Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an
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Nach dem ergebnislosen Ende direkter Gespräche zwischen den USA und dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe daran hindern, in die Meerenge einzufahren oder sie zu verlassen. „Die Blockade wird in Kürze beginnen“, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Zugleich wies er die Streitkräfte an, Schiffe abzufangen, die Gebühren an den Iran gezahlt haben. „Niemand, der eine illegale Maut bezahlt, wird eine sichere Passage auf hoher See haben“, schrieb der Präsident. Als weiteren Schritt kündigte er die Räumung von Seeminen an, die der Iran nach eigenen Angaben in der Meerenge gelegt habe. Trump sprach von „Welterpressung“ durch Teheran und drohte bei Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe mit massiver militärischer Gewalt. Das US-Militär sei „einsatzbereit“.

Parallel dazu haben die USA bereits erste militärische Maßnahmen in der Region eingeleitet. Wie das US Central Command (CENTCOM) mitteilte, haben zwei Zerstörer der US-Marine die Straße von Hormus durchquert und operieren nun im Persischen Golf. Weitere Kräfte, darunter Unterwasserdrohnen, sollen in den kommenden Tagen folgen. „Wir haben begonnen, eine sichere Passage einzurichten“, erklärte CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper.

An der engsten Stelle ist die Straße von Hormus gerade einmal gut 35 Kilometer breit.

Auf dem Handelsweg können theoretisch Schiffe vom Ufer aus beschossen werden.
Vance erklärt Gespräche für gescheitert
Die Blockade-Ankündigung erfolgt unmittelbar nach dem Scheitern der Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Die Gespräche hatten früh am Morgen begonnen und fast 20 Stunden gedauert. Auf US-Seite nahmen unter anderem Vizepräsident JD Vance, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner teil, auf iranischer Seite Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sowie die Diplomaten Abbas Araghchi und Ali Bagheri. Im Zentrum stand die Forderung der USA, dass der Iran sein Atomprogramm aufgibt. „Iran wird niemals eine Atomwaffe haben“, betonte Trump mehrfach.
US-Vizepräsident Vance erklärte nach dem Verhandlungsmarathon, Teheran habe die Bedingungen der USA nicht akzeptiert. Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf warf den Amerikanern vor, kein Vertrauen geschaffen zu haben. Auf der Plattform X schrieb er: „Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen.“

Trump sprach von „Welterpressung“ durch Teheran und drohte bei Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe mit massiver militärischer Gewalt. Das US-Militär sei „einsatzbereit“.
Trump lobte zugleich die Vermittlungsrolle Pakistans unter Armeechef Asim Munir und Ministerpräsident Shehbaz Sharif. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar rief beide Seiten auf, an der bestehenden Waffenruhe festzuhalten.
Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Teheran die Passage faktisch blockiert, was zu einem weitgehenden Erliegen des Schiffsverkehrs und steigenden Energiepreisen führte. Unabhängig überprüfbare Angaben zu Minen oder Zerstörungen iranischer Schiffe lagen zunächst nicht vor. Eine unmittelbare Reaktion der iranischen Führung auf die neue Blockade-Ankündigung blieb aus.
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