Zwei Macheten-Überfälle an einem Abend in Berlin – Täter auf der Flucht, keine Öffentlichkeitsfahndung
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Es sind zwei beunruhigende Polizeimeldungen mit den Nummern 1559 und 1560. Die gemeinsame Überschrift lautet: „Raubtaten in Kreuzberg“.
Ein Abend in Berlin, zwei Raubüberfälle – jeweils von maskierten Männern mit Macheten. Einmal wurde ein Supermarkt überfallen, einmal eine Bar. Jeweils wurde Bargeld verlangt. Beim ersten Mal erfolglos, beim zweiten Mal erbeuteten die Männer den Kasseninhalt.
Die Polizei bestätigte NIUS: Von beiden Taten gibt es Video-Aufzeichnungen, aktuell werde ein „Sachzusammenhang“ geprüft. Heißt im Klartext: Die Polizei wertet das Material aus, um herauszufinden, ob die Supermarkt-Täter von 18.00 Uhr dann um Mitternacht in der Bar zuschlugen.
Die Macheten-Männer sind nicht identifiziert und weiter flüchtig. Eine Öffentlichkeitsfahndung gibt es nicht, die Polizei will die Bilder aktuell nicht veröffentlichen – das sei als letztes Fahndungsinstrument erst mit einem richterlichen Beschluss möglich, heißt es auf NIUS-Anfrage.

Polizei und Rettungswagen am Mittwochabend vor dem Edeka
Sicherheitsmann warf mit Schnapsflaschen und Einkaufskörben
DAS IST PASSIERT: Mittwoch, kurz vor 18.00 Uhr in einem Edeka in der Berliner Ritterstraße. Zeugen beschreiben NIUS, dass zwei durchtrainierte Männer, mit einem Tuch vermummt und einer Basecap auf dem Kopf, in den Supermarkt stürmen. Einer der beiden habe dann einem Wachmann etwas ins Gesicht gesprüht, der andere mit einer Machete bewaffnet die Kassierin angeschrien und das Bargeld verlangt.
Ein Sicherheitsmitarbeiter stellte sich den Angreifern entgegen, kämpfte mit ihnen und warf mit Gegenständen wie Schnapsflaschen und Einkaufskörben, um die Angreifer zu vertreiben. Der Wachmann habe sich gewehrt mit „allem, was er in die Hände bekommen hat“, sagte ein Augenzeuge zu NIUS.

In diesem Edeka-Markt ereignete sich der Überfall.
Dann sollen die Angreifer auf ihn losgegangen sein, einer habe ihm „mit einem Kampfmesser in den Arm gehackt“, wie ein Augenzeuge berichtet. Und weiter: „Mit einer Brutalität und Zielstrebigkeit, noch nie erlebt.“ Laut Polizei erlitt der Wachmann eine Schnittwunde und wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen. Die Täter flohen ohne Beute.
Zum zweiten Vorfall heißt es von der Polizei: „Nach ersten Erkenntnissen haben sich gegen 0 Uhr zwei vermummte Männer Zugang in eine Bar in der Wilhelmstraße verschafft.
Einer der unbekannten Männer sei direkt hinter den Tresen getreten und habe eine Machete in der Hand gehabt.“ Der Komplize habe „mit einem Baseballschläger vor dem Tresen gestanden und die Kunden beobachtet“. Der Bar-Mitarbeiter hat das Geld herausgegeben, auch hier soll einer der Täter eine Spraydose mit sich geführt haben. Verletzt wurde in diesem Fall niemand.
In beiden Fällen ermittelt die Polizei weiter.
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Willi Haentjes
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