Verein will islamische Gebetsräume an Schulen einklagen
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Ramadan-bedingte Forderungen, geschwänzter Schwimm-Unterricht, religiöses Mobbing: Mit muslimischen Schülern gibt es immer öfter Probleme. Jetzt will ein Verein die Einrichtung von Gebetsräumen einklagen.
Wie der Tagesspiegel meldet, will die Gesellschaft für Freiheitsrechte mit Verweis auf das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz Gebetsverbote an Schulen vom Berliner Verwaltungsgericht untersagen lassen. Ein Schulleiter aus Berlin-Mitte, der anonym bleiben will, habe dazu gesagt: „Fast alle meine Innenstadtkollegen haben Probleme mit betenden Schülern oder Anträgen auf Gebetsräume.“
Die Einrichtung von Gebetsräumen oder Gebetszeiten für muslimische Schüler sind ein Thema, mit dem Schulleitungen und Lehrer inzwischen häufiger konfrontiert werden.
„Herausforderungen“ religiöser Art
Laut einer bundesweiten Befragung im Forschungsverbund Deradikalisierung gab mehr als jeder dritte Teilnehmer an, im Schulalltag mit „Herausforderungen“ religiöser Art von Schülern zu tun zu haben. Diese beträfen auch Probleme in Zusammenhang mit religiösen Festen, Fasten zu Ramadan, religiös bedingtes Versäumen von Unterricht und Klassenfahrten und Mobbing gegen Schüler, die sich nicht den islamischen Kleider- oder Speisevorschriften beugen.
Ein Viertel habe außerdem über Erfahrungen mit „islamistischen Einstellungen oder Äußerungen“ berichtet. Insbesondere seit dem Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg mehren sich antisemitische Vorfälle an Schulen. Die Broschüre „Islam und Schule“ sei inzwischen 16 Jahre alt und spiegle nicht mehr die aktuellen Probleme wider, kritisierte ein Schulleiter die Berliner Bildungsverwaltung.
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