Die Fernandes-Verschwörung: Was zwischen Spiegel und Justizministerin wirklich lief
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Nichts ist in der Politik verdächtiger als das Unnötige und Überflüssige. Wenn wir viele Worte hören, wo nur wenige Worte nötig wären, dann stimmt meistens etwas nicht. Alles Wichtige kann man kurzfassen, wenn man nur will. Wer auffällig viel redet, hat etwas zu verbergen.
Die aktuelle Folge „Achtung, Reichelt!“ sehen Sie hier:
Die Älteren unter uns erinnern sich an den Satz, der früher auf den D-Mark-Scheinen stand: „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.“ Dieser eine Satz reichte aus.

Warnung vor einer Straftat auf der Rückseite des 100-D-Mark-Scheins
Ein Gesetz, das auf einen Bierdeckel passt
Genauso einfach könnte man einen ekelhaften Missstand regeln, der unser digitales Zeitalter plagt, nämlich die Verbreitung von ultrarealistischen, aber gefälschten Pornobildern von real existierenden Menschen.
In Amerika gibt es dafür den „Take It Down Act“, ein Samurai-scharfes Schwert des Rechtsstaats, mit dem die Trump-Regierung solch entwürdigenden und gerade für Jugendliche traumatisierenden Bildern den Kampf angesagt hat.

Donald Trump bei der Unterzeichnung des „Take It Down Acts“, der durch seine Ehefrau Melania initiiert wurde.
Der Satz im Gesetz, den wir dringend brauchen, könnte ganz einfach lauten: „Wer realistische pornografische Bilder oder Videos von lebenden Personen in Umlauf bringt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.“ Und gerne fünf oder zehn Jahre für die, die Kinder und Jugendliche mit solchem Dreck demütigen und tyrannisieren.
Was als realistisch gilt, das hätten Gerichte zu entscheiden. Genau dafür gibt es den Rechtsstaat.
Hubigs wahre Absicht: Spott unter Strafe stellen
Aber unsere Bundesregierung will kein einfaches Gesetz, für das es gewaltige gesellschaftliche und parlamentarische Mehrheiten gäbe, sonst würde sie es ja einfach verabschieden. Unsere Regierung will etwas anderes. Unsere Regierung will Überwachung, Einschüchterung, Ungewissheit und Selbstzensur der Bürger aus Angst.

Hubig will hinter Worten ihre wahren Absichten verschleiern, nämlich ein Gesetz, das Spott über Politiker strafbar machen würde.
Deswegen findet Justizministerin Stefanie Hubig von der SPD unendlich viele überflüssige und unnötige Worte für ein Gesetz, das man in einer Minute mit Unterstützung nahezu aller Bürger auf einen Bierdeckel schreiben könnte. Sie will hinter Worten ihre wahren Absichten verschleiern, nämlich ein Gesetz, das Spott über Politiker strafbar machen würde, beziehungsweise noch strafbarer als er ohnehin schon ist. Unter ihrem Zensurgesetz wären nicht nur Worte als Majestätsbeleidigung strafbar und Anlass für Hausdurchsuchungen, sondern auch Bilder, von denen die zarten Seelen der Mächtigen sich gekränkt und „herabgewürdigt“ fühlen würden. Der Gesetzestext soll wie folgt lauten:
„Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch täuschende Inhalte: (1) Wer einer dritten Person einen mittels eines Computerprogramms erstellten oder veränderten Inhalt (§ 11 Absatz 3), der den Anschein erweckt, ein tatsächliches Geschehen in Bezug auf eine andere Person wiederzugeben, und der geeignet ist, dem Ansehen dieser Person erheblich zu schaden, unbefugt zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.“
Kein Wort zu Pornografie. Es geht um jeden bösen Witz, den jeder Bürger erstellen könnte.
Wie der Spiegel eine Lüge zur Staatsaffäre machte
Weil Stefanie Hubig für diesen Amoklauf gegen die Grundrechte keine Argumente und keine gesellschaftlichen Mehrheiten finden würde, hat sie sich geflüchtet in Verschleierung und Verschwörung. Ihr Ministerium, vermutlich auch sie persönlich, hat mit dem verdeckten Staat des NGO-Komplexes kollaboriert, um ihre Absichten durch Propaganda und Empörung voranzutreiben. Sie hat sich den Vorfall geschaffen, den sie brauchte, damit niemand es mehr wagt, ihr schreckliches Gesetz zu hinterfragen – bis es zu spät ist. Stefanie Hubig wollte zur politischen Profiteurin der Affäre Ulmen-Fernandes werden, über die wir hier bereits ausführlich berichtet haben. Im Feuerschutz eines medial-moralischen Megaskandals wollte sie Gesetze so verschärfen, dass jede Karikatur im KI-Zeitalter zum strafrechtlichen Risiko werden würde. Solche Gesetze zielen nie darauf ab, Tausende vor Gericht zu stellen, sondern einzelne zu bestrafen, um Tausende einzuschüchtern. Der Bürger, der sich selbst zensiert, wird zum Untertan.

Die links-aktivistische Kampagnenorganisation „HateAid“ und der Spiegel lieferten die passende Geschichte, von der jetzt schon so gut wie nichts mehr übrig ist. Mit geschickt-perfiden Worten unterstellte der Spiegel Christian Ulmen, pornografische Deepfakes von seiner Ex-Frau Collien Fernandes verbreitet zu haben, ein abscheulicher, vernichtender, aber eben falscher Vorwurf, von dem inzwischen nichts mehr übriggeblieben ist. Die Ereignisse haben sich in den letzten Stunden weiter überschlagen. Die Tagesschau hat die Sendung gelöscht, in der sie ebenfalls den Vorwurf aus dem Spiegel erhoben hat. In der Korrektur dazu heißt es: „Diese Sendung wurde nachträglich bearbeitet. In einer früheren Version der Meldung zur Demonstration in München konnte der Eindruck entstehen, dass Frau Fernandes ihrem Ex-Mann vorwirft, manipulierte Videos im Internet zu verbreiten.“
Der schändliche Spiegel nannte Christian Ulmen in einem Artikel mit den monströsen Fällen Epstein und Pelicot, ich zitiere: „Ihr Fall geschieht zu einer Zeit, in der die Gesellschaft so intensiv wie selten über Gewalt gegen Frauen diskutiert, über Gisèle Pelicot und Jeffrey Epstein.“
Bild titelte daraufhin: „Der virtuelle Fall Pelicot“ und schrieb: „Dieses Licht hat sie sich nicht ausgesucht, man hat es ihr zugemutet. Und dann trat sie bewusst hinein. Damit hat sie wiederum uns allen etwas zugemutet: die Wahrheit über sexuelle Gewalt.

Diese Passage stammt aus einem Text, den ich am 20.12.2024 über Gisèle Pelicot geschrieben habe. Er könnte, bis auf die Verurteilung mehrerer Tatverdächtiger, genauso über Collien Fernandes verfasst werden. Ihr damaliger Mann, Christian Ulmen, soll Collien fünf Tage nach Erscheinen dieses Pelicot-Artikels, am 1. Weihnachtsfeiertag 2024, gestanden haben, Autor der abartigen Fake-Pornos von ihr gewesen zu sein, die über Jahre im Netz verbreitet wurden und deren Urheber sie so verzweifelt suchte. Jetzt benannte Fernandes den für sie wahren Täter öffentlich: ihren mittlerweile Ex-Ehemann. BILD versicherte sie an Eides statt ihre Version dieser Geschichte.“

Christian Ulmen wehrt sich mittlerweile anwaltlich gegen einige Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen ihn erhoben hat.
Abgesehen davon, dass bei Bild hier alle Maßstäbe zusammengebrochen sind – nichts von alledem stimmt. Collien Fernandes hat inzwischen selbst klargestellt, dass diese Darstellung aus dem Spiegel falsch ist, dass es nie um Deepfakes ging. Sollte sie die Vorwürfe gegenüber Bild tatsächlich an Eides statt versichert haben, wäre das eine Straftat.
Der linke Medienblog Übermedien schreibt zu der Spiegel-Geschichte:
„Collien Fernandes präzisiert, es gehe bei den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen nicht um KI-generierte ‚Deepfakes‘. Dabei wirkte bisher alles so. Was vor allem daran liegt, wie der ‚Spiegel‘ Fernandes’ persönliche Geschichte erzählt hat. Ungenaues Framing aber schadet der notwendigen Diskussion über digitale Gewalt und tatsächliche Deepfakes.“
„Ungenaues Framing“ – das ist ein sehr schmeichelhafter Begriff für Propaganda.
Die zahlreichen Zufälle in dieser – inzwischen – Staatsaffäre sind atemberaubend. Im Spiegel heißt es: „Fernandes erstattete Ende 2025 in Spanien Anzeige gegen Ulmen.“
Das Justizministerium lügt – und wir können es beweisen
Gegenüber NIUS musste das Justizministerium einräumen, dass Ministerin Hubig im gleichen Zeitraum, „am 14. Oktober 2025 ein Gespräch mit Vertreterinnen der Organisation HateAid geführt hat. Gegenstand des Gesprächs waren unter anderem digitale Gewalt und bildbasierte sexualisierte Gewalt“.
Zu diesem Zeitpunkt arbeitete man bei HateAid bereits eng zusammen mit Collien Fernandes. Innerhalb von Stunden nach der Spiegel-Veröffentlichung rollte die Gesetzeskampagne der Ministerin los, aber sie behauptet, vom Fall Fernandes nie zuvor gehört zu haben, obwohl Spiegel-Redakteurin Juliane Löffler öffentlich eingestanden hat, die Veröffentlichung zeitlich auf das Hubig-Gesetz abgestimmt zu haben. Welche weiteren Absprachen und Treffen es zwischen Justizministerium und HateAid gab – darüber verweigert das Justizministerium die Aussage.

„Spiegel“-Redakteurin Juliane Löffler gestand öffentlich ein, die Veröffentlichung zeitlich auf das Hubig-Gesetz abgestimmt zu haben.
Kann das alles Zufall sein? Und vor allem: Wenn es alles Zufall sein sollte, warum lügt dann das Justizministerium?
Das Justizministerium lügt in der Affäre?, fragen Sie jetzt. Oh ja. Das können wir inzwischen nachweisen. Und Hubigs Mitarbeiter lügen nicht nur, sie versuchen auch noch, Kritiker einzuschüchtern. Hier ist der Fall, für den früher Minister zurückgetreten wären: Der Rechtsanwalt Patrick Baumfalk, selber Sozialdemokrat, schreibt am 28. März einen Artikel über die Kampagne von Ministerin Hubig. Es ist ein sehr kluger, wohl formulierter Aufsatz unter der Überschrift „Wenn Tränen Gesetze machen“. Baumfalk schreibt: „In weniger als einer Woche ist von dem Narrativ, das ein ganzes Gesetzgebungsverfahren angetrieben hat, nichts übriggeblieben. Aber die Gesetzentwürfe liegen weiter auf dem Tisch.“

Patrick Baumfalk schrieb einen kritischen Artikel über das Hubig-Gesetz und sollte dafür eingeschüchtert werden.
Und er wirft der Ministerin vor: „Es dauert keine 48 Stunden, bis Bundesjustizministerin Hubig den Fall namentlich als Begründung für ihr Gesetz gegen digitale Gewalt heranzieht.“
Sprecher Hosemann und die dreiste Falschaussage
Daraufhin geschieht etwas Erstaunliches: Der Sprecher der Ministerin droht dem Anwalt, so empfindet er es. Hubigs Sprecher Eike Götz Hosemann ist seit 2018 auf X, hat aber noch nie etwas getwittert. Nun veröffentlicht er sein drohendes Schreiben an Anwalt Baumfalk. Darin heißt es: „Sie stellen u.a. folgende Behauptung auf: ‚Es dauert keine 48 Stunden, bis Bundesjustizministerin Hubig den Fall [gemeint ist der von Ihnen sog. Fall Fernandes] namentlich als Begründung für ihr Gesetz gegen digitale Gewalt heranzieht.‘ Diese Behauptung ist unzutreffend. Ministerin Hubig hat den von Ihnen sogenannten ‚Fall Fernandes‘ nicht als Begründung für das Vorhaben eines Gesetzes gegen digitale Gewalt herangezogen.“

Eike Götz Hosemann, Sprecher von Justizministerin Stefanie Hubig
Und Sprecher Hosemann fügt hinzu: „Herr Baumfalk behauptet, die Ministerin habe den fraglichen Fall innerhalb von ‚48 Stunden [...] namentlich als Begründung für ihr Gesetz‘ herangezogen. Es gab keine entsprechende Äußerung der Ministerin.“
Doch das ist dreist gelogen. Und natürlich können wir das beweisen. Die Spiegel-Titel-Geschichte erschien am 19. März um 12:18 Uhr. Nur 26 Stunden später, am 20. März um 14:14 Uhr veröffentlichte Stefanie Hubig folgendes Video auf Instagram und auf ihrer Ministeriumsseite:
Dieses Video ist so bemerkenswert wie entlarvend. In ihrer Social-Media-getriebenen Eitelkeit überführt sich die Ministerin gleich mehrfach selbst der Lüge. Schauen wir uns das Bild für Bild an.

Hier ist der erste Screenshot: Ministerin Hubig blättert im Spiegel die Geschichte über Collien Fernandes auf, bewirbt den Spiegel, WÄHREND sie darüber spricht, dass ihr Gesetz JETZT fertig, auf der Zielgeraden sei, sie spricht also über das Timing. Das Ministerium hat uns schriftlich mitgeteilt: „Ministerin Hubig hatte von den Vorwürfen, die in der von Ihnen in Bezug genommenen SPIEGEL-Berichterstattung erhoben werden, vorab keine Kenntnis.“
Juliane Löffler sagt, die Veröffentlichung der Ulmen-Geschichte wurde auf den Zeitpunkt des Gesetzes abgestimmt. Ministerin Hubig verkündet und bewirbt ihr Gesetz auf Social Media, indem sie in der entsprechenden Spiegel-Geschichte blättert und spricht DANN über „pornografische Deepfakes“. Der Spiegel liefert zum richtigen Zeitpunkt genau die Geschichte über pornografische Deepfakes, die Ministerin Hubig braucht, OBWOHL Christian Ulmen gar keine pornografischen Deepfakes verbreitet hat – und der Spiegel das auch wusste.
Das ist natürlich kein Zufall. Die Ministerin hat gelogen. Sie war Teil der Kampagne, die mit dem Spiegel nach aller Plausibilität und Wahrscheinlichkeit abgestimmt gewesen sein MUSS.
Hier ist der zweite Screenshot des Videos:

Der Sprecher der Ministerin hat öffentlich mitgeteilt: „Ministerin Hubig hat den von Ihnen sogenannten ‚Fall Fernandes‘ nicht als Begründung für das Vorhaben eines Gesetzes gegen digitale Gewalt herangezogen.“
Aber der Screenshot zeigt gleich fünf Schlagzeilen über Collien Fernandes, darunter auch den Spiegel-Aufmacher und eine Überschrift der Tagesschau. Dort heißt es: „Fall Fernandes: Strafverfolgung bei digitaler Gewalt soll erleichtert werden. Hubig argumentiert also nicht nur mit dem Fall Fernandes für ihr Gesetz. Sie hat auch noch eine Schlagzeile ausgewählt, die einen direkten Zusammenhang zwischen dem Fall Fernandes und ihrem Gesetz herstellt. Wir können also festhalten: Sprecher Hosemann lügt. Die entscheidende Frage lautet allerdings: Hat Ministerin Hubig ihren Sprecher angewiesen, öffentlich für sie zu lügen? Ich bin mir absolut sicher: Ja, hat sie. Kein Sprecher einer Ministerin aktiviert nach acht Jahren seinen X-Account zum ersten Mal, um Kritiker einzuschüchtern, ohne dass die Chefin ihn dazu aufgefordert hat.

Und jetzt wird es besonders brisant. Hier ist der dritte Screenshot:

Im direkten Zusammenhang mit dem Fall Fernandes und NACHDEM Ministerin Hubig den Spiegel mit der Fernandes-Titelstory aufgeblättert hat, postet Hubig ihr Interview, das sie in derselben Spiegel-Ausgabe gegeben hat. Uns gegenüber hat Hubig behauptet: „Ministerin Hubig hat von den Vorwürfen erst nach der Veröffentlichung der fraglichen Berichterstattung durch den SPIEGEL erfahren.“
Das ist schon deshalb erkennbar eine Lüge, weil das Interview geführt wurde von Juliane Löffler, derselben Spiegel-Aktivistin, die die Ulmen-Story nicht nur verantwortet, sondern zeitlich auf das Hubig-Gesetz abgestimmt hat. Jeder Journalist, der in Berlin arbeitet, weiß: Es ist vollkommen unrealistisch, ja, undenkbar, dass dieses Interview geführt wurde, ohne dass Hubig vom Umfeld der Titelgeschichte wusste, zumal die Ministerin UND der Spiegel mit HateAid zusammengearbeitet haben. Es ist vollkommen absurd zu glauben und fernab jeder Lebensrealität, dass Spiegel-Aktivistin Löffler und Ministerin Hubig vor dem Interview nicht über den Fall Ulmen gesprochen haben.
Aber noch eindeutiger wird es durch den Post, mit dem sich die Ministerin selbst überführt: Wenn ihr Interview mit dem Fall Ulmen-Fernandes nichts zu tun hat – warum postet sie dann ihr Interview mit Bezug auf eben jene Geschichte, nur 26 Stunden nach der Spiegel-Veröffentlichung?
Ministerin Stefanie Hubig lügt, man kann zu keinem anderen Schluss mehr kommen.
Noch deutlicher wird das alles, wenn man auf die Ausgabe von Bunte vom 26. März schaut. Die Zeile auf dem Titel lautet: „Wie konnte er ihr das antun!“ Im Heft findet sich eine lange Strecke über den Fall Ulmen-Fernandes. Diese Strecke schließt, Sie sehen es hier rechts auf dem Bild, mit einem Interview mit – Justizministerin Hubig. Die Überschrift lautet: „Das Herstellen pornografischer Deepfakes soll strafbar werden.“

Glaubt irgendwer ernsthaft, dass die Justizministerin sich zur Rechtsexpertin von Bunte macht, ohne zu wissen, in welchem Umfeld das Interview erscheint, ohne damit eine klare politische Agenda zu verfolgen?
Auch die Welt-Journalistin Fatina Keilani wurde aus dem Ministerium kontaktiert. Am Montagmorgen hatte Keilani einen Kommentar über die Sendung von Caren Miosga veröffentlicht, in der neben der Ministerin auch Collien Fernandes zu Gast war.
Keilani schrieb über Hubig: „Hat das Ministerium nicht auch Bezug auf den Fall genommen, um dem eigenen Gesetzesvorhaben Schub zu verleihen? Überhaupt ist diese Gleichzeitigkeit von Skandal und bereitliegendem Gesetzentwurf kurios.“
Dem Ministerium passte der Kommentar offenbar nicht: „Gegen kurz nach 11 Uhr morgens rief mich ein Pressesprecher an. Er unterstellte mir Falschberichterstattung, sein Tonfall war ziemlich forsch“, so Keilani.
Unliebsame Journalisten mit Lügen einschüchtern – das war mal ein Rücktrittsgrund.
Hubig hat die Unschuldsvermutung in den Schredder geworfen
In ihrem Amt als Justizministerin ist Stefanie Hubig die Hüterin von Grundgesetz und Grundrechten, die Wächterin über den Rechtsstaat. Grundlage jeder Rechtsstaatlichkeit ist die Unschuldsvermutung. Niemals darf der Staat, schon gar nicht die Regierung, Menschen ohne Verfahren und Urteil zu Tätern machen. Aber genau das hat Stefanie Hubig getan. Unter eindeutiger Berufung auf den Spiegel, unter Verwendung zahlreicher Überschriften, hat sie Christian Ulmen zum Täter erklärt – und das auch noch mit einem Vorwurf, Verbreitung pornografischer Deepfakes von seiner Frau, der sich in Luft aufgelöst hat. Sie hat das getan, weil es ihr politisch nützlich war. Hubig hat die Unschuldsvermutung in den Schredder geworfen und zum eigenen politischen Vorteil einen Menschen mit falschen Vorwürfen vernichtet. Schon das wäre Grund genug für einen Rauswurf. Eine Justizministerin, der die Unschuldsvermutung nicht heilig ist, öffnet die Pforten zur Hölle der Willkür. Aber damit nicht genug: Als Hubig wenige Tage später merkte, dass sich die Vorwürfe nicht halten ließen; als sie massiv kritisiert wurde, weil sie zusammen mit Collien Fernandes in einer Talkshow auftreten wollte, als sich der politische Wind drehte – da schickte Hubig ihre PR-Schergen los, um einen Anwalt und eine Journalistin, die genau das kritisierten, mit Lügen einzuschüchtern.
Im Strafrecht nennt man das, was Stefanie Hubig versucht hat: Verdunkelung.
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