Papst Leo XIV. wirbt für die Aufnahme aller Migranten: Das ist eine fatale Botschaft
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Papst Leo hält Asylmigration für ein Menschenrecht. Damit setzt der amerikanische Papst die Linie seines argentinischen Vorgängers fort. Leo XIV. enttäuscht die Hoffnungen derer, die in dieser Hinsicht auf mehr Realismus gehofft hatten.
Wie Franziskus besuchte nun Leo die italienische Insel Lampedusa und solidarisierte sich dort mit den Fluchtmigranten. Damit setzte er ein fatales Zeichen. Auch unter Leo gewichtet die römisch-katholische Kirche die Anliegen der Migranten offenbar höher als die Bedürfnisse der Einheimischen.
„Kissler Kompakt“ vom 21. Juli 2026 finden Sie hier:
So klang es auf Lampedusa. Leo zeigte Verständnis für die ankommenden Afrikaner. Die Sorgen jener Europäer, die unter Massenmigration leiden, bewegten ihn kaum. Das ist Leos erster großer Fehler in einem noch jungen Pontifikat.
Riskante Einseitigkeit
Ein Papst, der nach Lampedusa reist, gibt zu verstehen: Alle Asylmigranten aus Afrika sind in Europa weiter willkommen. Natürlich: Das Sterben in den Fluten des Mittelmeers ist eine Tragödie. Die Kirche muss in diesen wie allen vergleichbaren Fällen an der Seite der Leidenden stehen.
Doch ein Besuch in Lampedusa, verbunden mit migrationsfreundlichen Worten, geht weit über diese christliche Selbstverständlichkeit hinaus.
Der Papst will die Tore des alten Kontinents offenhalten für Asylmigranten aus aller Herren Länder. Die Gefahren für die innere und soziale Sicherheit benennt er nicht. In Zeiten, da viele Attacken, Anschläge und Übergriffe durch Zugewanderte Europa erschüttern, ist diese Einseitigkeit fatal.
Aufnehmen, schützen, integrieren
In seiner Predigt auf Lampedusa sagte Leo, Europa trage eine Verantwortung. Das Phänomen der Migration stelle die europäischen Gesellschaften vor eine historische Herausforderung.
Und wie soll Europa laut dem Papst auf diese Herausforderung reagieren? Indem es die Migranten aufnehme, schütze und integriere. Leo empfiehlt: Alle ankommenden Migranten sollen von Europa aufgenommen werden.
Europa soll also die Migranten aufnehmen, schützen, fördern, integrieren. Die Verantwortung der Heimatländer rangiert hinter der Verantwortung der Zielländer. Das ist ein unkluger, ein unvernünftiger, ja ein gefährlicher Gedanke aus päpstlichem Mund.
Davon abgesehen, dass nicht jeder Asylmigrant sich integrieren will: Unter Wahrung der Menschenwürde muss jeder Staat selbst bestimmen dürfen, wen er ins Land lässt und wen nicht; wer im Land bleiben darf und wer es verlassen muss. Diese Perspektive fehlt bei Leo ganz. Dadurch werden zwei zentrale Pfeiler der Demokratie geschwächt, die Volkssouveränität und das Gemeinwohl.
Freundschaft und Marktwirtschaft
Auch mit der freien Marktwirtschaft hat Leo Probleme. Ebenfalls auf Lampedusa nannte der Papst ein Wirtschaftssystem dann gerecht, wenn sich in ihm Freundschaft und Umweltschutz verbänden.
Der Wert der Freundschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Doch hat sie ihren Platz im Wirtschaftssystem? Und ist die „Sorge für die Schöpfung“ auf dem Markt von Angebot und Nachfrage richtig aufgehoben?
Auch hier zeigt sich: Der amerikanische Papst ist kein exaltierter Ich-Virtuose wie sein Vorgänger. Er ist kein Spontifex. Er ist bisher aber auch nicht das, was in Zeiten des Umbruchs nötig wäre: eine Stimme katholischer Vernunft, eine Stimme, die auch die Schattenseiten der Migration benennt.
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Alexander Kissler
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