevorstehenden Tags der Deutschen Einheit warnte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) aus Sachsen-Anhalt vor weiterem Zuwachs der AfD und forderte mehr Zusammenhalt unter den demokratischen Akteuren in Politik und Gesellschaft. „Es kann doch nicht sein, dass eine für uns gesichert rechtsextreme Partei die stärkste politische Kraft in dieser Bundesrepublik Deutschland wird“, so Haseloff im ZDF-Morgenmagazin.

Im ZDF-Morgenmagazin warnte Haseloff vor einem Erstarken der AfD.
Im 35. Jahr der Einheit gelte es, für alle Demokraten, die Vorteile von Demokratie und Sozialstaat überzeugender zu präsentieren. Der CDU-Mann, der nächstes Jahr nicht mehr für den Landtag kandidiert, zog eine insgesamt positive Schlussbilanz der Wende. „Wir haben eine riesige und enorme Entwicklung hinter uns gebracht, eine positive Entwicklung, sodass keiner, glaube ich, der wirklich nachdenkt, diesen Wiedervereinigungsprozess infrage stellt.“ Eine Rückkehr in DDR-Verhältnisse wünsche niemand.
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