Berliner Kriminalstatistik zeigt rasanten Anstieg: Mehr Vergewaltigungen, mehr Schüsse, mehr Kinderpornografie
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Die neue Berliner Kriminalitätsstatistik zeigt in mehreren Bereichen steigende Fallzahlen. Besonders bei schweren Sexualdelikten, Schusswaffenkriminalität und der Verbreitung von Kinderpornografie registrierte die Polizei im Jahr 2025 deutlich mehr Fälle.
So stieg die Zahl der registrierten Vergewaltigungen, sexuellen Nötigungen und besonders schweren sexuellen Übergriffe im Jahr 2025 auf 1.393 Fälle. Das sind 156 mehr als im Jahr zuvor. Laut Polizei hängt der Anstieg auch mit einer höheren Anzeigebereitschaft zusammen. Verstärkte Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit habe zu einer größeren Sensibilisierung in der Bevölkerung geführt, heißt es in der Statistik.
Schusswaffenkriminalität läuft aus dem Ruder
Deutlich zugenommen hat auch die Kriminalität mit Schusswaffen. Insgesamt wurden 1.119 Fälle registriert. In 604 Fällen wurde mit einer Waffe gedroht, in 515 Fällen fiel tatsächlich ein Schuss. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach von einem klaren Warnsignal: „Der deutliche Anstieg bei der Schusswaffenkriminalität ist für mich ein klares Warnsignal. Für illegalen Waffenbesitz und bewaffnete Auseinandersetzungen gilt in Berlin: Null Toleranz. Wenn Konflikte mit Schusswaffen ausgetragen werden, ist eine rote Linie überschritten.“

Berlins SPD-Innensenatorin Iris Spranger bei einem Polizeieinsatz in Berlin
Auch bei der Verbreitung von Kinderpornografie verzeichnete die Polizei einen starken Anstieg. 1.954 Fälle wurden registriert – 682 mehr als 2024. Bei jugendpornografischen Inhalten gab es 296 Fälle mehr als im Vorjahr. Nach Angaben der Polizei hängt das vor allem mit dem Abbau eines Bearbeitungsrückstands zusammen. Viele Hinweise stammten zudem von der US-Organisation National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC).
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