Birgit Kelle zu Sprit-Versprechen von Friedrich Merz: „Die Halbwertszeit einer Kanzlerzusage beträgt keine 24 Stunden mehr“
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14 Cent statt 17 Cent. Seit gestern steht fest: Der Tankrabatt der Bundesregierung wird nicht so üppig ausfallen, wie am Montag eigentlich versprochen. Bei NIUS Live sorgt diese Täuschung der Bürger für Unverständnis. Das Vorgehen sei blamabel, findet die Publizistin Kelle: „Früher hat es wenigstens länger gedauert, bis man zurückgerudert ist, und jetzt beträgt die Halbwertszeit einer Kanzlerzusage keine 24 Stunden mehr.“
Besonders treffe es etwa Logistikunternehmen, die viel Treibstoff verbrauchen und daher besonders auf günstigen Sprit angewiesen sind. Leidtragender sei am Ende der Verbraucher: Die Unternehmen „haben nicht die Preisspanne zu sagen: Wir nehmen das alles auf uns. Sie müssen es weiterreichen, weil sie müssen überleben, in irgendeiner Form“, meint Kelle.
Hier der Clip dazu:
„Wir erleben Wankelmut – was wir nicht erleben, ist Mut“
Die Publizistin erkennt in dem Kommunikationschaos der Regierung ebenso eine gewisse Gleichgültigkeit: „Wen interessiert das schon, brutto, netto, ist doch völlig egal.“ Ihr hartes Fazit: „Da fragt man sich, ob man überhaupt noch Nachrichten gucken sollte, oder ob man einfach abwartet, nach dem Motto: Gilt das überhaupt morgen noch, oder muss ich mich heute damit beschäftigen?“
Auch NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt ist mit der Führung des Kanzlers unzufrieden. Die Gleichgültigkeit gegenüber den Auswirkungen seiner Politik auf das Leben der Menschen, sei gar zum Stil von Friedrich Merz geworden, ergänzt er. „Wir erleben Hochmut, wir erleben Kleinmut, wir erleben Wankelmut, aber was wir nicht erleben, ist Mut.“
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