Großrazzia: Beamte stellen Waffen, Drogen und Bargeld sicher
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Bei einem Großeinsatz gegen Schusswaffenkriminalität haben Berliner Ermittler am Mittwoch mehrere Objekte in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt durchsucht. Die BAO Ferrum des Landeskriminalamts Berlin und die Ermittlungsgruppe Telum der Staatsanwaltschaft Berlin vollstreckten nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft insgesamt elf richterliche Durchsuchungsbeschlüsse. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz und räuberische Erpressung.
Die Maßnahmen richteten sich gegen 13 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 61 Jahren. Ein Großteil von ihnen soll illegal mit Schusswaffen gehandelt haben. Drei Männer im Alter von 18, 46 und 50 Jahren wurden festgenommen. Sie sollten am Donnerstag dem Amtsgericht Tiergarten vorgeführt werden, wo über den Erlass von Haftbefehlen entschieden werden soll.
Durchsucht wurden Wohn- und Aufenthaltsorte in mehreren Berliner Bezirken, darunter Pankow, Gesundbrunnen, Marzahn, Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof, Buckow und Lichtenrade. Weitere Maßnahmen fanden in Blankenfelde-Mahlow in Brandenburg sowie in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt statt.
Nach Angaben der Ermittler wurden fünf scharfe Schusswaffen samt Magazinen und Munition sichergestellt. Außerdem fanden die Beamten Betäubungs- und Arzneimittel in nicht unerheblicher Menge, darunter 2,7 Kilogramm Marihuana und 5.790 Tilidin-Tabletten. Auch Bargeld, mehrere Messer und Mobiltelefone wurden als Beweismittel beschlagnahmt.
SEK stürmte „Shooter“-Wohnung
Die B.Z. berichtete zuvor von einem Großeinsatz mit rund 200 Beamten. Demnach waren neben dem SEK auch Kräfte der GSG 9, Hundertschaften und Diensthunde beteiligt. Laut B.Z. sollen die Ermittlungen im Zusammenhang mit schwerer räuberischer Erpressung in der türkischen Community stehen. Bedroht worden seien unter anderem Geschäftsinhaber, Friseure und Umzugsunternehmen.
In Kreuzberg soll das SEK nach B.Z.-Informationen am Morgen eine Einzimmerwohnung in der Kreuzbergstraße gestürmt haben. Dort sollen mutmaßlich sogenannte „Shooter“ untergebracht worden sein. Gemeint sind Personen, die gegen Bezahlung Schüsse auf Menschen oder Objekte abgeben sollen. Die B.Z. berichtet weiter, solche Täter würden teils nach Berlin eingeflogen, attackierten ihre Ziele und verschwänden wieder, bevor die Polizei ihre Identität klären könne.
Offiziell äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zu diesen Details zunächst nicht. In der gemeinsamen Mitteilung heißt es lediglich, die Sichtung und Auswertung der sichergestellten Beweise dauere an. Auch die Ermittlungen der BAO Ferrum und der EG Telum laufen weiter.
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