Fraktionssprecher legt 180-Grad-Wende für FDP hin: „Völlig logisch, wie Habeck entschieden hat“
Der Skandal um die geheimen Habeck-Akten wird nun von allen Ampel-Parteien kleingeredet.
Olaf in der Beek, klimapolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, sieht keinen Sinn mehr, „über irgendwelche Rücktritte zu philosophieren“. Habecks Rechtfertigungen in der Sitzung des Energie-Ausschusses scheinen zumindest ihn überzeugt zu haben.
„Und ich möchte auch sagen, so wie der Minister es heute dargestellt hat, ist es völlig logisch, wie er entschieden hat“, ergänzte in der Beek.
Vor 18 Stunden hatte die FDP noch andere Stimmen
Gestern noch waren die Stimmen aus der FDP mit einem anderen Ton ausgestattet: FDP-Politiker Michael Kruse zeigte sich von der Zusammenarbeit der Ampelkoalition „enttäuscht“. „Die Habeck-Papers zeigen, dass Deutschland beim Kernkraftausstieg wissentlich hinter die Fichte geführt wurde“, sagte der energiepolitische Sprecher gegenüber Focus Online. Den Bürgern dieses Landes und auch der FDP als Koalitionspartner sei „die Wahrheit vorenthalten“ worden.
FDP-Bundesvorstand Gerald Ullrich teilte mit, die AKW-Files des Cicero zeigten, „dass wir Bürger und wir Koalitionspartner nicht die ganze Wahrheit über den Kernkraftausstieg erfahren haben.“ Wie der 61-Jährige auf X schrieb, sei dies „ein Vertrauensbruch“, der „Konsequenzen“ haben sollte.
Unklar bleibt, ob der Vorstoß von Olaf in der Beek einen Richtungswechsel der gesamten FDP darstellt oder die Partei in der Habeck-Frage in verschiedene Richtungen geht.