Wadephul fordert den Iran zur sofortigen Freigabe der Straße von Hormus auf
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Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert und dabei auf eine Verhandlungslösung gepocht. Auf X teilte er mit: „Deutschland unterstützt eine Verhandlungslösung. Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel: Iran muss vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben, wie es auch Marco Rubio fordert.“
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran stecken derzeit fest, seit am 8. April ein Waffenstillstand in Kraft getreten ist. Eine Verhandlungsrunde in Pakistan zur Beendigung des mehr als zweimonatigen Krieges war nicht erfolgreich. Teheran hatte zuletzt einen 14-Punkte-Plan vorgelegt. Der sah unter anderem die Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran vor sowie einen neuen Steuerungsmechanismus für die Straße von Hormus.
„Ich werde den Plan, den der Iran uns gerade geschickt hat, bald prüfen, kann mir aber nicht vorstellen, dass er akzeptabel ist, da sie noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt haben, was sie der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan haben“, schrieb US-Präsident Trump am Samstag auf seiner Plattform Truth Social.

Frachtschiffe sind in der Nähe der Straße von Hormus zu sehen.
Die Seeblockade hält weiter an
In einem kurzen Gespräch mit Reportern in West Palm Beach, Florida, wollte er nicht konkretisieren, ob es neue Militäraktionen gegen die Islamische Republik geben könnte. „Wenn sie sich danebenbenehmen, wenn sie etwas Schlechtes tun – aber im Moment werden wir sehen“, sagte er. „Es ist jedenfalls eine Möglichkeit, die durchaus eintreten könnte.“
Die zentralen Streitpunkte aus amerikanischer Sicht bleiben das iranische Atomprogramm – Trumps erklärte „rote Linie“ – sowie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des globalen Öl- und Gashandels läuft. Die Seeblockade iranischer Häfen besteht seit dem 13. April. Bis Samstag wurden nach Angaben des US Central Command 48 kommerzielle Schiffe zurückgewiesen.
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