Wolfgang Herles über peinlichen Merz-Auftritt mit krebskranker Frau: „So kann man sich in der Öffentlichkeit nicht verhalten“
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Der Auftritt des Bundeskanzlers beim Tag des Lokaljournalismus in Salz hat deutschlandweit für Kritik gesorgt. Der empathielose Umgang von Friedrich Merz mit einer krebskranken Bürgerin löst auch bei Journalist Wolfgang Herles Unverständnis aus. Bei NIUS Live legt er sich fest: „So kann man sich in der Öffentlichkeit nicht verhalten.“
„Zu keinem Zeitpunkt, zu keinem Zeitpunkt, ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben“, sagte Friedrich Merz, nachdem die Bürgerin Silvia Dronsch den Kanzler gefragt hatte, warum die Vorsorgeuntersuchungen für Hautkrebs nach der jüngsten Gesundheitsreform nun nicht mehr von den Kassen getragen werden – während die Gehälter für Spitzenbeamte ursprünglich ansteigen sollten.
Der Kanzler log sie auch noch an
Eine glatte Lüge des Kanzlers – und für Herles ein weiterer der „ungefähr 2000 Gründe des Vertrauensverlustes“. Der ehemalige ZDF‑Journalist ist allerdings überrascht, „dass er sich auch noch die überflüssigsten Möglichkeiten sucht, sein Ansehen weiter zu beschädigen“.
Sehen Sie hier den vollständigen Clip aus der Sendung:
Politikchef Ralf Schuler hat einen Erklärungsversuch für das Verhalten des Bundeskanzlers parat. Merz habe in dem Augenblick den Eindruck zerstören wollen, „die Bundesregierung habe kichernd zusammengesessen und gesagt: Komm, wir machen mal die Taschen auf“. Das Problem: „Das kann man aber nicht in der Rhetorik machen, wie wenn man sich einen Schüler am Schlawittchen nimmt“, so Schuler.
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