Schlammschlacht um Elon Musk, seine Ex und die deutsche AfD-Influencerin
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Es ist der irrste öffentliche Zoff des Frühjahrs.
Die Beteiligten: X- und Tesla-Chef Elon Musk, eines seiner 14 Kinder, seine Ex, die plötzlich eine 180-Grad-Wende macht – und eine AfD-Influencerin aus Deutschland, die dank des reichsten Mannes der Welt Zuflucht in den USA gefunden hat – und vielleicht noch ein bisschen mehr? Es gibt Tränen, wüste Beschuldigungen und Drohungen. Es ist ein Geflecht aus Sex, Wut und Diffamierungen wie in einer Soap.
Vorhang auf für ein Drama in drei Akten
Der erste Akt: Im März 2025 kommt ans Licht, dass Elon Musk mehr als nur die offiziell verkündeten 13 Kinder zu haben scheint. Eine junge Frau namens Ashley St. Clair meldet sich in der Presse zu Wort, nachdem sie offenbar von Musk-Gegnern in Manhattan aufgespürt wurde. Die Trump-nahe Influencerin Laura Loomer beschreibt die 27-Jährige als „Gold Digger“, also Goldgräberin, die öffentlichkeitswirksam ihren Tesla für 100.000 Dollar verkauft, den sie von Elon Musk während der Romanze geschenkt bekommen haben soll.
Ashley St. Clair sagt in die Kameras: „Ich verkaufe das Auto, weil ich mit 60 Prozent weniger Kindesunterhalt auskommen muss, den Elon unserem Sohn jetzt zahlt.“

Ashley St. Clair behauptet 2025, die Mutter von Elon Musks Sohn zu sein.
Die Bombe ist geplatzt. Elon Musk hat offenbar NOCH ein weiteres Kind.
Unter dem Post kommentiert der vermeintliche Kindsvater selbst: „Ich weiß nicht, ob das Kind von mir ist. Aber ich bin nicht dagegen, es herauszufinden. Dafür brauche ich keinen Gerichtsbeschluss. Obwohl ich es nicht genau weiß, habe ich Ashley 2,5 Millionen Dollar gegeben und schicke ihr jedes Jahr 500.000 Dollar.“
Was war passiert? Ashley, eine konservative Influencerin und Autorin, führte im Rahmen ihrer Arbeit für eine Satire-Seite ein Interview mit Elon Musk. Daraufhin entspann sich offenbar eine kurze Beziehung, aus der ein Sohn hervorging.

Elon Musk hat offiziell 14 Kinder mit vier verschiedenen Frauen.
Ashley habe laut New York Post mehrere Direktnachrichten von Musk bekommen, er sei lustig und bodenständig gewesen. Man habe sie anschließend gebeten, Stillschweigen über die Schwangerschaft zu bewahren. Sie habe manche seiner anderen Kinder getroffen und auch Zeit mit seiner Mutter Maye Musk verbracht.
Doch die Romanze hat kein Happy End: Ein bitterer Streit ums Sorgerecht entbrennt. Ashley, die zuvor noch als konservative Aktivistin gegen die Trans-Ideologie kämpfte, legt plötzlich eine Kehrtwende hin und sagt, sie wolle sich noch weiter in die Materie einarbeiten.
Daraus schließen einige ihrer mehr als eine Million Follower offenbar, dass sie auch offen dafür sei, ihren Sohn in dieser Weise zu beeinflussen. Der Junge ist ein Jahr alt. Elon Musk, der öffentlich beklagt hat, seinen Sohn Xavier an die Trans-Ideologie verloren zu haben (der nennt sich jetzt Vivien Wilson und arbeitet als Model), kündigt an, für das alleinige Sorgerecht kämpfen zu wollen, aus Angst, die Mutter würde das Kind zum Transmenschen erziehen. Ashley St. Clair beantragt wiederum beim New York Supreme Court das alleinige Sorgerecht. Ihre Begründung: Elon Musk habe den Jungen bis dato nur dreimal getroffen.
Anfang 2026 zündet St. Clair die nächste Stufe und verklagt Grok, den KI-Chatbot, der von Musks Unternehmen xAI entwickelt wurde, er habe mit künstlicher Intelligenz Deepfake-Bilder von ihr angefertigt. Diese sexualisierten Bilder seien „schrecklich und wie eine Vergewaltigung“. Na, klingelt da was?
Ashley St. Clair kämpft mit Anwälten – und Posts: Die einstmals Konservative repostet Tweets des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom, einem Demokraten, und auch von Sängerin Grimes, die mit Elon Musk drei gemeinsame Kinder hat.
Warum sie dafür die Plattform X ihres Ex benutzt? Vermutlich, weil dort Millionen User verfolgen, dass sie laut eigener Aussage von der Premium-Mitgliedschaft verbannt wurde. Die Meinungen gehen auseinander: Ist das hier eine verbitterte, rachsüchtige Ex? Geht es wirklich um das Kind (in neueren Videos spricht Ashley St. Clair von mehreren Kindern)? Oder geht’s ums Geld?
Zur allgemeinen Frontenbildung dürfte beitragen, dass St. Clair offenbar einen politischen Purzelbaum hingelegt hat: Die ehemals konservative Frau bezeichnet sich plötzlich als „dark woke“.
Und, weil so ein Zoff um den wohl berühmtesten und umstrittensten Mann der Welt (Musk hat auf seiner Plattform X rund 238 Millionen Follower) ordentlich Klicks bringt, schalten sich diverse weitere Akteure in die Social-Media-Schlammschlacht ein ...
Vorhang auf für den zweiten Akt
Auftritt Benny Johnson, konservativer Influencer, Politkommentator und YouTuber mit 2,2 Millionen Instagram-Followern und deutlicher Trump-Schlagseite. Er arbeitet auch für Erika Kirks Bewegung Turning Point USA und moderiert „The Benny Show“. Als er offen dazu aufruft, Ashley St. Clair ihren Sohn wegzunehmen und dem „gesunden Elternteil“, dem Vater Elon Musk, zu überantworten, fallen immer mehr Akteure öffentlich übereinander her.
Und wie in einer guten 90er-Jahre-Talkshow wird es schmutzig: Ashley St. Clair, die mit einem gut abgesicherten Kind von 726-Milliarden-Mann (laut Forbes) Elon Musk nie wieder arbeiten müsste und einfach ihr Handy ausschalten könnte, rastet aus und schaltet sich auf X und Instagram selbst in Debatten ein. Ihren Widersacher Johnson bekämpft sie mit Anwälten, sie droht, beschimpft den fünffachen Vater als schwul.

Moderator Benny Johnson machte Stimmung gegen Ashley St. Clair.
Aber nicht nur er bekommt sein Fett weg, auch andere reichweitenstarke Accounts geraten unter Beschuss. Und hier kommt jetzt Deutschland ins Spiel.
Der dritte Akt: Die Rolle der deutschen AfD-Influencerin
Ashley St. Clair holt zum Rundumschlag aus – und der darf auch mal unter die Gürtellinie gehen.
Als Antwort auf den kritischen Kommentar eines Users schreibt sie: „Übrigens: Er hat Naiomi S (dieses deutsche Mädchen) gebangt, und die hat dann etwas mit Nick Sortor (ein rechter Influencer, Anm. d. Red.) angefangen, um an eine Greencard zu kommen, während sie gleichzeitig Elon traf, der sie einen schrägen Vogel nannte.“

Naomi Seibt lebt seit vergangenem Jahr im US-Asyl.
Mit dem deutschen Mädchen ist Naomi Seibt gemeint: Die AfD-nahe Aktivistin hat im vergangenen Jahr in den USA Asyl gesucht, weil sie hierzulande wegen ihrer politischen Meinung verfolgt werde. Die 25-Jährige bezeichnet sich selbst als Bindeglied zwischen Deutschland und Elon Musk, fädelte laut eigenen Aussagen auch das Gespräch zwischen ihm und AfD-Chefin Alice Weidel im Januar 2025 ein.

Das Gespräch zwischen Weidel und Musk sorgte weltweit für Furore.
Politische Zweckgemeinschaft oder Romanze? Welches Verhältnis die beiden hatten oder haben, darüber spekuliert jetzt das halbe Netz.
Auf X schreibt Naomi Seibt – und ein Dementi klingt anders:
„Ashley St.Clair projiziert ihre Schuld und Verbitterung, uns ein Jahrzehnt lang etwas vorgemacht zu haben. Ich habe ihre Eifersucht nie provoziert, aber die frisst sie auf. Also muss sie lügen. Ich bin aus Deutschland geflohen, ohne einen langfristigen Plan oder eine Ahnung davon, dass diese Branche so verrottet ist. Ich habe Asyl beantragt, weil ich in Deutschland echter Verfolgung ausgesetzt bin. Das könnte sich Ashley St. Clair niemals vorstellen. Ich schlafe mich nicht nach oben. Ich bin ziemlich autistisch und außergewöhnlich intelligent. Definitiv ein schräger Vogel. Ich glaube an die Liebe, immer schon.“

In den Sozialen Medien tobt eine Schlammschlacht um Musks mögliche Affären.
Jetzt warten alle auf die Reaktion. Und die Gegenreaktion. Und die Gegengegenreaktion. Vorhang. Applaus. Fortsetzung folgt ...
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Melanie Grün
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