Wehrbeauftragte fordert Konsequenzen nach Abhörskandal in der Bundeswehr
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Eva Högl, die Wehrbeauftragte des Bundestags, hat nach dem Bekanntwerden eines Abhörskandals bei der Bundeswehr neue Maßnahmen gefordert.
Sie verlangt eine sofortige Schulung aller Verantwortlichen in der Bundeswehr zur gesicherten Kommunikation, die Sicherstellung einer stabilen, sicheren und geheimen Informationsübertragung und mehr Investitionen in die Spionageabwehr. „Erstens müssen umgehend alle Verantwortlichen auf allen Ebenen der Bundeswehr umfassend zu geschützter Kommunikation geschult werden“, erklärte Högl gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Weiterhin betonte sie die Notwendigkeit, „dass sichere und geheime Information und Kommunikation stabil möglich ist“ und forderte, dass sofort nachgerüstet werden muss, falls dies technisch irgendwo nicht gegeben sei. Zudem hob sie hervor, dass in die Abwehr von Spionage mehr investiert werden müsse, wofür der Militärische Abschirmdienst (MAD) gestärkt werden solle.

Högl und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)
Dieser Aufruf folgt auf die Enthüllung durch Margarita Simonjan, die Chefin des russischen Staatssenders RT, die einen Audiomitschnitt veröffentlichte. In diesem Gespräch erörtern hohe Luftwaffen-Offiziere theoretische Einsatzmöglichkeiten deutscher Taurus-Marschflugkörper durch die Ukraine. Das deutsche Verteidigungsministerium geht derzeit davon aus, dass dieses interne Gespräch abgehört wurde.
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