Julian Reichelt über die Krankenkassen-Reform: „Das ist ein Angriff auf das Familienbild“
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Es wird teurer: Das neue Reformpaket der SPD-Gesundheitsministerin Nina Warken sorgt bei NIUS Live für Kopfschütteln. Um im kommenden Jahr bis zu 20 Milliarden Euro zu sparen, steigen unter anderem die Zuzahlungen für Arzneimittel, Zweitmeinungsverfahren sollen zunehmen und die kostenlose Mitversicherung für Ehegatten wird abgeschafft. NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt meint: „Das ist ein Angriff auf die Familie.“
Von Seiten des Ministeriums hieß es, jeder müsse seinen Beitrag leisten. NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt findet: „Dieser Satz ist falsch!“ Seine Sicht: „Die meisten Menschen leisten bereits ihren Beitrag, nämlich als Krankenkassenbeitrag.“ Reichelt präsentiert in der Sendung stattdessen seine eigene Interpretation des Reformzustandes: „Eigentlich müsste der Satz lauten: Die, die schon einen Beitrag leisten, müssen auch in Zukunft einen Beitrag leisten. Und die, die keinen Beitrag leisten, sollen auch in Zukunft keinen leisten.“
Hier der Clip aus der Sendung:
„Jeder, der noch genug Geld verdient, soll bestraft werden“
Für besonders viel Unmut sorgt allerdings der Plan, die kostenlose Mitversicherung für Ehegatten abzuschaffen. Reichelt meint: „Das fiskalpolitisch manifestierte Familienbild soll gesprengt werden.“ Ein solches Vorgehen „dürfte in der CDU niemals Platz haben“. Einen Grund, warum die Verantwortlichen sich trotzdem darauf einließen, sieht Reichelt in deren Zahlungsunfähigkeit: „Drei Jahre Ampel, 16 Jahre Merkel, das politische Missmanagement war so gewaltig, dass unsere Krankenversicherung vor dem Kollaps, vor der Zahlungsunfähigkeit steht.“
Publizistin Birgit Kelle pflichtet ihm bei: „Jeder, der jetzt noch genug Geld verdient, seine eigene Familie zu bezahlen, soll bestraft werden.“ Genau diejenigen seien es, „die am Schluss auch am meisten bezahlen“.
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