Peter Hahne über die Bluttat von Stade: „Wir haben das Anrecht, dass wir hier sicher leben können und das können wir nicht mehr“
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Bestsellerautor und Journalist Peter Hahne hat den Umgang der deutschen Spitzenpolitik mit den Morden von Stade scharf kritisiert. In der Sendung NIUS LIVE am Abend am 30. Juni forderte er eine klare Positionierung des Niedersächsischen Ministerpräsidenten und des Bundespräsidenten. Er verband dies mit einem Appell an die Politik, endlich mehr Sicherheit in Deutschland herzustellen.
Hintergrund der Tat in Stade ist nach aktuellem Stand kein sogenanntes Familiendrama. Im Zentrum steht vielmehr ein Konflikt zwischen Eltern einerseits und dem Staat andererseits. Vor den Schüssen war offenbar ein Baby vom Jugendamt in Obhut genommen worden, nachdem der Verdacht auf ein Schütteltrauma im Raum stand. Die Opfer arbeiteten für das Jugendamt und die Jugendhilfe.
„Wo ist denn der Bundespräsident?“
Hahne machte vor diesem Hintergrund deutlich, dass er den Fall nicht als private Tragödie verstanden wissen will, sondern als Angriff auf staatliche Vertreter. „Entschuldigung, wenn jemand auf Beamte oder Behördenmitarbeiter schießt oder das Messer zieht, geht es gegen den Staat“, sagte Hahne in der Sendung. Er warf Behörden und Politik vor, nicht klar genug zu benennen, was bekannt sei, und keine erkennbaren Konsequenzen zu ziehen.
Besonders deutlich wurde Hahne bei der Frage, warum führende Repräsentanten des Staates nicht sichtbar vor Ort seien. „Wo ist denn der Ministerpräsident von Niedersachsen? Wo ist denn der Bundespräsident?“, fragte Hahne. Der Bundespräsident müsse dort sein, um die Menschen zu trösten und zugleich eine Grenze zu ziehen. Hahne sagte, es brauche ein klares Signal: „Jetzt ist Schluss damit.“
„Wir haben das Anrecht, dass wir hier sicher leben können“
Auch die Bundesregierung nahm Hahne in die Pflicht. Er sprach von einem Anspruch der Bürger auf Schutz durch den Staat und kritisierte, dass die politische Verantwortung nach solchen Taten aus seiner Sicht regelmäßig ausweiche. „Ich glaube, dass es kein Radikalismus ist, kein Populismus ist, kein Extremismus ist, wenn wir als schlichte Bürger, wir drei hier im Studio, sagen, wir wollen diese Art der Gesellschaft nicht“, sagte Hahne.
Seine Forderung richtete Hahne ausdrücklich an die Regierungen im Land und Bund. Der Staat müsse das gewährleisten, was er seinen Bürgern schulde. „Wir verlangen von den Regierungen in Land und Bund das Mindeste, was sie auch per Eid geschworen haben, nämlich Sicherheit“, sagte Hahne. Dann ergänzte er: „Wir haben das Anrecht, dass wir hier sicher leben können und das können wir nicht mehr.“
Sehen Sie die Sendung NIUS LIVE am Abend vom 30. Juni jetzt hier:
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